Drei Brenner, 9,6 kW und eine Grillfläche für zehn Personen – auf dem Papier liest sich der BURNHARD FRED Base wie ein klassischer Mittelklasse-Gasgrill. Im Praxis-Check zeigt sich, wo diese Zahlen tatsächlich einen Unterschied machen und wo der Preis von rund 599 € seine Berechtigung hat.
Verarbeitung und erster Eindruck
Schon beim Auspacken macht die Kombination aus Edelstahl-Brennkammer und Alu-Druckguss-Seitenteilen einen soliden Eindruck. Die Seitenteile sind spürbar massiver als die dünnen Blechverkleidungen mancher Einsteigermodelle und tragen laut Hersteller zu einer gleichmäßigeren Hitzeverteilung im Innenraum bei. Die Grillfläche von 59 x 41,5 cm wirkt großzügig bemessen und lässt bereits erahnen, dass hier für größere Runden geplant wurde.
Die drei Edelstahl-Stabbrenner sitzen sauber im Innenraum, die Gussroste bringen deutlich mehr Gewicht auf die Fläche als übliche Chromroste – ein erster Hinweis auf die spätere Wärmespeicherung beim Grillen selbst.
Im Detail: Zündung, Aufheizzeit und Zonensteuerung
Die Piezo-Zündung überzeugt direkt beim ersten Start: Ein Knopfdruck löst den Funken an den Brennern aus, ohne Nachzünden oder Wartezeit. Von kalt auf Grilltemperatur braucht der FRED Base mit allen drei Brennern auf voller Stufe realistisch rund 8 bis 10 Minuten, bevor die Gussroste einsatzbereit sind.
Der eigentliche Vorteil der drei separat regelbaren Brenner zeigt sich beim Zonengrillen: Zwei Brenner auf hoher Stufe für scharfes Anbraten, ein dritter auf niedriger Stufe für indirektes Nachgaren – so lassen sich unterschiedliche Garstufen gleichzeitig realisieren, ohne das Grillgut ständig umzupositionieren. Ein mitteldickes Steak erreicht bei voller Hitze nach 3 bis 4 Minuten pro Seite den Medium-Punkt, während auf der reduzierten Zone gleichzeitig Gemüse schonend gart.
Wie gut funktioniert das Zonengrillen mit 9,6 kW in der Praxis?
Mit insgesamt 9,6 kW verteilt auf drei Brenner lässt sich die Fläche in unterschiedliche Hitzezonen aufteilen, was direktes und indirektes Grillen gleichzeitig ermöglicht. In der Praxis reicht die Gesamtleistung sowohl für zügiges Anbraten bei hoher Stufe als auch für schonenderes Garen bei reduzierter Leistung auf dem dritten Brenner.
Bei einer Familienfeier mit gemischtem Grillgut – Fleisch, Fisch und Gemüse gleichzeitig – zahlt sich diese Flexibilität konkret aus: Jede Zone lässt sich unabhängig regeln, sodass nichts verbrennt, während anderes noch gart. Für eine Grillrunde von 10 Personen bietet die Fläche dabei ausreichend Reserven, ohne dass mehrere Durchgänge nötig werden.
Handhabung und Pflege
Das Gesamtgewicht durch Gussroste und Alu-Druckguss-Seitenteile macht sich beim Aufbau und gelegentlichem Umstellen bemerkbar – für einen festen Standplatz auf der Terrasse ist das unproblematisch, für häufiges Verschieben weniger komfortabel als bei leichteren Modellen. Die Reinigung der Gussroste erfordert nach dem Grillen etwas mehr Sorgfalt als bei Edelstahl-Alternativen, da sie bei Feuchtigkeit zu Flugrost neigen können.
Die Ablageflächen und die stabile Bauweise insgesamt vermitteln aber durchweg den Eindruck eines Grills, der auf regelmäßige, intensive Nutzung ausgelegt ist statt auf gelegentliches Grillen.
Für wen geeignet?
Der BURNHARD FRED Base eignet sich für alle, die regelmäßig größere Grillrunden bewirten und echtes Zonengrillen mit direkter und indirekter Hitze schätzen. Für rund 599 € bekommst du ein leistungsstarkes Mittelklasse-Paket mit solider Verarbeitung. Einen Vergleich zu anderen Modellen bietet die Übersicht aller Gasgrills im Vergleich, wer sich bei der passenden Brennerzahl noch unsicher ist, findet über den Grill-Finder eine erste Orientierung.
Einen breiteren Überblick gibt unsere Bestenliste Gasgrills.


