Wir hatten den Master-Touch GBS E-5750, einen Holzkohle-Kugelgrill von Weber mit 57 cm Durchmesser, nicht in der Hand und haben nichts darauf gegrillt. Die Angaben hier stammen aus Webers deutscher Produktseite, dem Benutzerhandbuch 69137, der Montageanleitung 54764 und dem Katalogeintrag bei Amazon, jeweils mit Quelle. Alle Preise aus dem Weber-Shop auf dieser Seite haben den Stand 02.10.2026.
Ein Grill, zwei Artikelnummern
Im deutschen Weber-Shop heißt er schlicht Master-Touch Holzkohlegrill Ø 57 cm, Seitentitel und Webadresse nennen ihn Master-Touch GBS E-5750. Die Artikelnummer ist 14701004, die einzige Farbe Schwarz, der Preis 299,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer, zuzüglich Versand. Von den sechs Master-Touch-Modellen, die der Shop listet, hat er den niedrigsten Preis.
Unser Kauflink führt zu Amazon, und dort steht ein anderer Datensatz: „Weber Master-Touch GBS E-5750 BLK EU“ mit der Modellnummer 14701053. Webers Shopsystem kennt diese Nummer noch unter dem Titel Master-Touch GBS E-5750, verkauft wird heute die 14701004. Die vier Amazon-Stichpunkte passen zum E-5750: klappbarer Grillrost mit Gourmet BBQ System, Holzkohlerost aus massivem Stahl, porzellanemaillierter Kessel und Deckel, Bodengitter. Wir gehen deshalb davon aus, dass es derselbe Grill unter einer älteren oder anderen Artikelnummer ist. Beim Gewicht liegen die Quellen 3 kg auseinander: Amazon meldet 39,68 Pfund, umgerechnet 18,0 kg, Weber 21 kg.
Unter dieser Nummer gibt es bei Amazon kein Angebot von Amazon selbst. Am 05.10.2026 boten mehrere Marktplatz-Händler den Grill an, der günstigste ab 328,75 Euro, rund 30 Euro mehr als im Weber-Shop. Ob diese Händler von Weber autorisiert sind, wissen wir nicht.
Das Handbuch 69137 vom 31.10.2018 deckt vier Modelle gemeinsam ab: E-5750, C-5750, SE E-5755 und SE C-5755. Für dieselben vier gilt die Montageanleitung. Den C-5750 verkauft Weber in Deutschland nicht mehr, seine frühere Produktseite leitet auf die Kategorie um.
Kessel, Rost und Fahrgestell
Kessel und Deckel bestehen aus porzellanemailliertem Stahl. Das Handbuch verspricht, diese Beschichtung werde niemals abplatzen, und erklärt, warum sie mehr kann als vor Rost schützen: Die Oberfläche reflektiert Wärme, und die Hitze zirkuliert dadurch wie bei der Umluft im Backofen um das Grillgut. Auf der Produktseite nennt Weber Kessel und Deckel kratz- und rostbeständig; die Beschichtung schütze vor Durchrosten, Rissbildung und Abblättern und halte hohen Grilltemperaturen stand.
Der Durchmesser beträgt 57 cm. Den gesamten Grillbereich gibt Weber mit 2.342 cm² an und rechnet mit Platz für 6 bis 8 Personen.
Das Grillgut liegt auf einem klappbaren Rost aus beschichtetem Stahl, den das Handbuch strapazierfähig nennt. Beide Seiten lassen sich hochklappen, damit du während des Grillens Kohle nachlegen kannst, ohne den ganzen Rost herauszuheben. In der Mitte sitzt ein runder Einsatz, den du herausnimmst, wenn ein Teil aus Webers Gourmet BBQ System hinein soll; bleibt er drin, ist der Rost ein gewöhnlicher Grillrost. Die Produktseite nennt als Beispiele Grillplatte, Geflügelbräter und Pizzastein, das Handbuch statt der Grillplatte einen Grillrost zum scharfen Anbraten; separat kaufen musst du alle. Liegt der Rost gerade nicht im Kessel, hängst du ihn an einen der gebogenen Haken an der Kesselseite.
Darunter liegt der Holzkohlerost aus massivem Stahl. Laut Handbuch hält er der Hitze jedes Holzkohlefeuers stand, brennt weder durch noch verformt er sich. Zwei Holzkohlehalter legt Weber bei, außerdem einen Messbecher, nach dem Webers Kohletabellen rechnen.
Unter dem Kessel hängt eine große, herausnehmbare Ascheauffangschale aus Aluminium. Weil sie vollständig umschlossen ist, wird laut Handbuch keine Asche herumgewirbelt. Das Thermometer ist in den Deckel eingebaut.
Das Fahrgestell besteht aus drei rostbeständigen Aluminiumbeinen, laut Weber 5 cm höher als bei Standard-Kugelgrills, und zwei formgepressten Allwetter-Gummirädern mit 20 cm. Unten sitzt ein Gitterboden. Mit geschlossenem Deckel misst der Grill 107 cm in der Höhe, 65 cm in der Breite und 72 cm in der Tiefe, aufgeklappt 118 cm in der Höhe und 76 cm in der Tiefe.
Beim Grillen schiebst du den Deckel zur Seite und hängst ihn in den Tuck-Away-Halter am Kessel, statt ihn irgendwo abzulegen. Als Griff, um den Grill anzuheben oder zu bewegen, darfst du den Halter laut Handbuch nicht benutzen. Deckel- und Kesselgriffe sind hitzebeständig, der Deckelgriff hat einen Hitzeschutz, und in den Produktdetails steht ein Schalengriff aus glasverstärktem Nylon. Am Kesselgriff sitzen zwei Haken für Grillbesteck.
Für den Aufbau gibt es die Montageanleitung 54764: 20 Schritte in Bildern, gedruckt für 13 Sprachen. Wer die Schritte lieber in 3D sieht, nimmt die kostenlose BILT-App. Laut Abbildung liegt ein kleiner Schraubenschlüssel bei, einen Schraubendreher brauchst du selbst; gezeichnet ist einer mit Kreuzschlitz.
In Webers Unterlagen zum E-5750 haben wir vergeblich gesucht nach:
- Messbereich und Genauigkeit des Deckelthermometers
- einer Höchsttemperatur
- dem Durchmesser des Grillrosts und der Höhe der Rostebene über dem Boden
- dem Material von Gitterboden und Holzkohlehaltern
- Farbe und Beschichtung der Kesselinnenseite
- der Zeit, bis die Kohle durchgeglüht ist
- dem Kohleverbrauch in Kilogramm pro Stunde
- einer Montagezeit
- Herkunftsland und Jahr der Markteinführung
- Packmaß, Versandgewicht und EAN
- Preisen und Teilenummern der Ersatzteile im Handbuch
- einer heutigen Garantiezeile für Bauteile aus Edelstahl, etwa den Rost des E-5755, und der Angabe, ob bei Abweichungen Handbuch oder Produktseite gilt
Im Detail: zwei Lüftungen, eine Glut
Ein Kugelgrill arbeitet wie ein kleiner Ofen mit Kamin. Frische Luft strömt unten durch die Kessellüftung an die Glut, die heißen Gase steigen auf und ziehen oben durch den Deckellüfter ab. Je mehr Luft durchkommt, desto mehr Sauerstoff bekommt die Kohle und desto heißer wird es im Kessel, bis die Kohle ihre Höchsttemperatur erreicht hat. Diesen letzten Zusammenhang beschreibt Weber im Handbuch genauso.
Die untere Lüftung gehört beim E-5750 zum One-Touch-Reinigungssystem aus Edelstahl. Drei Flügel unten im Kessel haben zwei Aufgaben: Bewegst du den Griff hin und her, schieben sie die Asche in die Auffangschale, und je nach Stellung geben sie die Öffnungen im Kessel frei oder decken sie ab. Offen lassen sie Sauerstoff an die Glut, geschlossen helfen sie beim Löschen. Oben sitzt der Deckellüfter aus rostbeständigem Aluminium; laut Handbuch wird die Wärme von seinem Griff weggeleitet, damit du ihn leichter verstellen kannst.
Das Handbuch unterscheidet drei Stellungen. Zum direkten Grillen stehen beide Lüftungen ganz offen. Zum indirekten Grillen oder Räuchern bei niedrigeren Temperaturen kannst du beide jeweils bis zur Hälfte schließen. Machst du beide ganz zu, ist die Sauerstoffzufuhr unterbrochen, und die Kohle erlischt. Als Richtwert nennt Weber 260 °C unter dem Deckel, wenn beim Vorheizen die gesamte Kohle rot glüht.
Warum auch eine halb geschlossene obere Klappe die Temperatur senkt, obwohl unten weiter Luft hineinkönnte: Der Kessel ist ein Durchlaufsystem. Was oben nicht abziehen kann, strömt unten nicht nach, jede der beiden Klappen bremst also den ganzen Luftstrom. Nach unserem Verständnis stellt man deshalb mit der unteren Lüftung grob ein und regelt mit der oberen fein nach, und genau so ist Webers Anleitung zum Räuchern aufgebaut.
Fürs Räuchern beschreibt das Handbuch auf Seite 6 eigens geformte Lüftungsöffnungen im Kessel, die die richtige Luftmenge für niedrige Temperaturen durchlassen sollen, und in der Räucheranleitung eine Räucher-Position am One-Touch-Hebel. Die Lüftungsöffnungen stehen unter der Überschrift Besonderheiten. Eine Seite davor schickt Weber unter derselben Überschrift voraus, dass ein Grill je nach Modell mit den dort beschriebenen Merkmalen ausgestattet sein kann.
Der Ablauf: Du bereitest den Grill vor wie zum indirekten Grillen, hebst mit einer langen Zange die Klappe des Rosts an und gibst 2 bis 4 Wood Chunks oder eine Handvoll Räucherchips auf die Glut. Dann schließt du den Deckel und schiebst den One-Touch-Hebel auf Räuchern, falls dein Hebel diese Stellung hat. Sobald das Deckelthermometer den Räucher-Bereich zeigt, laut Handbuch 95 bis 135 °C, hältst du die Temperatur mit dem Deckellüfter: weiter auf, wenn es heißer werden soll, weiter zu, wenn kühler. Harzreiche Weichhölzer wie Pinie, Zeder oder Pappel meidest du laut Weber, und Holz, das behandelt wurde oder Chemikalien ausgesetzt war, nimmst du nie. Mehr zu Chips und Chunks steht im Ratgeber Räuchern auf dem Grill.
Anzünden, Kohlemengen und zwei Zonen
Bevor du anzündest, räumst du den Kessel in einer festen Reihenfolge aus, so steht es auf Seite 7 des Handbuchs:
- Deckel öffnen und in den Tuck-Away-Halter schieben.
- Erst das Mittelteil, dann den Grillrost herausnehmen.
- Den Holzkohlerost herausnehmen und Asche und Kohlereste mit dem One-Touch-Hebel in die Auffangschale schieben.
- Den Hebel der Schale zusammendrücken, die Schale abnehmen und leeren.
- Den One-Touch-Hebel ganz öffnen.
- Den Holzkohlerost wieder einsetzen.
- Den Deckellüfter ganz öffnen.
Am einfachsten gelingt das Anzünden laut Weber mit einem Anzündkamin. Das Handbuch nennt den separat erhältlichen Rapidfire, den wir in der großen Ausführung einzeln besprechen. Ohne Kamin schichtest du die Kohle zu einer Pyramide und steckst Anzündwürfel dazwischen. Fertig ist die Glut, wenn die Würfel ganz verbraucht sind und die Kohle mit weißer Asche überzogen ist. Eine Anleitung für Flüssiganzünder hat Weber absichtlich weggelassen: Er sei unpraktisch und könne dem Essen einen chemikalienartigen Geschmack geben, Anzündwürfel seien die bessere Lösung.
Direkte Hitze ist laut Handbuch für kleines, zartes Grillgut gedacht, das in weniger als 20 Minuten gar ist. Aufgezählt werden Hamburger, Steaks, Koteletts, Kebabs, Hähnchenteile ohne Knochen, Fischfilets, Meeresfrüchte und geschnittenes Gemüse. Die Kohle verteilst du gleichmäßig über den ganzen Holzkohlerost, der Grillrost heizt bei geschlossenem Deckel etwa 10 bis 15 Minuten vor. Für eine Füllung im 57-cm-Kessel setzt Webers Tabelle 30 Weber-Briketts an, 40 andere Holzkohlebriketts, 1¾ Messbecher Buchenholzkohle (laut Tabelle 0,98 kg) oder 1¼ Messbecher Grillkohle aus verschiedenen Holzarten.
Indirekt garst du alles, was 20 Minuten oder länger braucht oder über der Glut austrocknen oder verbrennen würde: Braten, Geflügelteile mit Knochen, zarte Fischfilets, ganze Hähnchen, ganze Puten und Rippchen, so die Liste im Handbuch. Die Kohle kommt dann auf zwei gegenüberliegende Seiten, entweder lose oder in Holzkohlekörbe, die das Handbuch Char-Basket nennt und die vor dem Anzünden auf den Holzkohlerost gehören. Zwei Stellen bleiben frei, die Nähe der Deckel- und Kesselgriffe und der Bereich direkt unter Thermometer und Deckellüfter. Dazwischen kann eine Tropfschale stehen. Den Rost legst du so ein, dass seine Klappen über der Glut liegen, das Grillgut kommt in die Mitte. Den Deckel setzt du immer so auf, dass das Thermometer nicht über der Kohle sitzt, damit es keiner direkten Hitze ausgesetzt ist.
Die Tabelle für indirekte Hitze rechnet je Seite, mit einer Grundmenge für die erste Stunde und Nachschub für jede weitere. Bei Weber-Briketts sind das 15 und danach 4, bei anderen Holzkohlebriketts 20 und danach 7, bei Buchenholzkohle oder gemischter Grillkohle ein halber Messbecher und danach eine Handvoll. Ein Braten mit fünf Stunden Garzeit braucht demnach 31 Weber-Briketts je Seite, zusammen 62. Mit anderen Briketts wären es 48 je Seite, in Summe 96, gut die Hälfte mehr.
Zwischen Grillgut und geschlossenem Deckel sollen laut Handbuch 2,5 cm Luft bleiben, was bei hohem Grillgut die Grenze setzt.
Sicherheit und Reinigung nach dem Handbuch
Den Sicherheitshinweisen auf Seite 2 stellt Weber einen Satz voran: Wer die mit GEFAHR, WARNUNG und VORSICHT markierten Hinweise missachtet, riskiert schwere oder tödliche Verletzungen oder Sachschäden durch Brand oder Explosion, und gelesen werden sollen sie alle vor dem ersten Gebrauch. Wir geben sie hier vollständig wieder, sortiert nach der Situation statt nach der Warnstufe. Den Hinweis zum Tuck-Away-Halter findest du oben beim Deckelhalter. Das Handbuch selbst sollst du laut Deckblatt aufbewahren.
Wo der Grill stehen darf
Du betreibst den Grill ausschließlich im Freien in einem gut belüfteten Bereich, nie in Garagen, Gebäuden, überdachten Durchgängen oder anderen geschlossenen Bereichen. In geschlossenen oder bewohnbaren Räumen, als Beispiele stehen Gebäude, Zelte, Wohnwagen, Wohnmobile und Boote, besteht Lebensgefahr durch Kohlenmonoxidvergiftung, weil sich drinnen giftige Gase sammeln. Als Heizung dient der Grill nie, und für den Einbau in oder auf Wohnwagen und Booten ist er nicht geeignet. Er steht auf einem sicheren, ebenen Untergrund, nie auf einer Glasfläche oder einer brennbaren Oberfläche, und nie unter einer brennbaren Konstruktion. Im Umkreis von 1,5 m darf sich nichts Brennbares befinden; Weber denkt dabei etwa an (behandeltes) Holz auf einer Terrasse oder Veranda. Im Grillbereich haben entflammbare Gase und Flüssigkeiten wie Benzin oder Alkohol nichts zu suchen, andere brennbare Materialien ebenso wenig. Bei starkem Wind bleibt der Grill aus. Stromkabel hältst du von den heißen Flächen fern und legst sie so, dass sie nicht im Weg liegen.
Beim Anzünden
Die Kohle liegt immer auf dem Holzkohlerost, nie direkt auf dem Boden des Kessels. Benzin, Spiritus, Alkohol oder andere flüchtige Flüssigkeiten nimmst du weder zum Anzünden noch zum Wiederanzünden, erlaubt sind nur Anzündhilfen nach EN 1860-3. Von Flüssiganzünder rät Weber ab. Wer ihn trotzdem nimmt, prüft vorher die Ascheauffangschale: Flüssigkeit kann durch die Lüftungsöffnungen im Kessel tropfen, sich in der Schale sammeln und beim Anzünden einen Brand auslösen, sie muss also vorher entfernt werden. Flüssiganzünder oder damit getränkte Kohle kommen nie auf warme oder heiße Kohle, die Flasche verschließt du sofort und stellst sie in sicherem Abstand zum Grill ab. In Betrieb geht der Grill nur, wenn alle Teile nach der Montageanleitung richtig angebracht sind, und nur mit montierter Ascheauffangschale; eine unsachgemäße Montage kann laut Weber gefährlich sein. Grillgut legst du erst auf, wenn der Brennstoff mit einer Ascheschicht bedeckt ist.
Während des Grillens
Beim Grillen und beim Reinigen ist der Grill heiß, du gehst mit großer Vorsicht vor und lässt ihn im Betrieb nie unbeaufsichtigt. Solange er in Betrieb ist, bewegst du ihn nicht. Kinder und Haustiere hältst du fern, Kleidung mit weiten Ärmeln trägst du beim Anzünden und Bedienen nicht. Ob Grillrost, Holzkohlerost, Asche, Kohle oder der Grill selbst heiß sind, prüfst du nie durch Anfassen. Hitzebeständige Grillhandschuhe mit einer Kontaktwärmebeständigkeit der Stufe 2 oder höher nach DIN EN 407 gehören an die Hände, wenn du grillst, die Lüftung verstellst, Kohle nachlegst, das Thermometer abliest oder den Deckel öffnest und schließt. Das Grillbesteck braucht lange, hitzebeständige Griffe. Wasser nimmst du nie, weder gegen Stichflammen noch zum Löschen der Kohle. Alufolie gehört nicht in den Kessel, weil sie die Luftzufuhr stört; Bratensaft beim indirekten Garen fängt eine Tropfschale auf. Außerdem warnt Weber, dass Alkohol sowie verschreibungspflichtige und frei verkäufliche Arzneimittel die Fähigkeit beeinträchtigen können, den Grill sicher aufzubauen und zu bedienen.
Löschen, Asche, Pflege
Zum Löschen schließt du Deckellüfter und Kessellüftung und danach den Deckel. Die Asche entfernst du erst, wenn die gesamte Kohle verbrannt und erloschen und der Grill abgekühlt ist, und entsorgen darfst du sie erst, wenn sie vollständig erloschen ist. Heiße Kohle landet nie dort, wo jemand darauftreten kann oder wo sie eine Brandgefahr darstellt. Den Grill verstaust du erst, wenn Asche und Kohle vollständig erloschen sind.
Für die Pflege hat das Handbuch auf Seite 14 vier Regeln. Vor jeder Benutzung holst du Asche und alte Kohle vom Kesselboden und aus der Ascheauffangschale, damit die Luft zirkulieren kann, und zwar erst, wenn nichts mehr glüht und der Grill vollständig abgekühlt ist. Lackartige Flocken an der Deckelinnenseite sind Kohlenstoff aus verdampftem Fett und Rauch; du löst sie mit einer Edelstahl-Grillbürste und wischst die Innenseite nach dem Grillen mit einem Küchentuch aus, solange sie warm, aber nicht mehr heiß ist. Steht der Grill in rauer Umgebung, reinigst du die Außenseite öfter, weil saurer Regen, Chemikalien und Salzwasser Rost auslösen können; Weber empfiehlt warmes Seifenwasser, danach abspülen und gründlich trocknen. Scharfkantige Gegenstände und scheuernde Reinigungsmittel kommen an keine Oberfläche des Grills.
Den Grillrost bürstest du nach dem Vorheizen ab, und Öl gehört ans Grillgut, nicht an den Rost. Grillbürsten prüfst du regelmäßig auf lose Borsten und Verschleiß und ersetzt sie, sobald lose Borsten auf dem Rost oder in der Bürste auftauchen. Weber empfiehlt, zu Beginn jeder Saison eine neue Bürste mit Edelstahlborsten anzuschaffen. Damit die Lüftungsöffnungen nicht verstopfen, entfernst du die Asche regelmäßig, und beim Grillen bleiben Deckellüfter und Kessellüftung offen.
Garantie und Zubehör
Webers Herstellergarantie ist laut Handbuch freiwillig und kostenlos, die zweijährige gesetzliche Gewährleistung in der EU bleibt davon unberührt. Die Produktseite staffelt sie nach Bauteilen: Kessel und Deckel 10 Jahre auf Durchrosten bzw. Durchbrennen, das One-Touch-Reinigungssystem 5 Jahre auf dasselbe, Kunststoffbauteile 5 Jahre, ausgenommen Ausbleichen und Verfärbungen, alle übrigen Teile 2 Jahre, gewöhnliche Abnutzung jeweils ausgenommen. Der Grillrost fällt damit unter die übrigen Teile, also 2 Jahre.
Sie gilt in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, nur für den Erstkäufer und ist nicht übertragbar, außer bei einem Geschenk oder einer Werbeaktion. Anerkannt werden wesentliche Mängel wie Durchrosten, Durchbrennen oder Schäden, die einen sicheren Gebrauch verhindern; Oberflächenrost, Dellen und Kratzer zählen zum normalen Verschleiß. Für die Emaille heißt das nach unserer Lesart: Abplatzen soll sie laut Handbuch niemals, ein Kratzer darin wäre aber Verschleiß und kein Garantiefall. Erlöschen kann die Garantie laut Handbuch bei Schäden durch Missbrauch, unsachgemäßen Gebrauch, Veränderung, Zweckentfremdung, mutwillige Beschädigung, Vernachlässigung, unsachgemäße Montage oder Installation und fehlende regelmäßige Wartung, durch Insekten und Nagetiere, durch salzhaltige Luft oder Chlorquellen wie Swimmingpools und Whirlpools, durch extreme Witterung wie Hagel, Wirbelstürme, Erdbeben, Tsunamis, Sturmfluten, Tornados oder schwere Stürme sowie durch Teile, die keine Weber-Originalteile sind. Wer an der Küste wohnt oder den Grill nahe einem Pool aufbewahrt, muss die Außenfläche regelmäßig reinigen und abspülen.
Im Garantiefall repariert oder ersetzt Weber das Teil nach eigener Wahl, und wo beides nicht möglich ist, darf Weber den Grill durch einen gleich- oder höherwertigen ersetzen. Fordert Weber Teile zur Untersuchung an, ist der Versand im Voraus zu bezahlen. Die Entschädigung reicht höchstens bis zum Kaufpreis, ersetzte Teile laufen nur mit der Restlaufzeit weiter, und spätere Designänderungen muss Weber an älteren Grills nicht nachrüsten.
Im Karton liegt kein GBS-Einsatz. Für das Mittelteil listet der Weber-Shop acht Artikel zwischen 29,99 Euro für einen Grillrostheber und 159,99 Euro für einen 2-in-1 Dutch Oven. Darunter sind ein glasierter Pizzastein aus der Reihe Weber Crafted für 69,99 Euro, ein Geflügelhalter für 79,99 Euro sowie Sear Grate und Plancha, einzeln für je 64,99 Euro oder zusammen für 84,99 Euro.
Auf der Produktseite des Grills stehen außerdem der Anzündkamin Rapidfire (7416) für 24,99 Euro, ein Anzünd-Set Rapidfire für 29,99 Euro, ein Holzkohleschieber (7649) für 23,99 Euro und Premium-Grillhandschuhe (6535) für 59,99 Euro. Ersatzteile suchst du dort über ein Schaubild; im Handbuch steht eine Explosionszeichnung mit 23 Positionen.
Bestellst du im Weber-Shop, ist der Versand laut Shop ab 49 Euro Bestellwert kostenlos, Retouren ebenfalls. Grill und Anzündkamin kosten dort zusammen 323,99 Euro. Laufend kommen Kohle und Anzündwürfel dazu.
Was kommt sonst infrage?
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm diesen, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Weber Master-Touch GBS E-5750 (dieser) | Rost aus beschichtetem Stahl mit GBS-Mittelteil, zwei Holzkohlehalter, Tuck-Away-Halter | ca. 329 € | 9,1 | dir ein beschichteter Rost reicht und du den Deckel seitlich einhängen willst |
| Weber Master-Touch GBS E-5755 | Grillrost aus Edelstahl, Maße und Grillfläche laut Weber gleich | ca. 379 € | 9,0 | du einen Edelstahlrost willst und der Abstand bei deinem Händler klein ist |
| Weber Original Kettle Premium 57 | Deckelhaken statt Tuck-Away-Halter, keine Holzkohlehalter in Webers Ausstattungsliste, 18 kg | ca. 249 € | 8,7 | du direkt bei Weber kaufst und dort 50 Euro sparen willst |
| Napoleon NK22K-LEG-2 | Rost aus verchromtem Stahl, Luftabweiser in der Kesselmitte, Kohlewannen nur als Option | ca. 373 € | 9,5 | du meist direkt grillst und keine Weber-Einsätze brauchst |
Preis und Wertung stammen aus den Datenblättern unserer Reviews. Die Preise sind Richtwerte und können vom aktuellen Angebot abweichen, die Wertung ist unsere redaktionelle Einschätzung auf Grundlage der Herstellerdaten. Im Weber-Shop sieht die Reihenfolge anders aus: Dort kosten Original Kettle Premium, E-5750 und E-5755 249, 299 und 349 Euro.
Beschichteter Stahl oder Edelstahl: Lohnt der E-5755?
Das Handbuch trennt die beiden beim Rostmaterial: beschichteter Stahl beim E-5750, Edelstahl beim SE E-5755. Unsere Einschätzung: Bei rund 50 Euro Aufpreis wie im Weber-Shop lohnt der Edelstahlrost, wenn der Grill viele Jahre draußen stehen soll. Ab etwa 95 Euro Abstand steckst du das Geld besser in Abdeckhaube und Anzündkamin.
Maße und Grillfläche geben die beiden Produktseiten gleich an. Im Weber-Shop kostet der E-5755 349 Euro, 50 Euro mehr als der E-5750. Bei Amazon boten am 06.10.2026 nur Marktplatz-Händler den E-5755 an, ab ca. 379 Euro, rund 51 Euro mehr als den E-5750 (ca. 329 Euro). Die Schwelle von 95 Euro ist die Summe aus Premium-Abdeckhaube (69,99 Euro) und Anzündkamin Rapidfire (24,99 Euro) im Weber-Shop.
Ein zweiter Punkt steht auf Webers Produktseiten. Die des E-5755 wirbt mit einer Einstellung zum Räuchern und Niedrigtemperaturgaren, die des E-5750 spricht nur von verstellbaren Lüftungsöffnungen an Kessel und Deckel. Weil das Handbuch die Räucher-Lüftungsöffnungen unter derselben Überschrift führt wie den Vorbehalt je nach Modell, würden wir damit rechnen, dass sie beim E-5750 fehlen können, und das vor dem Kauf beim Händler klären. Räuchern lässt sich nach Webers Anleitung über die halb geschlossenen Lüftungen trotzdem.
Was das Material bedeutet, lässt sich ohne Messung einordnen. Ein beschichteter Stahlrost ist gegen Rost geschützt, solange die Beschichtung hält; wird sie durch Kratzer oder Abnutzung verletzt, liegt darunter blanker Stahl. Edelstahl braucht keine Schutzschicht, weil das Material selbst korrosionsbeständig ist. So weit die allgemeine Werkstoffkunde, über die Haltbarkeit von Webers Beschichtung sagt sie nichts. Wie sich Gusseisen, Edelstahl und emaillierte Roste im Alltag unterscheiden, vergleicht der Grillrost-Guide.
Bei der Garantie hilft ein Blick ins Handbuch von 2018. Es führte, anders als die heutige Produktseite, eine eigene Zeile für Bauteile aus Edelstahl mit 5 Jahren auf Durchrosten bzw. Durchbrennen und zählte einen Mittelring zu Kessel und Deckel. Gälte diese Zeile noch, wäre der Edelstahlrost des E-5755 länger abgesichert als der beschichtete Rost des E-5750 mit 2 Jahren.
Wann der E-5750 passt und wann ein anderer
Holzkohle braucht Vorlauf. Zu den 10 bis 15 Minuten, die der Rost laut Handbuch vorheizt, kommt die Zeit, bis die Kohle durchgeglüht ist. Ob dir ein Gas- oder Elektrogrill besser passt, grenzt der Grill-Finder ein; nach unserer Einschätzung ist das der Fall, wenn du werktags nach Feierabend spontan grillen willst.
Den Original Kettle Premium 57 beschreibt Weber mit derselben Grillfläche, ebenfalls mit One-Touch-Reinigung und einem GBS-tauglichen Rost aus beschichtetem Stahl. Seinen Deckel hängst du mit einem Haken am Kessel ein statt in einen Tuck-Away-Halter, Holzkohlehalter stehen nicht in seiner Ausstattungsliste, und er wiegt 18 kg. In unserer Preisbox liegt er mit ca. 249 Euro rund 80 Euro unter dem E-5750, im Weber-Shop 50 Euro darunter. Er spart dir also in beiden Fällen Geld, und laut Weber wiegt er 3 kg weniger.
Der Napoleon NK22K-LEG-2 hat in unserem Vergleich die höchste Wertung aller Kugelgrills. Laut Napoleons Anleitung sitzt in seiner Kesselmitte ein Luftabweiser, der die Brennrate dort senkt und gleichmäßigere Temperaturen bringen soll; betreiben lässt sich der Grill mit oder ohne ihn. Zum indirekten Garen nimmst du den Abweiser heraus und legst die Kohle links und rechts in Holzkohlenwannen, die Napoleon nur als Option anbietet. Sein Rost ist aus verchromtem Stahl. In unserer Preisbox kostet er ca. 373 Euro, rund 44 Euro mehr als der E-5750 bei den Marktplatz-Händlern. Wer ohnehin selten indirekt gart, braucht die Wannen kaum, und dann spricht nach unserer Einschätzung mehr für ihn.
Dem Master-Touch Premium E-5770 legt Weber einen porzellanemaillierten Holzkohlering und eine Diffusor-Platte aus Edelstahl bei, sein Deckel hängt an einem Scharnier; im Weber-Shop kostet er 399 Euro, 100 Euro mehr als der E-5750. Nach unserer Einschätzung zahlt sich dieser Aufpreis aus, wenn Räuchern bei dir die Regel ist und nicht die Ausnahme.
Grillst du regelmäßig für mehr als 8 Personen, wäre die nächste Größe dran. In der FAQ seiner Master-Touch-Kategorie nennt Weber das 57-cm-Modell den Allrounder für die meisten Familien und empfiehlt die Version mit 67 cm für regelmäßige große Partys oder wenn große Braten und mehrere indirekte Zonen Platz brauchen. Im Weber-Shop steht sie mit 499 Euro, bestellbar ist sie dort aber nicht, es erscheint nur der Knopf „Informiere mich“.
Die falsche Wahl ist der E-5750, wenn du einen Grill für eine vermietete Ferienwohnung, ein Lokal oder den gemeinsamen Hof eines Mehrparteienhauses suchst und dabei auf die Herstellergarantie setzt. Sie gilt laut Handbuch nur für einzelne Privathaushalte, nicht bei gewerblicher oder kommunaler Nutzung und nicht in Mehrparteienhäusern; als Beispiele nennt Weber Restaurants, Hotels, Resorts und Mietobjekte.


