Auspacken: Die Premium-Ausbaustufe
Wer den MEATER Block auspackt, merkt sofort den Unterschied zum kleineren MEATER 2 Plus: Statt einer einfachen Ladehülle liegt hier ein massiver Hub mit eigenem Display in der Box, dazu gleich vier kabellose Vollmetall-Spikes. Die Verarbeitung des Hubs wirkt hochwertig, mit einem klaren Display, das auch ohne Smartphone alle vier Messwerte gleichzeitig anzeigt. Ein Detail, das direkt auffällt: Das Display zeigt jeden Spike mit einer eigenen Nummerierung an, sodass sich die Werte auch ohne App-Blick eindeutig den einzelnen Fleischstücken zuordnen lassen.
Der Hub lässt sich sowohl über Netzstrom als auch mobil betreiben, je nachdem, wo er auf der Terrasse oder am Grillwagen platziert wird. Die Einrichtung dauert etwas länger als beim Einzelmodell, da neben Bluetooth auch die WLAN-Zugangsdaten eingerichtet werden müssen. Ein Detail, das auffällt: Der Hub verfügt über eine kleine Standfläche mit rutschfester Unterseite, sodass er auch auf einem leicht geneigten Grillwagen nicht verrutscht.
Im Detail: Vier Spikes und WLAN-Reichweite
In der Praxis bei einer Grillparty mit vier gleichzeitig überwachten Fleischstücken – zwei Steaks unterschiedlicher Dicke, ein Hähnchenschenkel und ein Stück Lachs auf der Planke – zeigte sich die Stärke des Systems: Alle vier Werte blieben in der App übersichtlich getrennt, die Messgenauigkeit lag wie beim MEATER 2 Plus bei rund ±0,05 °C. Besonders bei den unterschiedlich dicken Steaks zahlte sich die parallele Überwachung aus, da beide trotz unterschiedlicher Garzeit zeitgleich servierfertig waren.
Der entscheidende Vorteil zeigte sich im WLAN-Vergleich: Während bei reinen Bluetooth-Geräten die Verbindung außerhalb des Gartens abriss, blieb der Zugriff über den WLAN-Hub auch von einem Nachbarhaus aus über die App möglich – ein klarer Mehrwert für alle, die während langer Smoker-Sessions kurz das Haus verlassen müssen. Für die Praxis bedeutet das: Ein kurzer Einkauf oder ein Botengang während eines mehrstündigen Räuchervorgangs muss nicht mehr bedeuten, komplett den Überblick über den Garfortschritt zu verlieren.
Rechtfertigt der Funktionsumfang des MEATER Block den hohen Preis?
Kurz beantwortet: für Vielgriller und Smoker-Besitzer ja, für Gelegenheitsgriller eher nein. Der Aufpreis gegenüber vier einzeln gekauften MEATER-2-Plus-Spikes rechnet sich durch den WLAN-Hub mit Display und Fernzugriffsfunktion, die bei Einzelgeräten fehlt.
Wer regelmäßig für größere Gruppen grillt oder lange Räuchersessions mit mehreren Fleischstücken plant, profitiert am meisten von der Kombination aus vier Spikes und stabiler WLAN-Anbindung. Für den einfachen Steakabend zu zweit ist die Investition dagegen kaum zu rechtfertigen. Ein Detail, das die Kaufentscheidung erleichtert: Wer unsicher ist, kann zunächst mit einem einzelnen MEATER 2 Plus starten und bei Bedarf später auf das Block-System umsteigen, da beide dieselbe App und Kontoverwaltung nutzen.
Alltag, Pflege und Akkulaufzeit
Die vier Spikes laufen jeweils mit einer eigenen AAA-Batterie und halten bei wöchentlicher Nutzung bis zu zwei Jahre durch, genau wie beim MEATER 2 Plus. Die Reinigung erfolgt wie gewohnt per Handwäsche mit warmem Wasser, keine Spülmaschine. Der Hub selbst benötigt außer gelegentlichem Abwischen kaum Pflege und übersteht auch den dauerhaften Betrieb im Freien mit Wetterschutz problemlos. Im Alltag zeigte sich zudem, dass sich der Batteriestatus jedes einzelnen Spikes separat in der App ablesen lässt, sodass rechtzeitig erkennbar ist, welcher der vier Fühler als Nächstes einen Batteriewechsel braucht.
Für wen geeignet?
Der MEATER Block eignet sich für Vielgriller, Smoker-Besitzer und alle, die regelmäßig große Grillrunden mit mehreren gleichzeitig überwachten Fleischstücken ausrichten und dabei auch außer Haus per App zugreifen wollen. Für den gelegentlichen Grillabend mit einem Fleischstück reicht der deutlich günstigere MEATER 2 Plus. Alle kabellosen Thermometer-Optionen im Überblick zeigt die Kategorie Grillthermometer.



