Erster Eindruck: mehr Edelstahl-Ofen als Küchengerät
Wer den cozze 13“ Elektro-Pizzaofen auspackt, merkt sofort den Unterschied zu einfachen Tischgeräten: Das zinkbeschichtete Gehäuse mit doppelter hitzebeständiger Lackierung und die rostfreien SS430-Innenwände wirken deutlich robuster gebaut. Auch die vier stabilen Standfüße mit Gummiauflage sorgen für einen sicheren Stand auf Terrassentisch oder Outdoor-Küche. Mit 230 V und 2200 Watt Anschlussleistung braucht der Ofen eine ordentlich abgesicherte Steckdose, dafür liefert er auch die Leistung, die für hohe Temperaturen nötig ist.
Das mitgelieferte Zubehör ist komplett: ein Cordierit-Pizzastein mit 34,5 x 34,5 cm Kantenlänge und 1 cm Dicke sowie eine Frontabdeckung, die sich nach dem Vorheizen vor die Öffnung setzen lässt, um Wärme im Garraum zu halten. Die LED-beleuchteten Schalter und das digitale Thermometer machen schon beim ersten Einschalten einen aufgeräumten Eindruck.
Im Detail: Aufheizzeit und Backergebnis bei 450 °C
In der Praxis erreicht der Ofen laut Hersteller zügig seine Maximaltemperatur von rund 450 °C – bei dieser Hitze soll eine Pizza in etwa 2 Minuten fertig sein. Das kreisförmige Heizelement verteilt die Wärme gleichmäßig über den Cordierit-Stein, sodass der Boden rundum knusprig wird, ohne dass eine Seite deutlich dunkler ausfällt als die andere. Für Pizzen bis Ø34 cm und 6 cm Innenhöhe ist ausreichend Platz, auch für dickere Ränder oder reichlich Belag.
Die digitale Temperatursteuerung ist der entscheidende Vorteil gegenüber rein analogen Reglern: Statt nach Gefühl zu drehen, siehst du die tatsächliche Innentemperatur auf dem Display und kannst gezielt nachregeln, wenn du zwischen mehreren Pizzen hintereinander backst. Gerade bei einer Grillparty mit mehreren Gästen zahlt sich das aus, weil sich die Temperatur konstanter halten lässt als bei Geräten ohne Digitalanzeige.
Wie schlägt sich der cozze 13“ gegenüber einem Gas-Pizzaofen?
In der Backleistung liegt der cozze 13“ nahe an klassischen Gas-Pizzaöfen, ohne dass eine Gasflasche nötig ist. Die rund 2-minütige Backzeit bei 450 °C kommt an viele Gasmodelle heran, auch wenn reine Holzöfen mit über 500 °C teils noch schneller sind. Dafür punktet der cozze mit einfacherem Betrieb: Stecker rein, Temperatur einstellen, loslegen – ganz ohne Gasflaschenwechsel oder Zündvorgang mit offener Flamme.
Handhabung, Sicherheit und Reinigung
Der IPX4-Spritzwasserschutz erlaubt den Einsatz auf überdachten Terrassen, ohne dass ein plötzlicher Regenschauer zum Problem wird. Für den dauerhaften Standort im Freien empfiehlt sich dennoch eine zusätzliche Abdeckhaube, wenn der Ofen längere Zeit nicht benutzt wird. Die elektronische Zündung und das LED-beleuchtete Bedienfeld machen die Handhabung auch bei Dunkelheit unkompliziert.
Zur Reinigung wird der Cordierit-Stein nach dem Abkühlen trocken abgebürstet, da er wie alle Steinofen-Materialien Feuchtigkeit aufnimmt und Wasser vermieden werden sollte. Das Edelstahlgehäuse lässt sich außen mit einem feuchten Tuch abwischen, die korrosionsgeschützten Schrauben halten auch bei häufigem Gebrauch im Freien.
Für wen geeignet?
Der cozze 13“ Elektro-Pizzaofen eignet sich für alle, die auf Gas oder Holz verzichten wollen, aber trotzdem Backzeiten nahe an professionellen Outdoor-Öfen erwarten. Für 295 € bekommst du eine robuste Edelstahl-Konstruktion mit digitaler Temperatursteuerung, die sich klar von einfachen Tischgeräten abhebt. Wer seltener backt oder ein kleineres Budget hat, findet in der Übersicht aller Pizzaöfen im Vergleich auch günstigere Elektroalternativen. Bei der Wahl zwischen Elektro-, Gas- und Holzmodell hilft zusätzlich der Grill-Finder.
Wie sich das Modell gegen die Konkurrenz schlägt, zeigt der Pizzaöfen-Vergleich.


