MEATER Block
MEATER · Kabelloses Kernthermometer

MEATER Block

★★★★★4.5 · Redaktionswertung4 Fühler, WLAN-Station mit Display, Umgebung bis 275 °C
✓ Redaktionell geprüftBewertet von Seydhan Cakmak (Gründer & Chef-Redakteur) · 29.6.2026

Der Block lohnt sich ab zwei Stücken gleichzeitig, wenn du nur indirekt bis 275 °C garst und dein Router im 2,4-GHz-Band funkt. Für ein einzelnes Stück reicht der MEATER Plus mit demselben Fühlertyp, nach unseren Richtwerten für rund ein Drittel des Preises; mehr Hitze am Fühler vertragen erst Pro-Fühler wie der des MEATER 2 Plus.

4 kabellose, nummerierte Fühler aus Edelstahl und KeramikWLAN-Hub mit eigenem Display statt reinem LadehubStandalone-Modus: Garen ohne Smartphone über Display und TouchfeldFernzugriff über WLAN und MEATER Cloud, unterwegs auch per mobilen Daten
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Kurz & knapp9.1/10

Der MEATER Block ist ein Set aus vier kabellosen, nummerierten Fühlern und einer Ladestation aus Bambus mit WLAN und eigenem Display, an der du auch ohne Smartphone garen kannst. Die Fühler gehören zu MEATERs Alpha Collection, wie beim MEATER Plus, laufen aber nur an dieser Station. Unsere Preisbox nennt bei Amazon ca. 229 Euro.

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Vier Fühler ohne Kabel und eine Station, die sie lädt, ihre Werte empfängt und per WLAN weitergibt: Das ist der MEATER Block. Auf dem Produktbild stecken die Fühler senkrecht in vier Schlitzen eines Bambusblocks, die Spitzen oben, die schwarzen Enden unten. Rechts daneben sitzt auf einer schwarzen Fläche das Display mit einer Handvoll Bediensymbolen.

Amazon führt die ASIN B07TJ95CBM als „MEATER Block“ mit der Modellnummer OSC-MT-MB01, Hersteller Apption Labs. Die Marke gehört laut den Sicherheitshinweisen der Apption Labs Limited, die sich „A Traeger Company“ nennt; nach Deutschland importiert die Apption Labs GmbH in München. In unserer Preisbox steht der Block mit ca. 229 Euro bei Amazon. Ein Datum können wir diesem Wert nicht zuordnen, denn beim Katalogabruf am 24.09.2026 kam von Amazon für den Block kein Preis zurück. Welche Thermometer wir sonst vergleichen, zeigt die Kategorie Grillthermometer.

Korrekturhinweis: Eine frühere Fassung dieser Seite nannte eine Messgenauigkeit von ±0,05 °C, eine Hitzebeständigkeit bis 500 °C „direkt am Grill“, eine AAA-Batterie in jedem Fühler und bis zu 100 m Reichweite über den Hub. Für den Block nennt MEATER andere Werte, sie stehen in den Abschnitten unten.

Vier Fühler, eine Station aus Bambus

Im Karton liegen laut MEATER vier nummerierte Fühler, die WLAN-fähige Ladestation mit eingebautem OLED-Display und vier AA-Batterien. Ein Micro-USB-Kabel gehört nicht dazu, einzeln verkauft MEATER es auch nicht. Passend ist jedes Micro-USB-Kabel mit 5 V.

Jeder Fühler ist 130 mm lang und 6 mm breit, wiegt 10,6 g und besteht aus lebensmittelechtem Edelstahl und hitzebeständiger Keramik. Das hintere Ende ist eckig und schwarz, es bleibt beim Garen außerhalb des Fleischs. Ins flache Ende ist eine Nummer graviert, die auch in der App erscheint. Liegen zwei gleich große Nackenstücke auf dem Rost, ordnest du so jeden Wert dem richtigen Stück zu. Im Fühler steckt laut Anleitung ein Akku mit 2,4 V und 3 mAh, geladen wird er nur in der Station.

Die Station ist aus Bambus und misst 158 mm in der Höhe, 132 mm in der Breite und 38 mm in der Tiefe. Das Gewicht steht im Support-Guide mit 3 lb, das sind etwa 1,36 kg. Zur Station gehört ein Aufsteller, den die MEATER-Fehlerhilfe bei Sturzschäden erwähnt: Fehlt er oder ist er eingedellt, gilt das dort als Hinweis auf einen Aufprall. Bedient wird die Station über das OLED-Display und ein kapazitives Touchfeld. Das Display meldet den Batteriestand der Station, ob die Fühler verbunden sind und ob WLAN und MEATER Cloud stehen; im Menü stellst du Celsius oder Fahrenheit ein und findest die Firmwareversion.

Einen eingebauten Akku hat die Station nicht. Strom kommt aus den vier Batterien oder über Micro-USB. Steckt ein Kabel, versorgt es die Station anstelle der Batterien; aufladen kann es sie nicht. MEATER rät trotzdem, die Batterien immer eingelegt zu lassen. Laut Anleitung erfüllt der Block die Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU und, für den Kontakt mit Lebensmitteln, die Anforderungen des LFGB.

Im Detail: ein Kernsensor, zwei Funkstrecken

Die Kerntemperatur ist die Temperatur an der kältesten Stelle eines Stücks, meist in der Mitte seines dicksten Teils und abseits vom Knochen. Ein Fühler mit nur einem Kernsensor misst genau dort, wo dieser Sensor sitzt.

Beim Block ist das so. Seine Fühler gehören zu dem, was MEATER die Alpha Collection nennt, derselben Bauart wie beim Original-MEATER und beim MEATER Plus, und ihr Kernsensor liegt laut Support etwa 2 cm hinter der Spitze. Nach unserer Einschätzung folgt daraus eine Einstichregel: In die Mitte des Stücks gehört dieser Punkt, nicht die Spitze. Steckt nur die Spitze in der Mitte, liegt der Sensor zwei Zentimeter weiter außen in wärmerem Fleisch, die Anzeige ist zu hoch, und das Stück kommt zu früh vom Grill. Der MEATER 2 Plus hat laut MEATER fünf Kernsensoren, bei ihm hängt weniger an einem einzelnen Messpunkt.

Die Genauigkeit des Kernsensors beziffert MEATER mit ±0,5 °C. Kalibriert werden die Fühler ab Werk, und nachkalibrieren musst du sie nicht. Beim Ruhen gart ein Stück ohnehin nach, unsere Kerntemperatur-Tabelle rechnet mit 2 bis 3 °C, bei großen Braten mit bis zu 5 °C. Gegen diese Spanne fällt ein halbes Grad kaum ins Gewicht.

Im schwarzen Ende sitzt der zweite Sensor, er misst die Temperatur rund um das Stück. Aus beiden Werten schätzt ein Algorithmus in der App, wie lange das Fleisch noch garen und danach ruhen soll. Neben den geführten Garprogrammen legst du eigene Alarme an, ausgelöst von einer Temperatur, einer Zeit oder beidem. Die Grenzwerte liegen bei 100 °C für den Kernsensor und 275 °C für den Umgebungssensor, und nähert sich ein Wert, warnt die App. Pulled Pork bleibt mit 88 bis 95 °C laut unserer Tabelle unter der Kerngrenze, allerdings mit wenig Luft. Nach unten endet der Betrieb bei minus 10 °C.

Gefunkt wird in zwei Etappen. Die Fühler senden per Bluetooth LE 4.0 an die Station, und die Station reicht die Werte über WLAN an Smartphone oder Tablet weiter. Für die erste Etappe nennt der Support-Guide bis zu 10 m, im Freien ebenso wie am Gasgrill und im Kamado. Im Kugelgrill, im Smoker und im Pelletgrill sind es bis zu 3 m, von der Station zum Handy im Freien bei Sichtverbindung bis zu 50 m. Hängt die Station im WLAN, reicht die Verbindung so weit wie dein Netz, und mit angemeldetem MEATER-Cloud-Konto siehst du die Werte auch unterwegs über mobile Daten. Bei starker Verbindung sei die Reichweite im WLAN-Modus unbegrenzt. Garantiert ist keine der Meterangaben, MEATER bezeichnet sie ausdrücklich als Höchstwerte.

Die Fühler können sich auch ohne Station direkt per Bluetooth mit dem Handy verbinden, dann aber mit deutlich geringerer Reichweite. Die Station gehört deshalb dicht an den Grill, laut Support so nah, wie es sicher möglich ist. Am Kugelgrill heißt das: Ins Haus kommt nur das Handy, das die Werte über das WLAN bekommt, die Station bleibt draußen. Wo genau sie stehen darf, regeln Anleitung und Support-Guide, mehr dazu bei den Warnhinweisen.

Ist der MEATER Block dasselbe wie der MEATER Pro XL?

Nein. Beide haben vier nummerierte Fühler und eine Station mit WLAN und OLED-Display, doch der Pro XL hat Fühler der Pro-Serie, deren Kernsensor laut MEATER bis 105 °C und deren Umgebungssensor bis 550 °C ausgelegt ist. Seine Station hat einen eingebauten Lithium-Akku, ein USB-C-Kabel liegt bei.

Dass die ASIN dieser Seite zum Block gehört, lässt sich belegen. Die Modellnummer OSC-MT-MB01 aus dem Amazon-Katalog ist im US-Shop von MEATER die Artikelnummer des Blocks, dort am 25.09.2026 mit dem Vermerk „Low stock“. Der Pro XL hat im selben Shop die Artikelnummer OSC-MT-MX201.

Im deutschen MEATER-Shop taucht der Block dagegen gar nicht auf. Am 25.09.2026 standen dort MEATER SE, Plus, Pro, Pro Duo und Pro XL, die Produktseite des Blocks antwortete mit dem Fehler 404.

Auch beim Laden und Spülen liegen Block und Pro XL auseinander. Pro-XL-Fühler laden laut Support-Guide in 15 Minuten und sind nach 30 Minuten voll, und sie dürfen in den oberen Korb der Spülmaschine. Wie lange die Block-Fühler laden und was MEATER zu ihrer Reinigung sagt, steht in den nächsten Abschnitten. Gemeinsam haben beide Modelle den Standalone-Modus, den MEATER nur für diese zwei beschreibt.

Vor dem ersten Garen: Laden, Konto, Standalone

Aus dem Karton direkt an den Grill geht es nicht. Zuerst ziehst du eine weiße Lasche aus dem Batteriefach, die beim Transport den Kontakt zu den Federn unterbricht. Dann soll der Block laut MEATER mindestens 8 Stunden laden, bevor du ihn koppelst, und zwar bei ausgeschalteter Station; die deutsche Anleitung zeigt dafür ein Uhrsymbol mit einer 8. Das bleibt auch später so: Die Fühler laden nur, solange die Station aus ist. Packst du mittags aus, ist der Block frühestens am Abend bereit.

Beim Einrichten muss das Smartphone in einem stabilen 2,4-GHz-WLAN hängen. Die App lässt dich eine Sicherheitsvereinbarung bestätigen und zeigt dann Infoseiten zu den Temperatursensoren, zur Batterielasche und zum Laden. Ein eigener Schritt sind vier Einführungsvideos von jeweils unter 30 Sekunden: Überspringen lassen sie sich, vor dem ersten Garvorgang musst du aber alle vier gesehen haben. Durch das Garen führt die App laut Amazon-Beschreibung auf Deutsch. Updates für die Firmware holt sie, wenn die Station im WLAN-Modus läuft, und das Display zeigt dabei einen Fortschrittsbalken.

Voll geladen hält ein Fühler laut Support-Guide 24 Stunden Garzeit durch. Zwischen zwei Einsätzen darf er in der Station stecken bleiben, überladen wird er nicht. Eine Ladeleuchte gibt es nicht, am Fühler und an der Station erkennst du also nicht, ob er gerade lädt. Eingesetzt wird er mit der Spitze nach oben und dem flachen Ende am Kontakt, so wie auf dem Produktbild. Wie voll Station und Fühler sind, zeigt die App unter „My Devices“. Ohne laufenden Garvorgang schaltet sich die Station nach 15 Minuten ab, während eines Garvorgangs bleibt sie bis zum Ende an.

Ein Pulled Pork, das zwölf Stunden im Smoker liegt, schafft ein Fühler mit einer Ladung, die Station dagegen funkt in dieser Zeit ununterbrochen im WLAN. Für solche langen Garvorgänge sieht MEATER den Micro-USB-Anschluss vor.

Das Display hat noch einen zweiten Zweck, den Standalone-Modus. Du wählst an der Station Fleischsorte und Zuschnitt oder einen Custom Cook, stellst Garstufe oder Zieltemperatur ein und verfolgst den Fortschritt als Balken. Ist die Zieltemperatur erreicht, gibt die Station nach MEATERs Beschreibung einen lauten Piepton ab und zeigt für jeden aktiven Fühler „Remove from Heat“. Danach zählt ein Countdown die Ruhezeit herunter, am Ende steht „Ready!“ neben der Spitzentemperatur.

Die App erfährt in diesem Modus vom Garvorgang nichts, Verlauf und Diagramm bleiben leer. Außerdem endet die Reichweite an der Bluetooth-Strecke zwischen Fühler und Station, WLAN oder MEATER Link verlängern sie nicht.

Was die Anleitung am Grill verlangt

Für die Alpha-Fühler zieht MEATER eine klare Grenze. Ihr Keramikende ist laut Support für indirektes Garen innerhalb der Grenzwerte gebaut, und wer mit steckendem Fühler anbrät, kann den Umgebungssensor beschädigen. MEATER rät deshalb zum Rückwärtsgaren: mit Fühler indirekt garen, ohne Fühler scharf anbraten. Wie du dafür zwei Zonen einrichtest, erklärt unser Ratgeber zu direkter und indirekter Hitze.

Für den Holzkohlegrill gibt die deutsche Anleitung diesen Ablauf vor:

  1. Einstechen. Den Fühler stets bis über die Sicherheitskerbe einführen und vor dem Garen prüfen, dass er fest sitzt und nicht locker ist. Lässt er sich nicht über die Kerbe hinaus einführen, nicht mit dem MEATER garen. Nach dem Umgang mit rohem Fleisch immer die Hände waschen.
  2. Indirekt garen. Das Fleisch über indirekter Hitze platzieren, nie direkt über den Kohlen. Den Fühler erst herausziehen, wenn das Fleisch vom Grill genommen ist. Immer eine Schutzbrille tragen, wenn ein Fühler herauskommt, der höheren als den zulässigen Temperaturen ausgesetzt war oder heiße Kohlen oder offenes Feuer berührt hat.
  3. Vom Grill nehmen. Vorsichtig, sobald die App dazu auffordert.
  4. Fühler entfernen. Erst, wenn die Umgebungstemperatur ein sicheres Niveau erreicht hat. Sitzt er fest, am Ende des Umgebungssensors drehen und ziehen. „Biegen Sie die Sonde NICHT so, dass es mit Fleisch in Kontakt kommt“, heißt es weiter.
  5. Anbraten. Erst wenn der Fühler draußen ist, dann über direkter Hitze auf der anderen Seite, also über den Kohlen.
  6. Servieren.

Unter Verbrennungsgefahr warnt die Anleitung, der Fühler könne explodieren und schwere Verletzungen oder Verbrennungen verursachen, wenn du ihre Hinweise missachtest. Sicherheitskerbe, Schutzbrille, Anbraten erst ohne Fühler und der Abstand zu den Kohlen gehören dazu, sie stehen schon im Ablauf oben; die Regeln zur Station folgen im nächsten Absatz. Außerdem verlangt sie:

  • Den Fühler nicht verwenden, wenn bei mehr als 275 °C, über heißen Kohlen oder über offenem Feuer gegart wird.
  • Den Fühler nicht herausziehen, solange er Hitze ausgesetzt ist; einführen und entfernen nur fern von allen Wärmequellen.
  • Fällt er ins Feuer oder in eine direkte Wärmequelle: Gargerät ausschalten, sofort den Deckel schließen und den Fühler vollständig abkühlen lassen, bevor du ihn herausnimmst.
  • Er ist während und nach dem Gebrauch heiß, anfassen also nur mit hitzebeständigen Handschuhen.

Die Station soll nah an den Grill, darf aber selbst nicht heiß werden. Für sie gelten diese Regeln aus dem Support-Guide und der Anleitung (dort unter Verbrennungsgefahr, Stromschlaggefahr und Produktschäden): nicht über 60 °C, darüber kann sie Schaden nehmen; nicht auf den Grilldeckel und weder auf noch neben heiße Flächen, denn der Block ist nicht feuerfest, MEATERs Beispiel ist die Seite eines Grills, der gerade in Betrieb ist; kein Wasser, keine anderen Flüssigkeiten und keine Feuchtigkeit, also auch nicht in die Spüle, und bei schlechtem Wetter abdecken; nicht auf harte Flächen fallen lassen; trocken und kühl lagern, vor direkter Sonne geschützt, und nicht aufhängen. Ein Fühler kommt erst vollständig trocken zurück in die Station. Zusammen mit der kurzen Funkstrecke im Kugelgrill ergibt das nach unserer Einschätzung einen Platz auf einem Tisch oder Hocker neben dem Grill, im Schatten und außerhalb der Abwärme, statt einer Ablage am Grill selbst.

Reinigung, Batterien und Garantie

Kochrückstände sind laut MEATER der häufigste Grund, wenn ein Fühler nicht lädt oder keine Verbindung bekommt, auch ein Fettfilm, der mit bloßem Auge nicht zu sehen ist. Deshalb reinigst du jeden Fühler nach jedem Einsatz: heißes Spülwasser, die raue Seite eines Schwamms, danach abtrocknen. Unter fließendes Wasser dürfen die Alpha-Fühler. Reicht das nicht, empfiehlt der Support einen Scheuerschwamm oder eine Paste aus drei Teilen Natron und einem Teil Wasser oder weißem Essig, vor allem für das flache Ende. Sauber ist der Edelstahl, wenn er komplett silbern ist. Die Kontakte der Station wischst du trocken ab, die Fühler lässt du vollständig trocknen, und danach sollen sie so lange laden wie vor der Einrichtung.

Unter Produktschäden kommen für den Fühler Regeln dazu, die oben noch nicht stehen: nicht in der Mikrowelle oder im Schnellkochtopf verwenden; nicht auf harte Oberflächen fallen lassen; keine Reinigungsmittel mit Alkohol, Ammonium, Benzol oder Scheuermitteln benutzen, weil sie das Gerät beschädigen können; nicht über längere Zeit unter Wasser tauchen; nicht direkt nach dem Garen unter kaltes Wasser halten, sondern vor dem Abwaschen abkühlen lassen; bei Nichtgebrauch trocken und kühl aufbewahren. Die übrigen Punkte dieser Liste, also Sicherheitskerbe, Station und die beiden Grenzwerte der Sensoren, stehen oben. Am letzten Punkt hängt der Satz, das Produkt sei nur für Lebensmittel und nur für den vorgesehenen Zweck bestimmt.

Von den acht Punkten der Fühler-Pflegeliste im Support-Guide stehen sechs schon oben, bis hin zu dem, dass der Fühler nach dem Garen sehr heiß sein kann und nicht mit bloßen Händen angefasst wird. Neu sind zwei. Beim Herausziehen sollst du sanft in Einstichrichtung ziehen und drehen, ohne Druck nach links, rechts, oben oder unten auf den Keramikgriff, sonst nimmt der Fühler Schaden. Die andere steht in der Liste ganz oben: Die Block-Fühler seien „not designed to be dishwasher-safe“.

Genau dort widerspricht sich MEATER. Ein eigener Support-Artikel stuft die Alpha-Fühler als wassergeschützt, aber nicht wasserdicht ein, erwartet von der Spülmaschine keine Probleme mit Haltbarkeit oder Sicherheit und rät trotzdem zur Handwäsche. In der Amazon-Beschreibung heißen die Fühler schlicht spülmaschinengeeignet. Wir würden von Hand spülen, denn dagegen spricht keine der drei Quellen. Wassergeschützt ist ohnehin nur der Fühler, die Station gar nicht. Offen bleibt, wie Scheuerschwamm und Natron zum Scheuermittelverbot der Anleitung passen. Unser Vorschlag: die Paste nur am flachen Ende einsetzen, wo Rückstände das Laden stören, und an der Station beim trockenen Tuch bleiben.

Die mitgelieferten Batterien kommen laut MEATER von Toshiba und sollen ab dem Ziehen der Schutzlasche etwa ein Jahr halten. Ein anderer Support-Artikel erwartet beim Block wegen des WLAN einen schnelleren Verbrauch; den Widerspruch findest du unten bei den offenen Punkten. Bei langer Lagerung können Batterien in der Station auslaufen; Schäden durch die Toshiba-Originalbatterien deckt die Garantie, solange sie läuft. Leere Batterien gehören laut Anleitung nicht in den Hausmüll, sondern zu einer Sammelstelle oder in den Handel. Laufende Kosten entstehen damit vor allem durch AA-Batterien.

Die Garantie läuft laut Anleitung zwei Jahre, wenn der Block in der EU, in Großbritannien, Kanada, Australien oder Neuseeland gekauft wurde, in den USA und allen anderen Ländern ein Jahr. Versandkosten für Garantieteile übernimmt sie nicht, für Neben- oder Folgeschäden haftet Apption Labs nicht, und für einen Anspruch kann das Unternehmen einen Kaufbeleg verlangen. Erlöschen soll die Garantie bei Zusammenbau oder Betrieb entgegen der Gebrauchsanweisung, bei Weiterverkauf oder Weitergabe an einen anderen Besitzer, bei inkompatiblen Komponenten oder inkompatiblem Zubehör, beim Einsatz im Gewerbe oder in der Gastronomie und bei Missbrauch oder fehlender Wartung. Vorrang vor alldem gibt die Anleitung selbst den Online-Richtlinien. Auf der deutschen Garantieseite von MEATER steht eine andere Liste: Die Garantie erlischt, wenn die Sicherheitsanweisungen missachtet wurden, bei versehentlichem Schaden durch dich oder das Gargerät, bei kommerzieller Nutzung, nach einer Manipulation oder wenn das Gerät in ein Land ohne Zertifizierung gebracht wurde. Einschicken geht dort nur mit RMA-Nummer, Ersatz gibt es erst nach der Rücksendung, und die 30-Tage-Rückgabe gilt nur für Käufe im MEATER-Onlineshop, also für Händler wie Amazon nicht.

Was MEATER offenlässt

Die Lücke mit den meisten Folgen betrifft das Einstechen. Wo genau die Sicherheitskerbe sitzt, wie tief ein Fühler also mindestens im Fleisch stecken muss, steht in keiner unserer Quellen in Millimetern. Bei einem flachen Stück entscheidet genau das, ob der Block überhaupt passt.

Ebenso offen sind die Schutzart nach IP-Code (MEATER schreibt nur „water-resistant“), Reaktionszeit und Messintervall der Fühler, Größe und Auflösung des Displays, die Lautstärke des Alarms, die Zahl der Ladezyklen des Fühlerakkus, der Fertigungsort, eine Laufzeit der Batterien im WLAN-Betrieb in Stunden und der Inhalt der „50+ Rezepte“ aus dem Amazon-Titel. Ob die Station WPA3 oder Firmennetze beherrscht, ist ungeklärt, ebenso ein deutscher Herstellerpreis. Ob MEATER den Block eingestellt hat oder hierzulande bloß nicht anbietet, geht aus den Quellen nicht hervor, und auch das Jahr der Markteinführung bleibt unbelegt. Belegt sind nur das Anlagedatum im US-Shop, der 29.08.2019, und ein Erscheinungsdatum bei Amazon, der 01.01.2020.

Mehrere Angaben widersprechen sich. Das Datenblatt im Support-Guide setzt für die Fühler 4 Stunden bei der ersten Ladung und 2 Stunden danach an; mehrere Support-Artikel und die Grafik der Anleitung verlangen die längere Ladezeit aus dem Abschnitt zur Einrichtung. Laut Datenblatt reichen die Batterien der Station für 100 Ladungen oder etwa ein Jahr, ein anderer Artikel hält dagegen, sie seien wegen des WLAN deutlich schneller leer als die AAA-Batterie der Einzelfühler-Stationen, die bis zu einem Jahr durchhält. Amazon führt den Artikel, dessen Maße denen der Station entsprechen, mit 2,56 Pfund, rund 1,16 kg, also leichter als MEATERs 3 lb. Die deutsche Anleitung spricht beim Ladegerät von einer Batterie, die englische von vier, passend zum Lieferumfang. Und der Garantietext der Block-Anleitung redet wörtlich vom „MEATER Plus-Produkt“.

Was kommt statt des Blocks infrage?

Modell Der Unterschied Preis Unsere Wertung Nimm diesen, wenn
MEATER Block (dieser) vier nummerierte Alpha-Fühler an einer Station mit WLAN und Display ca. 229 € 9,1 du zwei bis vier Stücke zugleich misst und die Werte am Grill ohne Handy ablesen willst
MEATER 2 Plus ein Pro-Fühler, laut MEATER-Support auch für direkte Hitze freigegeben ca. 118 € 9,5 du meist ein Stück garst und am Fühler mehr als 275 °C erwartest
Inkbird IBBQ-4BW vier Kabelfühler mit 2,5-mm-Klinke, WLAN und Bluetooth ca. 81 € 8,5 dich Kabel durch den Deckelspalt nicht stören und du vier Messstellen für wenig Geld willst
MEATER Plus derselbe Alpha-Fühler, aber nur einer, an einer Bluetooth-Station ohne WLAN und Display ca. 75 € 8,9 du ein Stück garst und in Bluetooth-Reichweite des Grills bleibst

Die Preise sind Richtwerte aus unseren Datenblättern, was ein Shop gerade verlangt, kann davon abweichen. Die Wertung fasst unseren Datenvergleich zusammen und beruht auf keiner eigenen Messung; welcher Fühler im selben Stück näher an der wahren Temperatur liegt, beantwortet die Tabelle nicht.

Wann der Block passt und wann nicht

Zähl zuerst die Stücke. Liegt meist nur eines auf dem Rost, bleiben beim Block drei Fühler in der Station. Der MEATER Plus hat denselben Fühlertyp, nur eben einen, dazu eine Bluetooth-Station mit bis zu 50 m Reichweite, und nach unseren Richtwerten kostet er 154 Euro weniger. Sobald Stücke nebeneinander liegen, die unterschiedlich schnell gar werden, etwa Schweineschulter und Hähnchenschenkel im selben Smoker, spielt der Block aus, wofür er gebaut ist: vier Werte an einer Station, nach Nummern getrennt.

Dann die Hitze. Garst du indirekt und brätst am Ende ohne Fühler an, stört dich die Grenze der Alpha-Fühler nicht. Soll der Fühler auch über der Glut stecken bleiben, ist der Block die falsche Wahl. Der MEATER 2 Plus ist laut MEATER-Support dafür freigegeben, sein Umgebungssensor ist bis 550 °C ausgelegt, und er liegt nach unseren Richtwerten 111 Euro unter dem Block, mit einem einzigen Fühler.

Drittens dein Netz. Die Station verbindet sich nur im 2,4-GHz-Band; funkt dein Router ausschließlich mit 5 GHz, findet sie kein WLAN, und ohne MEATER-Cloud-Konto läuft die App gar nicht. Stimmen beide Punkte, hängt die Station selbst im Netz, und für den Blick von unterwegs brauchst du kein zweites Gerät am Grill.

Beim Budget lohnt ein Blick auf Kabelfühler. Der Inkbird IBBQ-4BW hat laut Inkbird vier Fühlerkanäle mit 2,5-mm-Klinkenstecker, WLAN im selben 2,4-GHz-Band, dazu Bluetooth 5.1, und einen Dauermessbereich von minus 20 bis 250 °C. Den Preisabstand zum Block bezahlst du dort mit einem Kabel je Fühler, das durch den Deckelspalt muss.

Und falls schon ein MEATER Plus oder ein Original-MEATER in der Schublade liegt: Dessen Fühler funktionieren am Block nicht, weil ihnen laut MEATER die nötige Firmware fehlt, und Block-Fühler laufen umgekehrt nur an der Block-Station.

Datenblatt

Technische Daten: MEATER Block

Fühler-Anzahl4 kabellose Fühler, nummeriert (Edelstahl mit Keramikende)
Messgenauigkeit Kern±0,5 °C laut MEATER
GrenzwerteKern bis 100 °C, Umgebung bis 275 °C; laut MEATER nur für indirekte Hitze
VerbindungFühler per Bluetooth LE 4.0 zur Station, Station per WLAN (nur 2,4 GHz)
ReichweiteFühler zur Station bis 10 m, im Kugelgrill und Smoker bis 3 m; Station zum Smartgerät bis 50 m im Freien
Stromversorgung Station4 AA-Batterien oder Micro-USB (5 V), Kabel nicht im Lieferumfang
Fühler-Akkulädt in der Station, bis 24 Stunden Garzeit je Ladung
AppiOS 14 oder neuer, Android 8 oder neuer; MEATER-Cloud-Konto nötig
Im Detail bewertet

Bewertung im Detail

Verarbeitung
9.4
Leistung
9.2
Handhabung
8.9
Preis-Leistung
7.6

Vorteile

  • ✓Vier nummerierte Fühler an einer Station, die Nummer erscheint auch in der App
  • ✓Station mit eigenem WLAN: Fernzugriff über MEATER Cloud ohne zweites Smartgerät als Brücke
  • ✓Standalone-Modus: Garen ohne Smartphone über Display und Touchfeld der Station

Nachteile

  • ✗Fühler laut MEATER nur für indirekte Hitze bis 275 °C Umgebungstemperatur, vor dem Anbraten muss er heraus
  • ✗Im Kugelgrill und im Smoker funkt der Fühler laut MEATER nur bis 3 m zur Station, die aber nicht über 60 °C warm werden darf
  • ✗Station braucht 4 AA-Batterien, ein Micro-USB-Kabel liegt nicht bei
  • ✗Fühler laden 8 Stunden bei ausgeschalteter Station und passen zu keinem anderen MEATER-Modell
  • ✗Im deutschen MEATER-Shop am 25.09.2026 nicht gelistet
Im Vergleich

MEATER Block im Vergleich

MEATER BlockMEATER BlockMEATER 2 PlusMEATER 2 PlusMEATER PlusMEATER Plus
Gesamtwertung9.1/109.5/108.9/10
Preisca. 229,00 €ca. 118,00 €ab 74,90 €
Verarbeitung9.49.59.2
Leistung9.29.69.0
Handhabung8.99.38.9
Preis-Leistung7.69.08.5
TypKabelloses KernthermometerKabelloses KernthermometerKabelloses Kernthermometer
Dieses ModellAnsehen →Ansehen →
Unser Fazit

Fazit

Der Block lohnt sich ab zwei Stücken gleichzeitig, wenn du nur indirekt bis 275 °C garst und dein Router im 2,4-GHz-Band funkt. Für ein einzelnes Stück reicht der MEATER Plus mit demselben Fühlertyp, nach unseren Richtwerten für rund ein Drittel des Preises; mehr Hitze am Fühler vertragen erst Pro-Fühler wie der des MEATER 2 Plus.

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Zuletzt geprüft: 25.9.2026· Redaktionelle Einschätzung nach unserer Bewertungsmethodik

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu MEATER Block

Kurze, klare Antworten rund um Kauf, Nutzung und Pflege von MEATER Block.

Kann ich mit dem MEATER Block frittieren oder sous-vide garen?

Nein. Für Garen in Flüssigkeit, also Frittieren oder Sous-vide, soll laut MEATER nur die Pro-Linie verwendet werden, und die Block-Fühler gehören zur Alpha Collection. Unterscheiden kannst du die beiden am Ende, das aus dem Gargut ragt: Bei Pro-Fühlern ist es silbern, bei Block, MEATER Plus und Original-MEATER schwarz. Aus unserem Vergleich gehört der MEATER 2 Plus zur Pro-Linie, er hat allerdings nur einen Fühler.

Funktioniert der Block auch im Backofen oder unter Alufolie?

Im Backofen ja: Für Backofen und Drehspieß nennt der Support-Guide dieselbe Funkstrecke zur Station wie für den Gasgrill. Anders bei Kombigeräten und Öfen mit Mikrowellenfunktion, deren eingebaute Abschirmung laut MEATER das Bluetooth-Signal blockiert. Wickelst du das Fleisch in Alufolie, muss das schwarze Keramikende herausschauen. Garst du im Topf, lässt du den Deckel offen, damit das Signal durchkommt.

Kann der Block die Garraumtemperatur meines Smokers messen?

Nicht verlässlich. MEATER stellt klar, dass der Umgebungssensor nicht dafür gebaut ist, die eingestellte Temperatur eines Gargeräts zu messen oder zu bestätigen. Er liegt innerhalb von 5 °C der Temperatur an seiner eigenen Position, und die App blendet seinen Wert erst ein, wenn er 5 °C über dem Kernwert liegt. Für den Garraum würden wir einen eigenen Fühler auf Rosthöhe neben das Fleisch legen.

Wie viele Smartphones und Fühler kann ich gleichzeitig nutzen?

Smartphones beliebig viele, Fühler per Bluetooth bis zu 20 an einem Smartgerät. Weil die Station selbst im WLAN hängt, lässt sie sich laut MEATER mit so vielen Smartphones verbinden, wie du willst. Per Bluetooth hält ein Smartphone oder Tablet dagegen bis zu fünf MEATER-Geräte, und weil Block und Pro XL je vier Fühler an einer Station haben, kommst du mit fünf Blocks auf bis zu 20 Fühler.

Kann ich Akkus statt Einwegbatterien in die Station legen?

Es geht, MEATER empfiehlt aber Alkaline-Batterien. Die Station verlangt 1,5 V, Akkus liefern meist 1,2 V, und dann laden die Fühler laut Support womöglich langsamer und nicht mehr voll. Aufladen lassen sich Akkus in der Station nicht, auch nicht mit eingestecktem Micro-USB-Kabel. Das Fach ist laut Anleitung auf AA-Zellen mit 13,5 bis 14,5 mm Durchmesser und 50,5 mm Länge ausgelegt. Wir würden bei Alkaline bleiben.

Funktioniert der Block mit der Traeger-App?

Nein, nur mit der MEATER-App. Obwohl sich MEATER in den Sicherheitshinweisen als Traeger-Unternehmen ausweist, koppelt der Block laut Support weder mit der Traeger-App noch mit einem Traeger-Grill. Die MEATER-App läuft ab iOS 14 und ab Android 8. Unter Android 12 und neuer braucht sie die Berechtigung für Geräte in der Nähe, unter Android 11 und älter den Standortzugriff, auf dem iPhone die Bluetooth-Freigabe.

Kann ich einen verlorenen Fühler einzeln ersetzen?

Einen Einzelkauf von Block-Fühlern haben wir in keiner MEATER-Quelle gefunden, belegt ist der Weg über die Garantie. Wird ein Ersatz genehmigt, schickt MEATER oft nur das betroffene Teil, also einen Fühler oder die Station. Der neue Fühler lädt dann 8 Stunden und wird an der Station im Menü „Probe Pairing“ gekoppelt. Für den Antrag kann der Support Kaufdatum, Fotos oder Videos und die Seriennummer verlangen.

Kann ich einen Garvorgang am Computer verfolgen?

Ja, im Browser, per Kabel dagegen nicht. Der Micro-USB-Anschluss der Station ist laut MEATER nur für die Stromversorgung da, eine Datenverbindung zum Computer baut er nicht auf. Einen laufenden Garvorgang kannst du aber per Web-Link teilen und in jedem Browser ansehen, am eigenen Rechner ebenso wie Gäste ohne App. Ändern lässt sich über den Link nichts, er dient nur zum Zuschauen.