Kompakt, aber mit ernstzunehmender Brennerleistung
Der Cozze 90349 gehört zu den bekanntesten Namen, wenn es um mobile Gas-Pizzaöfen für Terrasse und Balkon geht, und das aus gutem Grund: Mit 53 × 53 × 29 cm ist er kompakt genug, um auch auf kleineren Flächen Platz zu finden, bringt aber einen U-förmigen SS409-Brenner mit 5,0 kW Leistung mit, der in dieser Größenklasse für ordentlich Hitze sorgt.
Beim Auspacken fällt das doppelschichtige Gehäuse auf: außen 0,7 mm Kohlenstoffstahl, innen 0,5 mm SS430-Edelstahl. Diese Zweischicht-Bauweise hält die Hitze besser im Garraum, als es einlagige Billig-Importe schaffen, bei denen viel Energie ungenutzt nach außen entweicht. Die vier Standfüße mit Gummiauflage sorgen für einen rutschfesten Stand auf Fliesen oder Holzterrasse.
Im Detail: Aufheizzeit und Backergebnis
In der Praxis erreicht der Cozze 90349 seine Maximaltemperatur von rund 400°C nach etwa 15 bis 20 Minuten Vorheizzeit, abhängig von Wind und Außentemperatur. Der eingebaute Thermometer/Thermostat gibt dabei eine verlässliche Rückmeldung, wann der Cordierit-Pizzastein tatsächlich backbereit ist – ein Detail, das bei günstigeren Modellen ohne Temperaturanzeige oft fehlt und zu vorzeitigem oder zu spätem Einschieben führt.
Eine dünn ausgerollte 13-Zoll-Pizza ist bei voller Hitze in rund 2 bis 3 Minuten fertig gebacken, der Boden wird knusprig, ohne dabei durchzuweichen. Wichtig dabei: Der 345 × 345 mm große Pizzastein bietet zwar Platz für die angegebene Zoll-Größe, wer die Pizza größer ausrollt, stößt schnell an die Grenzen des Steins.
Wie schnell heizt der 90349 zwischen zwei Pizzen wieder auf?
Kurz gesagt: schneller als viele Einsteigermodelle, aber messbar langsamer als bei der ersten Aufheizphase. Nach dem Herausnehmen einer Pizza sinkt die Steintemperatur durch die geöffnete Front spürbar, meist braucht der Ofen 2 bis 4 Minuten, um wieder auf Backtemperatur zu kommen. Das doppelschichtige Gehäuse hilft dabei, die Wärme im Innenraum zu halten, statt sie komplett zu verlieren.
Für eine Pizza-Party mit mehreren Gästen bedeutet das: realistisch lassen sich 15 bis 20 Pizzen pro Stunde durchbacken, wenn der Teig schon vorbereitet bereitsteht. Wer die Abkühlphase zwischen den Backvorgängen weiter verkürzen will, kann optional ein separates Hitzeschild vor die Öffnung stellen.
Aufbau, Gasanschluss und Pflege
Der Aufbau beschränkt sich im Wesentlichen auf das Anschließen der Gasflasche über einen passenden 50-mbar-Druckminderer, wie er in Deutschland, Österreich und der Schweiz Standard ist – ein Regler, den du je nach Angebotslage separat besorgen musst. Die Impulszündung funktioniert zuverlässig per Knopfdruck, ganz ohne Streichhölzer oder Feuerzeug.
Zur Reinigung genügt es, den abgekühlten Pizzastein trocken abzubürsten, da poröser Cordierit keine Feuchtigkeit verträgt. Das Außengehäuse wischt sich mit einem feuchten Tuch ab; bei längerer Standzeit im Freien lohnt sich eine passende Abdeckung, um Gehäuse und Brenner vor Witterung zu schützen.
Auch bei der Lagerung der Gasflasche solltest du ein paar Grundregeln beachten: Sie sollte stehend, an einem gut belüfteten Ort und außerhalb direkter Sonneneinstrahlung untergebracht werden. Für den Transport zwischen Garten und Abstellraum sind die kompakten Maße des 90349 klar von Vorteil, da sich der Ofen auch von einer Person allein tragen lässt, ohne auf Hilfsmittel angewiesen zu sein.
Für wen geeignet?
Der Cozze 90349 ist die richtige Wahl für alle, die einen kompakten, unkomplizierten Gas-Pizzaofen ohne Stromanschluss suchen und mit 13-Zoll-Pizzen gut bedient sind. Die Kombination aus solidem Doppelschicht-Gehäuse, brauchbarer Brennerleistung und eingebautem Thermostat rechtfertigt den Preis von rund 299 €. Wer größere Pizzarunden plant, sollte zusätzlich einen Blick auf 16-Zoll-Alternativen werfen. Einen Überblick über alle Modelle bietet die Kategorie Pizzaöfen im Vergleich, und der Grill-Simulator hilft dabei, die passende Größe für die eigene Terrasse einzuschätzen.
Alle Top-Modelle der Klasse stehen im Pizzaöfen-Ranking.


