Wer von einem klassischen 3-Brenner-Gasgrill auf ein Modell mit Seitenkochfeld und Heckbrenner wechselt, merkt den Unterschied schon an der Ausstattungsliste. Der BURNHARD FRED Deluxe+ erweitert das bewährte FRED-Grundkonzept um genau diese zwei Zusatzstationen.
Verarbeitung und Ausstattung
Die Brennkammer besteht aus Edelstahl, die Seitenteile aus Aluminium-Druckguss – Unterschrank und Deckel gibt es wahlweise als Black Edition aus pulverbeschichtetem Stahl oder in Edelstahl. Der Unterschrank bietet Platz für Gasflaschen zwischen 5 und 11 kg, was spontane Grillabende ohne Nachkauf erleichtert. Die beiden klappbaren Seitentische tragen je bis zu 20 kg und lassen sich über Quick-Release-Adapter flexibel anpassen.
Zum Lieferumfang gehören unter anderem eine wetterfeste Premium-Abdeckhaube, eine Smoker Box und ein Küchenrollenhalter – Details, die bei günstigeren FRED-Modellen fehlen oder separat gekauft werden müssen. Über den drei Hauptbrennern sitzen W-förmige Flammenverteiler aus Edelstahl, die Fett auffangen und verdampfen, bevor es auf den Brenner tropfen kann. Wer statt der Standard-Gussroste lieber spülmaschinenfeste Edelstahlroste möchte, kann diese gegen einen Aufpreis von rund 70 € wählen, der separate Warmhalterost besteht ohnehin aus Edelstahl.
Im Detail: 20,95 kW auf vier Hitzequellen
Die drei Edelstahl-Stabbrenner liefern zusammen 11,25 kW auf einer Hauptgrillfläche von 59,0 × 41,5 cm. Dazu kommen ein Infrarot-Keramik-Heckbrenner mit 3,2 kW (bis zu 900 °C), ein Infrarot-Seitenbrenner mit 3,5 kW sowie ein Seitenkochfeld mit 3 kW für Töpfe bis 30 cm Durchmesser. In Summe stehen 20,95 kW auf vier unabhängig regelbaren Hitzequellen zur Verfügung.
Diese Aufteilung erlaubt es, während auf dem Hauptrost Steaks oder Bratwürste garen, gleichzeitig eine Sauce auf dem Seitenkochfeld köchelt und der Heckbrenner einen Drehspieß-Braten rundum gart. Für klassisches Grillen allein wäre diese Ausstattung überdimensioniert – wer aber komplette Menüs am Grill zubereiten will, profitiert direkt.
Bei geöffnetem Deckel misst der FRED Deluxe+ 130,4 × 64,5 × 148,5 cm in der Höhe, genug Raum also für einen ganzen Braten am Drehspieß oder hoch aufgetürmtes Grillgut. Die Kickstarter-Piezo-Zündung löst an jedem der vier Brenner separat aus, sodass sich Hauptbrenner, Heckbrenner, Seitenbrenner und Seitenkochfeld unabhängig voneinander starten und regulieren lassen.
Wofür lohnt sich der Infrarot-Heckbrenner mit 900 °C?
Der Heckbrenner erreicht laut Hersteller bis zu 900 °C und ist speziell auf Rotisserie-Betrieb ausgelegt: Ein Drehspieß dreht das Grillgut gleichmäßig durch die intensive Rundum-Hitze, was für eine knusprige Kruste bei saftigem Kern sorgt. Für klassisches Steak-Grillen bleibt er dagegen ungenutzt und ist eher ein Zusatznutzen für Braten-Fans.
Handhabung im Alltag
Mit 49 kg Gewicht und 130,4 cm Breite braucht der FRED Deluxe+ einen festen Stellplatz – ein spontanes Verschieben quer über die Terrasse ist wenig praktikabel. Die Reinigung folgt dem bekannten FRED-Muster: Fettauffangschale herausnehmen und ausspülen, Gussroste mit der Grillbürste säubern. Das Seitenkochfeld lässt sich wie eine normale Kochplatte mit einem feuchten Tuch abwischen.
Der Unterschrank bietet ausreichend Stauraum für eine Gasflasche zwischen 5 und 11 kg sowie für Grillzubehör, sodass auf der Terrasse kein zusätzliches Regal nötig ist. Die beiden Aufhänge-Haken an den Seitentischen nehmen Grillzange, Bürste oder Handtuch griffbereit auf, der magnetische Flaschenöffner sitzt seitlich am Gehäuse.
Für wen geeignet?
Der FRED Deluxe+ eignet sich für alle, die neben klassischem Grillen auch Rotisserie-Braten zubereiten oder Saucen und Beilagen direkt am Grill warmhalten wollen. Wer diese Zusatzstationen nicht braucht, ist mit dem günstigeren FRED Base ebenfalls gut bedient. Einen Überblick über weitere Modelle liefert die Kategorie Gasgrills im Vergleich, der Grill-Finder hilft bei der Wahl der passenden Brennerzahl.
Alle Top-Modelle der Klasse stehen im Gasgrills-Ranking.


