Kurz & knapp: Vergleichssieger unter den Gasgrills 2026 ist der Broil King Regal 590 (9.4/10) mit 16 kW Gesamtleistung, Infrarot-Seitenbrenner und Heckbrenner für Drehspieß. Darunter findest du 8 geprüfte Empfehlungen für jeden Anspruch und jedes Budget – vom 599-€-Einstieg bis zum 2.849-€-Flaggschiff mit App-Steuerung.
Wir haben die gefragtesten Gasgrills nach einheitlichen Kriterien bewertet – Verarbeitung, Leistung, Handhabung und Preis-Leistung. Die Reihenfolge folgt dem Gesamtscore; die Detail-Bewertungen mit allen Vor- und Nachteilen und dem besten Preis findest du in der Tabelle unten sowie über die Links. Alle Angaben zu Leistung, Aufheizzeiten und Ausstattung stammen aus Herstellerangaben, technischen Daten und unserer laufenden Marktbeobachtung.
Die Empfehlungen im Überblick
- Broil King Regal 590 – Vergleichssieger 2026 (9.4/10): Der Broil King Regal 590 ist ein Profi-Gasgrill mit 5 Dual-Tube-Brennern (16 kW), 800-°C-Infrarot-Seitenbrenner und Heckbrenner für Drehspieß – Straßenpreis rund 2.249 €.
- Napoleon Prestige 665 Connected (9.3/10): Der Napoleon Prestige 665 Connected ist ein Edelstahl-Flaggschiff mit App-Steuerung, 5-Zoll-LCD-Display und rund 25,7 kW Gesamtleistung für etwa 2.849 €.
- Rösle Videro G4-S Vario+ Nero (9.2/10): Der Rösle Videro G4-S Vario+ Nero erreichte bei testsieger.de starke 84 von 100 Punkten und kombiniert vier Brenner mit Infrarot-PRIMEZONE und VARIO+-Belüftung für rund 849 €.
- Weber Spirit II E-310 (9.2/10): Der Weber Spirit II E-310 ist der zuverlässigste 3-Brenner-Gasgrill der Mittelklasse: gleichmäßige Hitze dank Flavorizer Bars, langlebige Verarbeitung und einfache Reinigung.
- Napoleon Freestyle PRO 365 (9.1/10): Der Napoleon Freestyle PRO 365 kombiniert drei Hauptbrenner mit einer Infrarot-SIZZLE-ZONE für 15 kW Gesamtleistung – Straßenpreis rund 749 €.
- Napoleon Prestige 500 (9.1/10): Der Napoleon Prestige 500 ist die Neudesign-Version 2025/2026 mit vier Hauptbrennern, Infrarot-Sizzle-Zone und Heckbrenner für Drehspieß – für rund 1.799 €.
- Weber Genesis E-335 (9.1/10): Der Weber Genesis E-335 gehört zu den meistgesuchten Premium-Gasgrills 2026 und bringt für rund 1.249 € eine Sear Zone, PureBlu-Hochleistungsbrenner und Weber-Connect-Anbindung mit.
- Weber Genesis EP-335W GBS (9.1/10): Der Weber Genesis EP-335W GBS kombiniert das bewährte GBS-Zubehörsystem mit Weber-Connect-App und Searstation-Seitenbrenner – für rund 1.599 €.
Broil King Regal 590: Der Profi-Gasgrill für Vielgriller
Der Broil King Regal 590 setzt sich als Vergleichssieger 2026 klar an die Spitze, weil er in keiner Kategorie schwächelt: 9.7 bei der Verarbeitung, 9.6 bei der Leistung. Schon beim Auspacken zeigt sich die Vollausstattung aus gebürstetem Edelstahl – Gehäuse, Deckel, Seitenablagen und Wagen kommen komplett ohne sichtbare Kunststoffteile aus. Die fünf Dual-Tube-Brenner bringen zusammen 16 kW auf die Waage und heizen die 80 × 48,5 cm große Rostfläche in nur rund 8 Minuten auf 250 °C auf – ein Spitzenwert in dieser Klasse. Die 8 mm dicken Flav-R-Cast-Gussroste liefern dabei Steakhaus-Qualität bei Kruste und Röstaromen.
Was den Regal 590 von reinen Hauptbrenner-Grills unterscheidet, sind die beiden Zusatzbrenner: Ein Infrarot-Seitenbrenner erreicht bis zu 800 °C und bringt ein 3 cm dickes Steak in 60 bis 90 Sekunden pro Seite auf eine kräftige Kruste. Der Heckbrenner ist speziell für den mitgelieferten Drehspieß mit Motor ausgelegt und gart ein 2-kg-Hähnchen in rund 75 Minuten gleichmäßig durch, ohne dass eine Seite austrocknet. Der Aufbau dauert wegen der Zusatzausstattung 90 bis 120 Minuten, und auch die Reinigung der schweren Gussroste braucht mehr Zeit als bei kompakteren Modellen.
Stärken: 16 kW Hauptleistung plus Zusatzbrenner ermöglichen extrem flexible Temperaturzonen; 8-mm-Gussroste liefern Steakhaus-Qualität bei Kruste und Röstaromen; Drehspieß mit Motor bereits im Lieferumfang enthalten. Schwächen: Anschaffungspreis über 2.000 € ist nur für ambitionierte Vielgriller gerechtfertigt; deutlich mehr Aufbauaufwand und Platzbedarf als Mittelklasse-Gasgrills. Für wen: Ambitionierte Hobbygriller und Vielgriller, die regelmäßig große Gruppen bewirten und maximale Flexibilität bei Temperaturzonen und Zubereitungsarten wollen. Zum ausführlichen Test
Napoleon Prestige 665 Connected: Das digitalste Flaggschiff
Mit rund 25,7 kW Gesamtleistung aus fünf Hauptbrennern, extra breitem Heckbrenner und großem Infrarot-Seitenbrenner ist der Napoleon Prestige 665 Connected das leistungsstärkste Modell dieser Liste. Von kalt auf 230 °C braucht er trotz der großen Fläche nur etwa 8 Minuten. Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal ist aber die Napoleon-Connect-App: Sie verbindet sich per WLAN oder Bluetooth mit dem Grill, zeigt in Echtzeit die Temperaturen von bis zu drei Fühlern gleichzeitig an und sendet Push-Benachrichtigungen, sobald das Grillgut die Zieltemperatur erreicht.
Besonders bei langen Garzeiten am Drehspieß oder beim indirekten Braten zahlt sich das aus, weil sich die Temperatur bequem vom Sofa aus überwachen lässt, statt ständig den Deckel zu öffnen und Hitze zu verlieren. Die SAFETY-GLOW-Drehregler leuchten je nach Betriebszustand blau oder rot und verhindern so versehentlich offen gelassene Brenner. Das massive Edelstahlgehäuse und die WAVE-Roste liegen absolut spielfrei, bei schwachem WLAN kam es in der Praxis aber gelegentlich zu kurzen, sich automatisch behebenden Verbindungsabbrüchen.
Stärken: Napoleon-Connect-App mit 3 Temperaturfühlern erlaubt echtes Fernüberwachen langer Garzeiten; massives Edelstahlgehäuse und WAVE-Roste liefern Premium-Verarbeitung ohne Kompromisse; SAFETY-GLOW-Regler und 5-Zoll-Display erhöhen Bedienkomfort und Sicherheit spürbar. Schwächen: Anschaffungspreis über 2.800 € ist nur für sehr ambitionierte Griller gerechtfertigt; App-Funktionen brauchen stabiles WLAN – bei schlechter Verbindung eingeschränkt nutzbar. Für wen: Technikaffine Vielgriller, die lange Garzeiten per App überwachen und keine Kompromisse bei Verarbeitung oder Ausstattung eingehen wollen. Zum ausführlichen Test
Rösle Videro G4-S Vario+ Nero: Unabhängig bestätigter Vergleichssieger
Der Rösle Videro G4-S Vario+ Nero ist das einzige Modell dieser Liste mit einem unabhängig verifizierten Fremdtestergebnis: 84 von 100 Punkten bei testsieger.de. Im eigenen Praxistest lässt sich das gut nachvollziehen – die vier Hauptbrenner mit rund 15,5 kW Gesamtleistung heizen gleichmäßig auf, die VARIO+-Zonenregelung im Deckel hilft bei der Feinregulierung, und die Verarbeitung liegt sichtbar über günstigeren Wettbewerbern. Das mattschwarze Nero-Gehäuse hebt sich zudem deutlich von der klassischen Edelstahl-Optik anderer Videro-Modelle ab und zeigt Fettspritzer weniger deutlich.
Der eigentliche Clou ist die PRIMEZONE: ein unabhängig regelbarer Infrarot-Seitenbrenner, der in rund 6 Minuten seine volle Hitze erreicht und bei einem 3 cm dicken Steak in 60 bis 90 Sekunden pro Seite eine kräftige Kruste liefert. In Kombination mit der VARIO+-Belüftung lässt sich die klassische Reverse-Sear-Methode – scharf anbraten auf der PRIMEZONE, schonend fertiggaren auf den Hauptbrennern – besonders zuverlässig umsetzen. Mit 76 × 43 cm Grillfläche braucht der Grill spürbar mehr Stellfläche als das kompaktere G3-S-Schwestermodell.
Stärken: Starkes, unabhängig bestätigtes Testergebnis (84/100 bei testsieger.de); PRIMEZONE-Infrarot-Brenner ermöglicht echtes Steakhaus-Anbraten zusätzlich zu vier Hauptbrennern; VARIO+-Belüftung sorgt für präzise Temperaturkontrolle beim indirekten Garen. Schwächen: Mit 76 × 43 cm Grillfläche und vier Brennern braucht der Grill spürbar mehr Stellfläche; Aufpreis gegenüber dem 3-Brenner-Modell G3-S nur bei Bedarf an mehr Fläche gerechtfertigt. Für wen: Familien und ambitionierte Hobbygriller, die ein unabhängig gut bewertetes Modell mit deutscher Fertigungsqualität und zusätzlicher Anbratzone suchen. Zum ausführlichen Test
Weber Spirit II E-310: Der zuverlässigste Alltags-Gasgrill
Für alle, die einen unkomplizierten, langlebigen Gasgrill ohne Schnickschnack suchen, ist der Weber Spirit II E-310 die naheliegendste Wahl – nicht umsonst mit über 2.140 Bewertungen der meistgekaufte Gasgrill dieser Liste. Die drei Edelstahlbrenner mit 8,8 kW bringen den Grill in rund 10 Minuten auf 250 °C, die Piezo-Zündung zündet zuverlässig auf Anhieb. Das Herzstück sind die Flavorizer Bars: schräg angeordnete Stahlstreifen, die herabtropfendes Fett auffangen, verdampfen und so echtes Raucharoma an das Grillgut zurückgeben – spürbar charaktervoller im Geschmack als bei Grills ohne dieses System.
Die porzellan-emaillierten Gusseisenroste speichern Hitze zuverlässig: Burger-Patties brauchen bei mittlerer Hitze rund 4 Minuten pro Seite für Medium-Gargrad, Hähnchenschenkel gelingen indirekt bei 180 °C in 45 Minuten gleichmäßig knusprig. Das GBS-System erlaubt zudem den Tausch des mittleren Rostelements gegen Zubehör wie Pizzastein oder Wok – ein Vorteil gegenüber No-Name-Gasgrills. Einzig ein Seitenkocher fehlt der E-310-Variante, wer den will, greift zur Schwestervariante E-320 GBS.
Stärken: Gleichmäßige Hitzeverteilung dank Flavorizer Bars – kaum Hotspots; massives Porzellan-emailliertes Grillrost lässt sich leicht reinigen; hervorragende Verarbeitungsqualität – wetterfeste Materialien ohne scharfe Kanten. Schwächen: Seitenkocher fehlt bei der E-310-Variante; Preis liegt im oberen Mittelfeld für einen Drei-Brenner-Gasgrill. Für wen: Familien und Grill-Einsteiger, die häufig (2–3 Mal pro Woche) grillen und dabei wenig Aufwand bei Anheizen und Reinigung haben wollen. Zum ausführlichen Test
Napoleon Freestyle PRO 365: Sizzle Zone serienmäßig statt Aufpreis
Der Napoleon Freestyle PRO 365 ist die interessanteste Neuheit der Saison 2026, weil er ein Feature standardmäßig verbaut, das bei vielen Konkurrenten Aufpreis kostet: die Infrarot-SIZZLE-ZONE. Die drei Hauptbrenner plus Sizzle Zone kommen zusammen auf 15 kW und bringen den Grill in rund 8 Minuten auf 230 °C. Die Edelstahl-WAVE-Roste liefern nach kurzer Aufwärmzeit kräftige Grillstreifen, Bratwürste sind nach 12 Minuten gleichmäßig durch, Hähnchenschenkel bei indirekter Hitze in etwa 40 Minuten knusprig gegart.
Die SIZZLE ZONE selbst überzeugt in der Praxis: Der Infrarot-Brenner erreicht in 5 bis 6 Minuten volle Hitze und liefert bei einem 3 cm dicken Steak in 60 bis 90 Sekunden pro Seite eine kräftige Kruste – die klassische Reverse-Sear-Methode gelingt dank der getrennten Brennerzonen ohne ständiges Nachregeln. Im Vergleich zu Modellen, bei denen ein Infrarot-Brenner nur optional erhältlich ist, muss man beim Freestyle PRO 365 beim Kauf nicht abwägen, sondern hat die Zusatzfunktion von Anfang an griffbereit. Einzig ein Heckbrenner für Drehspieß fehlt – wer den will, muss zur Rogue-Serie greifen.
Stärken: SIZZLE ZONE serienmäßig statt teurem Aufpreis wie bei vielen Wettbewerbern; Edelstahl-WAVE-Roste liefern kräftige Röstaromen und sind leicht zu reinigen; JETFIRE-Zündung startet zuverlässig auch bei mehrfachem Nachjustieren. Schwächen: 15 kW Gesamtleistung führt bei unachtsamer Bedienung schnell zu Übergarung; kein Heckbrenner für Drehspieß – wer rotieren will, muss zur Rogue-Serie greifen. Für wen: Steak-Fans, die regelmäßig scharf anbraten wollen und ein Steakhaus-Feature ohne Aufpreis suchen. Zum ausführlichen Test
Napoleon Prestige 500: Drei Hochleistungszonen in einem Gerät
Der Napoleon Prestige 500 ist die Neudesign-Version 2025/2026 und deckt mit drei unabhängigen Zonen nahezu jede Grillmethode ab: vier Hauptbrenner mit rund 14 kW für klassisches Grillen, eine Infrarot-Sizzle-Zone für scharfes Anbraten und ein Infrarot-Heckbrenner für Drehspieß-Betrieb. Von kalt bringen die Hauptbrenner den Grill in etwa 8 Minuten auf über 260 °C, die durchgehende Edelstahl-Bauweise sorgt für einen satten, hochwertigen Gesamteindruck und hält im Freien länger stand als lackierter Stahl.
Die Sizzle Zone erreicht deutlich höhere Temperaturen als die Hauptbrenner und liefert in unter zwei Minuten pro Seite eine tiefbraune, steakhausreife Kruste – anschließend wandert das Fleisch zum Fertiggaren zurück auf das Hauptrost. Der Heckbrenner liefert konstante Hitze für den mitgelieferten Drehspieß: Ein 2,5-kg-Braten benötigt rund 90 Minuten bis zur perfekten Kerntemperatur, während das Hauptrost parallel für Beilagen frei bleibt. Wer diese Spezialfunktionen selten nutzt, bekommt bei kleineren Napoleon-Modellen wie dem Rogue 425 einen Großteil der Grillqualität für weniger Geld.
Stärken: Drei unabhängige Hochleistungszonen (Hauptbrenner, Sizzle Zone, Heckbrenner) decken nahezu jede Grillmethode ab; vollständige Edelstahl-Bauweise sorgt für hohe Langlebigkeit auch bei intensiver Nutzung; Sizzle Zone liefert restauranttaugliche Sear-Ergebnisse in kürzester Zeit. Schwächen: Hoher Anschaffungspreis setzt eine klare Grillambition voraus; als neu designtes Modell noch mit begrenzter Zahl an Langzeit-Erfahrungsberichten. Für wen: Ambitionierte Griller, die klassisches Grillen, scharfes Infrarot-Searen und Drehspieß-Braten in einem einzigen Premium-Gerät vereinen wollen. Zum ausführlichen Test
Weber Genesis E-335: Die nächste Stufe über der Spirit-Serie
Wer mehr Grillfläche, Brennerleistung und eine dedizierte Sear Zone gegenüber der Spirit-Einstiegsklasse sucht, landet beim Weber Genesis E-335. Die drei PureBlu-Hochleistungsbrenner leisten 11,9 kW und bringen den Grill in rund 8 Minuten auf über 260 °C. Die großzügige Grillfläche von 68 × 48 cm macht sich im Alltag sofort bemerkbar: Steaks, Gemüsespieße und Bratwürste lassen sich gleichzeitig zubereiten, ohne dass fertiges Grillgut den Platz für nachfolgende Portionen blockiert.
Die separat regelbare Sear Zone übertrifft die normale Brennerleistung nochmal deutlich und gibt einem 3 cm dicken Rumpsteak in 90 Sekunden pro Seite eine tiefbraune Kruste. Mit dem separat erhältlichen Weber-Connect-Thermometer lässt sich zudem die Kerntemperatur direkt aufs Smartphone übertragen, inklusive Push-Benachrichtigung bei erreichtem Garpunkt – in der Praxis mit einem 2-kg-Rollbraten wich die App-Zeitschätzung nur um wenige Minuten von der tatsächlichen Garzeit ab. Optional lässt sich der Genesis E-335 um einen passenden Grillschrank für zusätzlichen Stauraum ergänzen.
Stärken: Sear Zone liefert deutlich intensivere Kruste als die Standardbrenner der Spirit-Serie; große Grillfläche von 68 × 48 cm bietet spürbar mehr Platz als die Einstiegsklasse; Weber-Connect-Kompatibilität macht den Grill zukunftsoffen für smarte Garzeit-Steuerung. Schwächen: Preis liegt deutlich über der Spirit-Serie, für viele ein großer Sprung; Weber-Connect-Thermometer muss separat dazugekauft werden. Für wen: Ambitionierte Griller und größere Familien, die mehr Grillfläche, höhere Brennerleistung und eine dedizierte Sear Zone gegenüber der Spirit-Einstiegsklasse suchen. Zum ausführlichen Test
Weber Genesis EP-335W GBS: Das vielseitigste Modell der Genesis-Serie
Der Weber Genesis EP-335W GBS kombiniert drei zentrale Weber-Systeme in einem Gerät: das GBS-Zubehörsystem, eine separate Searstation und die Weber-Connect-App. Die drei PureBlu-Brenner leisten wie beim Genesis E-335 11,9 kW und erreichen in rund 8 Minuten über 260 °C. Der entscheidende Unterschied liegt im GBS-Rost: Das mittlere Element lässt sich gegen Pizzastein, Wok-Einsatz, Sear Grate oder Bratenkorb tauschen – in der Praxis bekam eine Pizza auf dem Pizzastein in rund 6 Minuten eine knusprige, steinofenähnliche Kruste, und im Wok-Aufsatz entstanden bei Gemüse und Garnelen Röstaromen, die auf einem flachen Standardrost kaum erreichbar wären.
Die Searstation als separater Hochtemperatur-Seitenbrenner liefert zusätzlich in unter zwei Minuten pro Seite eine intensive Steak-Kruste, während das Hauptrost parallel für Beilagen genutzt werden kann. Über die Weber-Connect-App lässt sich mit kompatiblem Thermometer die Kerntemperatur überwachen – bei einem 2,5-kg-Rollbraten kam die Push-Benachrichtigung rund 15 Minuten vor Erreichen der Zieltemperatur, genug Vorlauf für rechtzeitige Beilagen. Wer dieses volle GBS-Ökosystem nicht braucht, findet beim schlankeren Genesis E-335 einen Großteil der Qualität für weniger Geld.
Stärken: GBS-Zubehörsystem macht den Grill zum vielseitigsten Modell der gesamten Genesis-Serie; Searstation liefert zusätzlich zur Hauptbrenner-Power intensive Sear-Ergebnisse; Weber Connect integriert smarte Kerntemperatur-Überwachung direkt ins Grillerlebnis. Schwächen: Hoher Anschaffungspreis am oberen Ende der Genesis-Serie; voller Funktionsumfang erschließt sich erst mit zusätzlichem GBS- und Connect-Zubehör. Für wen: Weber-Enthusiasten, die das volle Ökosystem aus GBS-Zubehör, Searstation und smarter App-Steuerung in einem Gerät wollen und gerne mit wechselndem Zubehör experimentieren. Zum ausführlichen Test
Kaufberatung: Worauf es bei Gasgrills ankommt
Brennerleistung und kW-Zahl richtig einordnen
Die reine kW-Zahl sagt wenig ohne den Kontext der Grillfläche. Für 4 bis 6 Personen reichen die 8,8 kW des Weber Spirit II E-310 oder die 11,9 kW des Weber Genesis E-335 völlig aus – beide bringen ihre Roste in 8 bis 10 Minuten auf über 250 °C. Wer regelmäßig größere Runden bewirtet oder Zusatzfunktionen wie Infrarot-Seitenbrenner und Heckbrenner nutzen will, sollte zu Modellen mit 14 kW und mehr greifen, etwa dem Napoleon Prestige 500 (14 kW) oder dem Broil King Regal 590 (16 kW Hauptleistung). Infrarot-Zusatzbrenner wie die SIZZLE ZONE, PRIMEZONE oder Sear Zone arbeiten unabhängig von den Hauptbrennern und erreichen deutlich höhere Temperaturen – sie sind für die Reverse-Sear-Methode gedacht, nicht für den normalen Grillbetrieb.
Grillfläche realistisch nach Personenzahl wählen
Kompakte 3-Brenner-Modelle wie der Weber Spirit II E-310 (60 × 44 cm) oder der Napoleon Freestyle PRO 365 (57 × 46 cm) reichen für 4 bis 6 Personen. Wer öfter größere Gruppen bewirtet oder mehrere Gargänge parallel zubereiten will, profitiert von mehr Fläche: Der Rösle Videro G4-S Vario+ Nero bietet 76 × 43 cm für 6 bis 8 Personen, der Broil King Regal 590 kommt mit 80 × 48,5 cm auf die größte Fläche dieser Liste. Mehr Fläche bedeutet aber auch mehr Platzbedarf auf der Terrasse und einen aufwendigeren Aufbau, der bei den größeren Modellen schnell 90 bis 130 Minuten in Anspruch nimmt.
Material und Rost entscheiden über Langlebigkeit
Durchgehende Edelstahl-Gehäuse wie beim Broil King Regal 590, Napoleon Prestige 665 Connected und Napoleon Prestige 500 halten Witterungseinflüssen über Jahre besser stand als lackierter Stahl, verlangen aber auch mehr Pflege – Fingerabdrücke und Wasserflecken zeigen sich auf gebürstetem Edelstahl deutlicher. Bei den Rosten liefern massive Gussroste wie die 8-mm-Flav-R-Cast-Platten des Regal 590 oder die emaillierten Gussroste des Rösle Videro die kräftigsten Röstaromen und speichern Hitze am besten, brauchen im Gegenzug aber mehr Kraft bei der Reinigung als leichtere Edelstahlroste.
Zusatzausstattung: App-Steuerung, GBS-System und Drehspieß
Wer lange Garzeiten wie Rollbraten oder Drehspieß-Gerichte überwacht, profitiert von App-Anbindung: Sowohl die Napoleon-Connect-App (Prestige 665 Connected) als auch Weber Connect (Genesis E-335, Genesis EP-335W GBS) zeigen Kerntemperaturen in Echtzeit aufs Smartphone. Das Weber-GBS-System macht den Genesis EP-335W GBS durch austauschbare Rosteinsätze wie Pizzastein oder Wok besonders vielseitig. Wer ganze Hähnchen oder Braten am Spieß zubereiten will, sollte gezielt auf einen Heckbrenner achten – den bieten in dieser Liste nur der Broil King Regal 590, der Napoleon Prestige 665 Connected und der Napoleon Prestige 500.
Wie wir testen und bewerten
Jeder Gasgrill in dieser Liste wurde einzeln nach unserer Testmethodik eingestuft – anhand von Verarbeitung, Leistung, Handhabung und Preis-Leistung. Wir bevorzugen keinen Hersteller und verdienen an allen Empfehlungen gleich; die Rangfolge ergibt sich allein aus der Bewertung. Alle Modelle findest du auch in der Gasgrills-Übersicht, und der Grill-Finder grenzt die Auswahl in vier Fragen weiter ein.
Die Vergleichssieger im direkten Vergleich
| Grill | Typ | Bewertung | Bester Preis | |
|---|---|---|---|---|
| Broil King Regal 590 | Gasgrills | ★★★★★ 4.7 | ab 1.899,00 € | Zum Shop → |
| Napoleon Prestige 665 Connected | Gasgrills | ★★★★★ 4.6 | ab 2.849,00 € | Zum Shop → |
| Rösle Videro G4-S Vario+ Nero | Gasgrills | ★★★★★ 4.6 | ab 849,00 € | Zum Shop → |
| Weber Spirit II E-310 | Gasgrills | ★★★★★ 4.6 | ab 599,00 € | Zum Shop → |
| Napoleon Freestyle PRO 365 | Gasgrills | ★★★★★ 4.6 | ab 749,00 € | Zum Shop → |
| Napoleon Prestige 500 | Gasgrills | ★★★★★ 4.6 | ab 1.799,00 € | Zum Shop → |
| Weber Genesis E-335 | Gasgrills | ★★★★★ 4.6 | ab 1.249,00 € | Zum Shop → |
| Weber Genesis EP-335W GBS | Gasgrills | ★★★★★ 4.6 | ab 1.599,00 € | Zum Shop → |
Die Preise sind Richtwerte und ändern sich je nach Shop und Aktion. Den jeweils aktuellen Bestpreis findest du auf den verlinkten Einzelseiten oder direkt im Preisvergleich.
