Nicht jeder hat einen Garten für einen Outdoor-Gasofen, und nicht jeder will für gute Pizza gleich mehrere Hundert Euro ausgeben. Der Ariete Pizzaofen 917 setzt genau hier an: ein kompaktes Elektrogerät für die Küche, das für rund 84 € bessere Ergebnisse liefern soll als der klassische Haushaltsbackofen.
Erster Eindruck: kompaktes Küchengerät statt Gartenmöbel
Anders als die meisten Pizzaöfen in diesem Vergleich ist der Ariete 917 explizit für den Innenbereich konzipiert. Ausgepackt zeigt sich ein schwarzes, überschaubar großes Gehäuse, das problemlos auf einer Arbeitsplatte Platz findet und einfach an die Steckdose angeschlossen wird. Im Lieferumfang liegen ein feuerfester Stein, eine zweite feuerfeste Platte zum Wiederaufwärmen, Edelstahlpaddel sowie ein Holzbrettchen – damit ist das Grundzubehör für den Start bereits komplett.
Die Verarbeitung wirkt für die Preisklasse solide, auch wenn Materialstärke und Verschraubungen erwartungsgemäß nicht an die Robustheit deutlich teurerer Outdoor-Öfen heranreichen. Für ein Gerät, das primär drinnen auf der Arbeitsplatte steht und nicht Wind und Wetter ausgesetzt ist, ist das aber ein vertretbarer Kompromiss.
Im Detail: Wie schnell ist die Pizza wirklich fertig?
Der Ofen arbeitet mit 1200 Watt und erreicht laut Hersteller bis zu 400 °C, einstellbar über 5 Garstufen per Thermostat. Bei maximaler Stufe soll eine frische Pizza laut Herstellerangabe in rund 4 Minuten fertig sein – deutlich schneller als im Haushaltsbackofen, der bei 250 °C eher 10 bis 12 Minuten braucht. Tiefkühlpizza ist mit 2 bis 3 Minuten laut Hersteller sogar noch zügiger fertig, da sie bereits vorgegart ist.
Der feuerfeste Stein sorgt dabei für eine gleichmäßigere Hitzeverteilung von unten als ein normales Backblech, was sich besonders am Boden der Pizza bemerkbar machen soll. Wer öfter frischen Teig verwendet, kann über die 5 Garstufen zwischen kürzeren, heißeren und längeren, schonenderen Backvorgängen wählen.
Wie nah kommt der Ariete 917 an einen echten Steinofen heran?
Ehrlich gesagt: näher als ein Backofen, aber nicht so nah wie ein Outdoor-Gas- oder Holzofen. Die für neapolitanische Pizza ideale Zone von 450 bis 500 °C erreicht der Ariete 917 mit seinen 400 °C nicht ganz, was sich in einer etwas längeren Backzeit und einer weniger stark gepufften Kruste niederschlägt als bei Öfen, die deutlich heißer werden. Für alle, die primär eine bessere Alternative zum Backofen suchen, ist das trotzdem ein spürbarer Fortschritt.
Die 5 Garstufen erlauben zumindest eine gewisse Feinjustierung: Wer merkt, dass der Boden zu schnell dunkel wird, während der Belag noch nicht durch ist, kann eine Stufe zurückschalten und die Backzeit entsprechend verlängern.
Reinigung und Alltagstauglichkeit
Der feuerfeste Stein sollte, wie bei allen Pizzasteinen, nur trocken gereinigt werden, um Risse durch Temperaturschocks zu vermeiden. Die zweite feuerfeste Platte zum Wiederaufwärmen macht das Gerät auch außerhalb des klassischen Pizzaabends nützlich, etwa für übrig gebliebene Reste oder andere Speisen, die aufgebacken werden sollen. Das Gehäuse lässt sich außen mit einem feuchten Tuch abwischen, sobald der Ofen vollständig abgekühlt ist.
Da der Ofen für die Küche gedacht ist, entfällt die sonst bei Outdoor-Modellen nötige Wetterschutz-Überlegung komplett – ein Pluspunkt für alle ohne überdachten Außenbereich.
Für wen geeignet?
Der Ariete Pizzaofen 917 eignet sich vor allem für alle ohne Garten oder Terrasse, die trotzdem regelmäßig bessere Pizza als aus dem Backofen wollen, ohne gleich in einen teuren Outdoor-Ofen zu investieren. Für rund 84 € ist er ein günstiger Einstieg mit brauchbarem Zubehör. Wer Zugang zu einem Außenbereich hat und die klassische knusprige 500-°C-Kruste sucht, findet in der Übersicht aller Pizzaöfen im Vergleich die passenderen Gas- oder Holzmodelle, und der Grill-Finder hilft bei der Entscheidung zwischen den Brennstoffarten.
Alle Top-Modelle der Klasse stehen im Pizzaöfen-Ranking.


