Auf dem Produktbild dieser Seite steht die Ladestation hochkant, ein schmaler Bambusblock mit einem Metallband am oberen Ende. In der Rinne an seiner Vorderseite liegt der silberne Fühler, daneben zeigt ein Smartphone die MEATER-App mit Innen-, Ziel- und Außentemperatur und einer Restzeit. Kabel sind keine zu sehen. So arbeitet das Set auch: Der Fühler steckt im Fleisch und funkt zur Ladestation, und die reicht die Werte per Bluetooth an dein Handy weiter.
Auf den Markt kam das Gerät als MEATER 2 Plus, inzwischen verkauft MEATER es als MEATER Pro. Amazon führt dieselbe ASIN unter dem Doppelnamen „MEATER Pro / 2 Plus“. Die Marke gehört der Apption Labs Limited, die sich in den Sicherheitshinweisen „A Traeger Company“ nennt; Importeur für Deutschland ist laut denselben Hinweisen die Apption Labs GmbH in München. Unser Richtwert liegt bei ca. 118 Euro. In unserer Kategorie Grillthermometer stehen neben ihm zehn weitere Geräte, drei davon vergleicht die Tabelle weiter unten direkt mit ihm.
Fühler und Ladestation
Der Fühler ist aus Edelstahl und trägt ein Band aus Zirkonia-Keramik. Über dieses Band läuft laut MEATER-Support das Funksignal. Das leuchtet ein, denn eine geschlossene Metallhülle würde es abschirmen. Im Support-Guide steht der Fühler mit 130 mm Länge, 5 mm Durchmesser und 14,5 g, auf der Produktseite wirbt MEATER damit, er sei 30 % dünner als die bisherigen MEATER-Fühler. In den Sicherheitshinweisen heißt er MT-PR20.
Die Ladestation (MT-CP20) ist aus Bambus, die Kontakte, an denen der Fühler lädt, sind aus Edelstahl. Das Metallband oben soll gegen Wasser schützen und das Einsetzen erleichtern. Hinten sitzen Magnete für Metallflächen und eine Gumminoppe gegen Verrutschen. Die Produktseite nennt 15,7 x 3,7 x 2,3 cm, der Support-Guide ein Gewicht von 10 Unzen, umgerechnet etwa 283 g. Strom liefert eine AAA-Batterie, und bei neuen Geräten steckt im Batteriefach ein Schutzstreifen, der vor dem Start heraus muss. Knöpfe gibt es keine. Den Batteriezustand meldet eine LED: Leuchtet sie beim Herausnehmen des Fühlers drei Sekunden grün, ist alles in Ordnung, bleibt sie dunkel, ist ein Wechsel fällig.
Im Karton liegen laut Support-Guide Ladestation, AAA-Alkalibatterie, Fühler, drei Flyer, eine Sicherheits- und Bedienungsanleitung mit QR-Code und eine Infografik; Geräte im Branding des MEATER 2 Plus bekommen zusätzlich ein Kalibrierzertifikat. Ein Ladekabel ist nicht dabei, die Station braucht keins. Im Amazon-Katalog trägt das Set die Modellnummer OSC-MT-MP201. Laut Anleitung entspricht das Produkt der Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU und den Anforderungen des deutschen Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuchs (LFGB) für den Kontakt mit Lebensmitteln.
Im Detail: warum fünf Kernsensoren
Die Kerntemperatur ist die Temperatur an der kältesten Stelle im Inneren, bei einem Steak in der Mitte der dicksten Stelle. Ein Thermometer mit einem einzigen Sensor misst nur dort, wo dieser Sensor sitzt, meist nahe der Spitze. Stichst du ein paar Millimeter daneben, liegt der Sensor in wärmerem Fleisch, die Anzeige ist zu hoch, und das Stück kommt zu früh vom Grill.
MEATER setzt fünf Kernsensoren in die ersten Zentimeter des Fühlers, zwischen Spitze und Sicherheitskerbe. Auf dem Hauptbildschirm zeigt die App immer den niedrigsten der fünf Werte, ein Tipp auf den Punkt für die Kerntemperatur blendet alle fünf ein. Einer der Sensoren liegt der kältesten Stelle am nächsten, und sein Wert ist der, auf den es ankommt.
Wie genau der Fühler misst, beantwortet MEATER in zwei Versionen. Die deutsche Produktseite sagt 0,3 °C. Ein englischer Support-Artikel nennt für die Pro-Fühler ±0,1 °C und setzt das mit ±0,1 °F gleich, was rechnerisch nicht aufgeht: Ein Zehntel Grad Fahrenheit sind etwa 0,06 °C. Angezeigt wird in Zehntelgrad. Unsere Einschätzung: Selbst die gröbere der beiden Angaben ist am Grill kein Engpass. Beim Ruhen steigt die Kerntemperatur um 2 bis 3 °C, bei großen Braten um bis zu 5 °C, wie unsere Kerntemperatur-Tabelle zeigt. Das ist ein Vielfaches der Messabweichung.
Der sechste Sensor misst die Umgebung. Laut Support liegt er auf ±5 °C genau, bezogen auf die Temperatur an seiner eigenen Position, und MEATER betont dort, dass er nicht dafür gebaut ist, die eingestellte Garraumtemperatur deines Grills zu messen oder zu bestätigen. Die App braucht ihn für die Garzeit-Schätzung, die ein Algorithmus aus Kern- und Umgebungswert rechnet. Sichtbar wird der Umgebungswert erst, wenn er 5 °C über dem Kernwert liegt. Für die Garraumtemperatur am Smoker bleibt nach unserer Einschätzung ein eigener Garraumfühler das Maß.
Die Grenzwerte nennen Produktseite und Anleitung übereinstimmend: 105 °C für den Kernsensor, 550 °C für den Umgebungssensor. Kommt ein Wert in die Nähe, warnt die App. Die MEATER-FAQ beschreibt außerdem einen optionalen Alarm bei 275 °C Umgebungstemperatur, eingeführt mit dem MEATER 2, gedacht als Warnung vor Stichflammen und Fettbrand und für jeden Garvorgang abschaltbar. Pro Fühler lassen sich bis zu vier Warnmeldungen anlegen, ausgelöst von Kerntemperatur, Umgebungstemperatur oder Zeit. Nach unten endet der Betrieb laut Support-Guide bei minus 10 °C.
Wie weit reicht das Signal vom Grill bis zum Handy?
Von der Ladestation zum Smartphone nennt MEATER bis zu 75 Meter, als Durchschnittswert im Freien ohne Hindernisse. Die erste Etappe ist kürzer: Der Fühler funkt höchstens 10 Meter weit, und zwar nur zur Ladestation. Direkt mit dem Handy verbindet er sich nie.
Für die Aufstellung heißt das: Die Station gehört so nah an den Grill, wie es sicher möglich ist, so steht es im Support-Artikel zur Reichweite. Betreiben lässt sie sich laut Support bis 60 °C, und wird sie zu heiß, schlägt die App Alarm. Was die Anleitung über heiße Oberflächen sagt, steht weiter unten bei den Warnhinweisen.
Der Support-Guide staffelt die Reichweite nach Gargerät. Drehspieß, Gasgrill, Ofen und Kamado erreichen den vollen Wert, Kugelgrill und Smoker bis 68 m. Gefunkt wird mit Bluetooth 5.2 im Modus Coded PHY, den MEATER „Long Range“ nennt. Was zwischen Station und Handy steht, kostet Reichweite: Wände, geschlossene Türen und Möbel, dazu andere Bluetooth- und WLAN-Geräte in der Nähe. Beim Grillen mit geschlossenem Deckel kommt ein Punkt hinzu: Der Metalldeckel eines Gas- oder Holzkohlegrills kann laut MEATER wie ein Faradayscher Käfig wirken.
WLAN hat die Station nicht. Unter den MEATER-Modellen haben das laut Support nur Block, Pro Duo und Pro XL. Mehr Reichweite im Haus holst du mit MEATER Link über dein WLAN, von unterwegs brauchst du MEATER Cloud; dann siehst du die Werte überall, wo dein Handy Internet hat. Beide Wege setzen ein zweites Android- oder iOS-Gerät voraus, das in Bluetooth-Reichweite der Station bleibt und im WLAN hängt. Ein altes Smartphone aus der Schublade taugt als Brücke, solange die App darauf noch läuft.
Bevor du zum ersten Mal grillst
Wer den Karton erst am Grillabend öffnet, fängt nicht sofort an. Der Fühler muss mindestens eine Viertelstunde in der Station laden, auch fabrikneu. Einen Schalter hat er nicht; sobald du ihn herausnimmst, baut er die Verbindung auf.
Ohne MEATER-Cloud-Konto lässt sich die App nicht nutzen, und vor dem ersten Garvorgang musst du drei Einweisungsvideos ansehen, jedes kürzer als 30 Sekunden. Die Produktseite verlangt iOS 15 oder Android 8 und neuer. Zur App gehört der Rezeptguide MEATER Master Class.
Im Fühler steckt ein Akku mit 2,4 V und 3 mAh, so die Anleitung, laden lässt er sich nur in der Station. Die Produktseite rechnet so: 5 Minuten Laden reichen für 2 Stunden Garzeit, 15 Minuten für bis zu 12 Stunden, 30 Minuten für 24 Stunden, und voll geladen hält der Fühler 24 Stunden und länger. Soll ein Stück länger als einen halben Tag im Smoker liegen, reicht die Viertelstunde nicht, dann lädst du vorher voll.
Was der Fühler aushält und was die Anleitung verlangt
Dreizehn Garmethoden listet die Produktseite: Pelletgrill, Kugelgrill, Gasgrill, Smoker, Kamado, Drehspieß, Induktion, Ofen, Griddle, Dampfgarer, Fritteuse, Heißluftfritteuse und Sous-vide. Für direkte Hitze ist laut Support das Edelstahlgehäuse des Umgebungssensors ausgelegt: Innerhalb der Grenzwerte gibt MEATER den Fühler für indirektes und direktes Garen frei, fürs Frittieren, fürs scharfe Anbraten und für offenes Feuer. Beim MEATER Plus sieht derselbe Artikel das anders: Dessen Alpha-Fühler hat ein Keramikende, das nur für indirekte Hitze gedacht ist.
Die deutsche Anleitung geht am Holzkohlegrill deutlich vorsichtiger vor. Ihr Ablauf hat zwölf Schritte:
- Den Fühler immer über die Sicherheitskerbe hinaus ins Lebensmittel einführen.
- Vor dem Garen prüfen, dass er korrekt eingeführt ist, fest sitzt und nicht locker ist.
- Nicht mit MEATER garen, wenn er sich nicht über die Kerbe hinaus einführen lässt.
- Nach dem Umgang mit rohem Fleisch immer die Hände waschen.
- Das Fleisch über indirekter Hitze auf den Grill legen.
- Den Fühler nicht entfernen, bevor das Fleisch vom Grill genommen ist.
- Immer eine Schutzbrille tragen, wenn du einen Fühler herausziehst, der höheren als den zulässigen Temperaturen ausgesetzt war oder heiße Kohlen oder direkte Flammen berührt hat.
- Das Fleisch vorsichtig vom Grill nehmen, wenn die App dazu auffordert.
- Sicherstellen, dass die Umgebungstemperatur auf ein sicheres Niveau gesunken ist, bevor der Fühler herauskommt.
- Lässt er sich schwer entfernen, am äußeren Ende ziehen und drehen, ihn aber nicht gegen das Fleisch biegen.
- Ist er draußen, das Fleisch bei direkter Hitze über der Glut anbraten.
- Danach servieren.
Support und Anleitung ziehen verschiedene Grenzen. Der Support beschreibt, was der Fühler aushält, die Anleitung, wie MEATER am Kohlegrill vorgehen würde. Wir würden uns an die Anleitung halten, weil der Fühler dann nie über offener Glut aus dem Fleisch gezogen wird. Der Ablauf ist das Rückwärtsgaren, das unser Ratgeber zu direkter und indirekter Hitze beschreibt.
Im Warnhinweis zur Verbrennungsgefahr schreibt die Anleitung, der Fühler könne explodieren und schwere Verletzungen oder Verbrennungen verursachen, wenn du diese Punkte missachtest:
- Einstechen immer bis hinter die Sicherheitskerbe, um Produktschäden und Verletzungen zu vermeiden.
- Die Ladestation nicht auf oder in die Nähe einer heißen Oberfläche legen.
- Den Fühler nicht herausziehen, solange er Hitze ausgesetzt ist. Einführen und entfernen nur fern von allen Wärmequellen.
- Fällt der Fühler ins Feuer oder in eine direkte Hitzequelle: Deckel des Grills oder Gargeräts schließen und das Gerät sofort ausschalten.
- Den Fühler vollständig abkühlen lassen, bevor du ihn herausnimmst.
- Keinen Kontakt mit heißer Holzkohle oder Kohlen zulassen.
- Der Fühler ist während und nach dem Gebrauch heiß, anfassen nur mit hitzebeständigen Handschuhen.
Ganz untertauchen dürfen laut einem eigenen Support-Artikel nur die Fühler der Pro-Serie, zu der dieser gehört, etwa in der Fritteuse oder im Sous-vide-Bad. Die Flüssigkeit kann den Umgebungswert allerdings verfälschen. MEATER rät für solche Fälle, in der App einen Custom Cook anzulegen statt eines geführten Programms, und die Ladestation möglichst nah heranzuholen. Beim Frittieren bleibt das Innere des Garguts laut Support meist im zulässigen Bereich, die Grenze des Kernsensors sollst du trotzdem im Blick behalten.
Laut Anleitung ist das Produkt nur für die Verwendung in Lebensmitteln vorgesehen und nur für den vorgesehenen Zweck zu benutzen. In der FAQ schreibt MEATER, der Fühler sei speziell für Fleisch entwickelt. Schäden durch zweckfremden Gebrauch können laut derselben FAQ die Garantie kosten, und für andere Lebensmittel sagt der Hersteller kein bestimmtes Ergebnis zu.
Pflege und Garantie
Rückstände vom Garen sind laut Support der häufigste Grund, wenn ein Fühler nicht lädt oder keine Verbindung findet. Der Support-Guide sieht vor, ihn vor und nach jeder Nutzung von Hand zu waschen, laut Reinigungsartikel mit heißem Seifenwasser und der rauen Seite eines Schwamms, danach abtrocknen. Sitzt etwas fest, darf es ein Scheuerschwamm sein oder eine Paste aus drei Teilen Natron und einem Teil Wasser oder weißem Essig. Das flache Ende putzt du mit, fertig bist du, wenn der Edelstahl komplett silbern ist. Die Kontaktstelle der Ladestation wischst du mit einem trockenen Tuch ab. Ist der Fühler ganz trocken, lädt er wieder 15 Minuten.
Unter Produktschäden führt die Anleitung acht Punkte auf. Zwei davon stehen fast gleichlautend schon in den Warnhinweisen oben: die Regel zur Sicherheitskerbe und das Verbot, die Ladestation auf eine heiße Oberfläche zu legen. Die übrigen sechs lauten: nicht in der Mikrowelle oder im Schnellkochtopf verwenden; den Fühler nicht auf harte Oberflächen fallen lassen; keine Reinigungsmittel mit Alkohol, Ammonium, Benzol oder Scheuermitteln verwenden, weil sie das Gerät beschädigen können; den Fühler nicht direkt nach dem Garen unter kaltes Wasser halten, sondern vor dem Waschen abkühlen lassen; die Grenzwerte beider Sensoren nicht überschreiten, weil höhere Temperaturen den Fühler beschädigen können; bei Nichtgebrauch trocken und kühl aufbewahren. Warum der Schnellkochtopf tabu ist, erklärt der Support: Der Druck kann Feuchtigkeit in den Fühler pressen, und eine solche Nutzung kann die Garantie beenden.
Die Anleitung schließt Reinigungsmittel mit Scheuermitteln aus, der Support empfiehlt für hartnäckige Reste Scheuerschwamm und Natron. Wie das zusammenpasst, erklärt MEATER nicht. Wir würden mit Seifenwasser anfangen und zur Natronpaste erst greifen, wenn die Kontakte anders nicht sauber werden.
Zwei weitere Warnungen der Anleitung stehen für sich. Das Ladegerät hältst du von Wasser und Flüssigkeiten fern, sonst droht ein Stromschlag, und der Fühler kommt erst komplett trocken zurück in die Station. Die Spitze gehört weg von Fingern und Körper, weil ein Kontakt verletzen kann, und der Fühler außer Reichweite von Kindern.
Laut MEATER-Garantieseite läuft die Garantie in der EU zwei Jahre und deckt Defekte an Teilen, Material und Verarbeitung, vorausgesetzt, du hast bei Apption Labs oder einem zugelassenen Händler gekauft. Einschicken darfst du nur auf Aufforderung, ohne vorher erteilte RMA-Nummer bearbeitet MEATER keine Sendung. Dieselbe Seite nennt fünf Fälle, in denen die Garantie erlischt: Die Sicherheitsanweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung wurden nicht befolgt, du oder das Kochgerät haben versehentlich einen Schaden verursacht, das Gerät wurde kommerziell genutzt, es wurde manipuliert, oder es wurde in ein Land gebracht, in dem MEATER nicht zum Verkauf zertifiziert ist. Die Versandkosten für Garantieteile oder Garantieprodukte umfasst die Garantie laut Anleitung nicht.
Davon getrennt ist die Rückgabe. Die 30-Tage-Rückgabe gegen Erstattung gewährt MEATER nur für Käufe im eigenen Onlineshop. Käufe bei Händlern oder Drittanbietern, also auch bei Amazon, nimmt MEATER selbst nicht zurück. Rückgabe und Widerruf laufen dann über den Händler, bei dem du gekauft hast.
Einzelne Fühler verkauft MEATER derzeit nicht im Webshop. Verlierst du einen oder ist die Garantie abgelaufen, bekommst du Ersatz über den Support, im Garantiefall unter Umständen kostenlos. Altgerät und Batterien gehören laut Anleitung nicht in den Hausmüll.
Was MEATER offenlässt
Am meisten fehlt eine Zahl, die beim Einstechen zählt: wo die Sicherheitskerbe sitzt, also wie tief der Fühler mindestens im Fleisch stecken muss. Bei einem dünnen Schnitzel ist das die erste Frage, und keine unserer Quellen beantwortet sie in Millimetern. Ebenso offen sind der Preis eines Ersatzfühlers, die Zahl der Ladezyklen, die der Akku im Fühler verträgt, und eine Schutzart nach IP-Code; MEATER schreibt nur wasserdicht, ohne Tauchtiefe oder Tauchdauer. Welche Händler als zugelassen gelten, geht aus den Garantieunterlagen nicht hervor.
Beim Kauf weniger wichtig, aber ebenfalls unbelegt: das Erscheinungsjahr des MEATER 2 Plus, der Fertigungsort, die Reaktionszeit, das Intervall, in dem der Fühler misst und sendet, und der untere Messbereich der Kernsensoren. Offen bleibt auch, was in den drei Flyern und der Infografik aus dem Karton steht.
Einige Angaben widersprechen sich. Die Fühlerlänge steht im Amazon-Katalog mit 4,41 Zoll, rund 112 mm, also kürzer als beim Hersteller; wir halten uns an MEATER. Auch die Maße der Ladestation weichen zwischen Produktseite und Support-Guide ab, der Guide nennt 158 x 38 mm. Beim Betriebssystem schreibt der Support-Guide iOS 14, die Produktseite iOS 15. Läuft dein iPhone noch mit iOS 14, schau vor dem Kauf im App Store nach, ob sich die MEATER-App installieren lässt. Und der Garantietext in der Anleitung dieses Geräts spricht wörtlich vom MEATER Plus-Produkt.
Korrekturhinweis: Eine frühere Fassung dieser Seite gab die Messgenauigkeit mit ±0,05 °C an. Diese Zahl steht in keiner MEATER-Quelle, die wir gefunden haben; die beiden Herstellerwerte stehen oben im Abschnitt zu den Kernsensoren.
Drei Alternativen aus unserem Katalog
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm diesen, wenn |
|---|---|---|---|---|
| MEATER 2 Plus (dieser) | Umgebungssensor bis 550 °C, fünf Kernsensoren, ein Fühler | ca. 118 € | 9,5 | du den Fühler auch in Fett, im Wasserbad oder über Glut stecken lassen willst |
| MEATER Plus | Alpha-Fühler mit Keramikende bis 275 °C, laut MEATER nur für indirekte Hitze | ca. 75 € | 8,9 | du fast nur indirekt garst und den Fühler vor dem Anbraten ohnehin herausziehst |
| ThermoPro TempSpike (TP960) | ein Kernsensor mit ±1,0 °C, Umgebung bis 300 °C | ca. 57 € | 8,9 | du kabellos messen willst und dir ein Grad Genauigkeit reicht |
| MEATER Block | vier Alpha-Fühler an einer Station mit WLAN und Display | ca. 229 € | 9,1 | du oft mehrere Stücke gleichzeitig garst und Fernzugriff ohne zweites Handy willst |
Die Preise sind Richtwerte aus unseren Datenblättern, was die Preisbox beim Shop anzeigt, kann davon abweichen. Die Wertung ist unsere redaktionelle Einschätzung aus dem Datenvergleich. Welches der vier Geräte im Fleisch näher an der wahren Temperatur liegt, beantwortet die Tabelle nicht, dafür müssten alle vier im selben Stück stecken.
Wann der MEATER 2 Plus passt und wann nicht
Zuerst die Frage, wie viele Stücke gleichzeitig auf dem Rost liegen, denn ein Set hat einen Fühler. Für zwei Stücke verkauft MEATER den Pro Duo mit zwei Fühlern und WLAN, bei dem jeder Fühler seinen eigenen Gargrad bekommt. Vier Fühler an einer Station hat der MEATER Block, der in unserer Tabelle 111 Euro mehr kostet. Laut Support stecken darin allerdings Alpha-Fühler, also die Bauart des MEATER Plus aus der Tabelle. Im deutschen MEATER-Shop war der Block am 24.09.2026 nicht gelistet.
Dann die Art, wie du grillst. Die 43 Euro, die der 2 Plus nach unseren Richtwerten mehr kostet als der MEATER Plus, zahlst du für die Freigaben aus dem Abschnitt dazu, was der Fühler aushält. Unter den vier Geräten der Tabelle haben wir sie nur für ihn vollständig gefunden. Grillst du fast nur indirekt, zahlst du diesen Aufpreis für Einsätze, die du nicht brauchst.
Beim Budget liegt der ThermoPro TempSpike nach unseren Richtwerten 61 Euro unter dem 2 Plus. ThermoPro gibt für ihn einen Kernbereich von minus 10 bis 100 °C an und die Schutzart IP67 für den Fühler. Seine Bluetooth-Reichweite beziffert ThermoPro mit 500 ft, rund 152 m. Mit der Zahl von MEATER lässt sich das nur bedingt vergleichen: MEATER meint einen Durchschnitt im Freien ohne Hindernisse, ThermoPro sagt nicht, unter welchen Bedingungen der Wert entstand, und weist wie MEATER darauf hin, dass Wände und Grilldeckel die Reichweite verringern.
Die falsche Wahl ist der 2 Plus für alle, die ohne Smartphone messen wollen. Die Ladestation hat kein Display, nur die Status-LED, und einen Betrieb ohne Handy beschreibt MEATERs Support-Artikel zum Standalone-Modus nur für Block und Pro XL.



