Was hinter der Nummer 731004 steckt
Amazon führt den Smoker unter der ASIN B006ZL146M mit der Modellnummer 731004. Unter genau dieser Artikelnummer verkauft Weber Deutschland den Smokey Mountain Cooker Smoker Ø 57 cm, es geht also um dasselbe Gerät. Weber bezeichnet ihn als den größten Smoker im eigenen Programm. Die Baureihe gibt es laut einem Weber-Handbuch seit 1981.
Im deutschen Weber-Shop standen im September 2026 zwei Smokey-Mountain-Modelle, dieser 57er und der 47er mit der Nummer 721004, beide nur in Schwarz. Laut unserer Preisbox kostet der 57er ca. 599 Euro. Denselben Betrag, 599,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versand, verlangte Weber am 25.09.2026 im eigenen Shop; der Amazon-Katalog lieferte uns am Vortag keinen Preis.
Was wir über Bauteile und Bedienung schreiben, stammt von Webers Produkt-, Kategorie- und Garantieseite und aus zwei Handbüchern. Das eine verlinkt Weber Deutschland auf seiner Anleitungsseite: mehrsprachig, gültig für 37, 47 und 57 cm, Druckstand 2014. Das andere hat Weber Australien und Neuseeland 2025 herausgegeben. Wo die beiden auseinanderliegen, und das tun sie öfter, stehen hier beide Werte, der deutsche zuerst.
Gebaut ist der Smokey Mountain für Low and Slow: große Fleischstücke, die bei niedriger Temperatur viele Stunden im Rauch garen, befeuert mit Holzkohle. Die übrigen Smoker, deren Daten wir vergleichen, findest du in der Smoker-Übersicht.
Kessel, Mittelteil, Deckel: der Aufbau
Das Produktfoto zeigt einen runden, aufrechten Korpus in drei Etagen. Unten steht der Kessel auf drei Beinen, darüber das zylindrische Mittelteil mit einer großen silbernen Tür an der Vorderseite, obenauf der gewölbte Deckel mit Griff und Thermometer. Räder hat der Smoker nicht.
Im Kessel liegt der Holzkohlerost aus massivem Stahl, dessen Stäbe laut Weber so eng sitzen, dass kleiner werdende Kohlen nicht durchfallen. Auf dem Rost steht die Holzkohlekammer. Laut Weber hält sie den Brennstoff zusammen, damit er effizient verbrennt, und verhindert, dass Asche in die Lüftungsöffnungen fällt. Unter dem Kessel hängt ein Hitzeschutz aus Aluminium, und auch die drei Beine sind aus rostbeständigem Aluminium.
Das Mittelteil ist der Garraum. Auf seinen unteren Halterungen sitzt die Wasserschale, darüber liegen zwei Grillroste übereinander, laut Weber zusammen 4.683 cm² Grillfläche. Holzkohle und Wasser füllst du während des Räucherns durch die Aluminiumtür nach. Sie sitzt laut Explosionszeichnung des Handbuchs am Mittelteil.
Im Deckel steckt ein Thermometer, das die Temperatur im Inneren anzeigt. Die zwei Griffe sind aus glasfaserverstärktem Nylon, und den Deckelgriff beschreibt Weber als Hitzeschutz für die Hände. Für das Kabel eines Kerntemperaturfühlers hat der Smoker eine Durchführung aus Silikon.
Kessel, Deckel, Mittelteil und Wasserschale sind aus Porzellanemaille. Deckel, Kessel und Mittelteil speichern so laut Weber die Wärme, und die Beschichtung soll vor Durchrosten, Rissbildung und Abblättern schützen und hohen Grilltemperaturen standhalten.
Mit geschlossenem Deckel ist der Smoker laut Weber 123,2 cm hoch, 58,5 cm breit und 61 cm tief und wiegt 35,38 kg. Zum Lieferumfang zählt Weber neben Korpus und Einbauteilen einen Messbecher für Briketts und eine Abdeckhaube. Ganz ohne Werkzeug geht der Aufbau nicht: Die Beine werden verschraubt, und Schritt 2 der Aufbauanleitung zeigt dafür einen Schraubendreher, einen Schraubenschlüssel 7/16 Zoll und sechs Sätze aus Schraube, Mutter und Scheiben.
Webers Produktseite widerspricht sich an drei Stellen. Nach der Datentabelle sind die Grillroste aus beschichtetem Stahl, nach dem Beschreibungstext verchromt. Die Tabelle zählt vier rostbeständige Aluminium-Lüfter, die Einleitung spricht von drei Lüftungsöffnungen, und in Worten steht nirgends, wie sich die Lüfter auf Kessel und Deckel verteilen; die Explosionszeichnung zeigt eine Dämpferanordnung am Deckel und eine Entlüftungsanordnung am Kessel. Drittens gibt der Beschreibungstext jedem Rost 57 cm Durchmesser. Zwei runde Roste dieser Größe kämen auf gut 5.100 cm², rund 420 cm² über der angegebenen Grillfläche. Umgekehrt ergibt Webers Flächenangabe, auf zwei gleich große runde Roste verteilt, je rund 54,6 cm. Das passt zu Rosten, die auf Halterungen innerhalb des 57-cm-Korpus liegen.
Folgende Angaben haben wir in keiner der genannten Weber-Quellen gefunden:
- wie viele Liter die Wasserschale fasst
- Messbereich und Genauigkeit des Deckelthermometers
- eine Höchsttemperatur des Smokers
- eine Aufheizzeit bis zur Zieltemperatur (das australische Handbuch kennt nur eine Mindestwartezeit)
- der Abstand zwischen den Rosten und die Innenhöhe unter dem Deckel
- die Blechstärke von Kessel, Mittelteil und Deckel
- Herkunftsland und Produktionsort
- die Dauer des Aufbaus
- eine Ersatzteilliste für den 57er im deutschen Weber-Shop
Im Detail: Wasserschale und Lüftungsschieber
Zwischen Glut und Rosten steht beim Watersmoker eine Schale Wasser. Laut Weber fängt sie heruntertropfende Säfte auf, erzeugt Dampf, bringt so Feuchtigkeit in die Hitze und stabilisiert die Temperatur.
Den letzten Punkt erklärt die Physik. In einer offenen Schale wird Wasser bei normalem Luftdruck nicht heißer als 100 °C, jede weitere Wärme geht ins Verdampfen, und das kostet viel Energie: Ein Kilogramm Wasser zu verdampfen braucht rund 2.260 Kilojoule, gut fünfmal so viel, wie nötig ist, um es von 0 auf 100 °C zu erwärmen. Solange Wasser in der Schale steht, schluckt sie also Wärme der Glut und schirmt die Roste gegen deren direkte Strahlung ab. Nach unserer Einordnung glättet die Schale deshalb Temperaturspitzen im Garraum: Legt die Glut zu, verdampft zuerst mehr Wasser. Das funktioniert, bis die Schale leer ist.
Dazu passt ein Eintrag aus der Fehlersuche des deutschen Handbuchs: Steigt die Temperatur, obwohl die unteren Lüftungsschieber zu sind, prüfst du den Wasserstand und füllst heißes Wasser nach.
Wie voll und wie oft, darüber sind sich die Handbücher uneins. Das deutsche lässt die Schale voll auffüllen, den Wasserstand alle 3 bis 4 Stunden prüfen und immer heißes Wasser nachgießen. Warum heiß, folgt aus der Physik oben: Kaltes Wasser zieht erst Wärme ab, bis es selbst heiß ist, und die fehlt dann im Garraum. Im australischen kommt sie zu etwa drei Vierteln voll, kontrolliert wird alle 2,5 bis 3 Stunden, nachgefüllt mit warmem Wasser. Eine Warnung aus dem deutschen Handbuch gilt in beiden Fällen: kein Wasser auf die heißen Kohlen gießen, denn Dampf und aufgewirbelte heiße Asche können schwere oder tödliche Verletzungen verursachen.
Die Temperatur selbst regelst du über die Luft. Holzkohle brennt so stark, wie Sauerstoff an die Glut kommt: Durch die Schieber unten am Kessel strömt Luft herein, oben am Deckel zieht der Rauch ab. Sind alle Öffnungen ganz zu, ist die Sauerstoffzufuhr laut Weber unterbrochen, und die Kohle erlischt. Als Ziel setzt das deutsche Handbuch 120 °C an, ideal für die meisten Fleischarten; prüfen sollst du die Temperatur alle 15 Minuten und an den unteren Schiebern nachregeln.
Die australische Fassung nennt 110 bis 135 °C für die meisten Low-and-Slow-Garungen und geht beim Start ins Detail. Alle Lüfter offen, dann mindestens 15 bis 20 Minuten aufwärmen lassen. Ist die Temperatur erreicht, schließt du die Lüfter etwa zur Hälfte und wartest nach jeder Änderung mindestens 15 Minuten. Wir lesen diese Wartezeit als Folge des Wasserpuffers: Was du an den Schiebern änderst, kommt verzögert am Thermometer an.
Wie lange reicht eine Füllung Briketts?
Eine Brenndauer für die volle Kammer (ca. 330 Briketts) steht in keiner Weber-Quelle. Die Handbücher rechnen mit Mengen: Das deutsche lässt bei langen Räuchervorgängen alle 3 bis 4 Stunden die Kohle prüfen und 18 bis 20 Briketts nachlegen, das australische setzt für 10 bis 12 Stunden 130 Briketts an.
Die deutsche Nachlegeregel steht an einer Stelle, an der man sie kaum sucht: in der Problembehebung unter „Temperatur ist zu niedrig“ als Punkt C. In der australischen Fassung fällt das Nachlegen sparsamer aus, erst bei Garzeiten ab 12 Stunden und dann bei Bedarf 5 bis 10 Briketts, im selben Prüftakt.
Als Brennstoff empfiehlt Weber Holzkohlebriketts. Stückige Holzkohle empfiehlt das Handbuch nicht, Briketts der Marke Heat Beads ebenso wenig. Was gepresste Briketts bei langen Garzeiten von stückiger Kohle unterscheidet, erklärt unser Ratgeber Grillkohle oder Briketts.
Vor dem Anzünden nimmst du laut deutschem Handbuch den Deckel ab und das Mittelteil heraus, prüfst, dass keine Asche im Kesselboden liegt und Holzkohlerost und Holzkohlekammer richtig eingesetzt sind, und öffnest alle unteren Lüftungsschieber. Die Kohle schüttest du in der Mitte des Holzkohlerosts auf, verteilst darin 4 bis 5 Anzündwürfel und zündest sie mit einem langhalsigen Anzünder oder Streichhölzern an. Bildet sich graue Asche, verteilst du die Kohle gleichmäßig und legst 3 bis 4 Scheite trockenes Hartholz auf.
Das australische Handbuch kombiniert angezündete und unangezündete Briketts. Die unangezündeten kommen ringsum an die Innenseite der Holzkohlekammer. Die angezündeten aus dem Anzündkamin sind nach 10 bis 20 Minuten bereit, wenn sie überwiegend mit grauer Asche bedeckt sind, und werden mit hitzefesten Handschuhen als Haufen in die Mitte des Holzkohlerosts gekippt, nicht obendrauf auf die unangezündeten. Die glühende Kohle liefert laut Handbuch die Hitze für den Start, die unangezündete ist eine Reserve, die langsam mitbrennt und die Hitze über die Garzeit hält. Für normale Garzeiten von 6 bis 8 Stunden rechnet das Handbuch beim 57er mit 50 unangezündeten und 50 angezündeten Weber-Briketts, bei der langen Variante kommen 80 unangezündete zu den 50 angezündeten.
Für den 57er stehen in der Garzeittabelle des deutschen Handbuchs, ausdrücklich als Richtwerte und nicht als verbindliche Regeln, unter anderem diese Werte:
- Rinderbrust, 2,5 bis 3 kg: 150 Briketts, 3 bis 5 Holzscheite, 6 bis 8 Stunden, 88 °C Kerntemperatur
- Schweineschulter, 2 bis 4 kg: 150 Briketts, 3 bis 5 Scheite, 8 bis 12 Stunden, 88 °C
- Schweinerippchen auf maximal belegtem Grill: 75 Briketts, 2 bis 4 Scheite, 4 bis 6 Stunden, bis sich das Fleisch vom Knochen löst
- Pute, 6 bis 9 kg: 150 Briketts, 3 bis 5 Scheite, 8 bis 10 Stunden, 74 °C
Legt man beide Handbücher nebeneinander, klafft eine Lücke. Für 6 bis 8 Stunden kommt das australische mit 100 Briketts aus, die deutsche Tabelle setzt für die Rinderbrust im selben Zeitraum 150 an. Wir würden die erste lange Sitzung mit der größeren Menge planen: Zu viel Glut bremst du über die Schieber, zu wenig heißt, die Tür zu öffnen und nachzulegen.
Reinigung, Pflege und Sicherheit nach Handbuch
Nach dem Räuchern bürstest du die Roste laut deutschem Handbuch mit einer Grillbürste oder zerknüllter Alufolie ab, wischst mit Papiertüchern nach und schließt alle Lüftungsschieber, damit die Kohle erlischt. Gründlich abwaschen musst du die Roste nach diesem Handbuch nicht nach jedem Gebrauch.
Strenger ist das australische Handbuch. Danach sollen die Roste bei jedem Garen frei von alten Resten, Fett und Sauce sein; feste Reste löst du mit einer Drahtbürste, und nach Gebrauch reinigst du sie mit heißem Wasser, Spülmittel und einem Nylonschwamm.
Einmal im Jahr steht eine Grundreinigung an, die laut Weber die Lebensdauer um Jahre verlängert. Vier Schritte gibt das deutsche Handbuch vor: den Smoker abkühlen lassen, bis die Kohle völlig gelöscht ist; Grillroste und Holzkohlerost herausnehmen; die Asche entfernen; mit mildem Reinigungsmittel und Wasser reinigen, mit klarem Wasser nachspülen und alle Flächen abtrocknen.
Das Sicherheitskapitel des deutschen Handbuchs steht hier vollständig, sinngemäß wiedergegeben und nach Ablauf sortiert. Wer die Hinweise missachtet, riskiert laut Weber schwere oder tödliche Verletzungen oder Sachschäden durch Brand.
Beim Aufstellen:
- Nur im Freien verwenden, nie in geschlossenen Räumen: Dort sammeln sich giftige Rauchgase, die schwere Gesundheitsschäden oder den Tod verursachen können.
- Im Betrieb mindestens 1,5 m Abstand zu brennbarem Material halten.
- Nicht auf einem Tisch verwenden und den Smoker in ebener Position halten.
- Nicht bei starkem Wind verwenden.
- Nur benutzen, wenn alle Teile ordnungsgemäß montiert sind.
- Vor dem Gebrauch alle Ablagerungen vom unteren Hitzeschutz entfernen.
- Den Kessel nicht mit Alufolie auskleiden, sie behindert den Luftstrom.
Beim Anzünden:
- Zum Anzünden der Briketts den Deckel abnehmen.
- Holzkohle immer oben auf den Holzkohlerost geben, nie direkt in den Kesselboden.
- Niemals mit Anzündflüssigkeit getränkte Holzkohle verwenden, und weder Anzündflüssigkeit noch damit getränkte Kohle auf heiße oder warme Kohlestücke geben.
- Anzündflüssigkeit, Benzin, Alkohol oder andere hochflüchtige Flüssigkeiten nie zum Anzünden oder Wiederanzünden verwenden und nie im Umkreis von 1,5 m um den Räucherofen benutzen oder lagern.
- Bei einer elektrischen Anzündhilfe deren Bedienungsanleitung beachten, Elektrokabel von heißen Flächen fernhalten und nicht über Wege verlegen.
- Beim Anzünden und Benutzen keine Kleidung mit locker fliegenden Ärmeln tragen.
Im Betrieb:
- Der Räucherofen wird sehr heiß und darf während des Betriebs nicht umgesetzt werden.
- Säuglinge, Kinder und Haustiere in der Nähe des heißen Räucherofens nie ohne Aufsicht lassen; Kinder und Haustiere fernhalten.
- Nie durch Berühren prüfen, ob Grillrost, Holzkohlerost oder Räucherofen warm sind.
- Beim Räuchern und beim Verstellen der Lüftungsschieber die Hände mit Grillhandschuhen oder Topflappen schützen und Grillbesteck mit langen, hitzebeständigen Griffen benutzen.
- Bei Stichflammen den Deckel aufsetzen, kein Wasser verwenden.
- Die Nebenprodukte der Verbrennung enthalten Chemikalien, die als krebserregend oder fortpflanzungsschädigend bekannt sind.
Beim Löschen und Reinigen:
- Zum Löschen den Deckel aufsetzen und alle Lüftungsschieber schließen, kein Wasser verwenden, es zerstört die Porzellanemaille.
- Die Asche erst leeren, wenn die Kohle vollständig verbrannt und erloschen ist.
- Keine scharfen Gegenstände zum Reinigen der Grillroste oder zum Entfernen der Asche verwenden, sonst leidet die Oberfläche, und keine scharfen Reiniger für Grillroste oder Räucherofen.
Außerhalb dieses Kapitels verlangt das Handbuch, Hände und Unterarme stets mit Schutzhandschuhen zu schützen. Webers Produktseite wiederholt die Hinweise in Kurzform, nennt die Gefahr in geschlossenen Räumen ausdrücklich eine Kohlenmonoxidvergiftung und verlangt, vor Gebrauch das Handbuch zu lesen.
Garantie und Ersatzteile
Laut Webers deutscher Garantieseite sind Kessel, Deckel und Mittelteil 10 Jahre gegen Durchrosten und Durchbrennen abgedeckt. Für Kunststoffbauteile gelten 5 Jahre, Ausbleichen und Verfärbungen ausgenommen, für alle übrigen Teile 2 Jahre. Die Roste fallen dort unter die übrigen Teile; das Handbuch von 2014 sah für Grill- und Holzkohleroste ebenfalls 2 Jahre gegen Durchrosten oder Durchbrennen vor.
Die Garantie ist freiwillig und kommt zur gesetzlichen Gewährleistung hinzu. Sie gilt in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, ab dem Kaufdatum und nur für den Erstkäufer, mit einer Ausnahme für Geschenke. Normale Verschleißerscheinungen wie Oberflächenrost, Dellen und Kratzer deckt sie nicht; anerkannt werden wesentliche Mängel wie Durchrosten oder Durchbrennen oder Schäden, die den sicheren Gebrauch verhindern. Für eine Reklamation brauchst du das Formular mit Schadensbeschreibung, Seriennummer, Kaufbeleg und Bildern vom Schaden, den Kaufbeleg hebst du also auf. Registrieren empfiehlt Weber, Pflicht ist es nicht.
Im Handbuch von 2014 stehen zwei weitere Einschränkungen. Die Garantie gilt dort nur für einzelne Privathaushalte, nicht bei gewerblicher Nutzung etwa in Restaurants, Hotels, Ferienorten oder Mietobjekten. Und sie erlischt bei Missbrauch, Umbau, mangelnder Pflege oder unsachgemäßer Montage, bei Schäden durch Insekten oder Nagetiere, durch salzhaltige Luft oder Chlorquellen wie Pools, bei Unwettern sowie beim Einbau von Nicht-Originalteilen. Wer an der Küste wohnt oder den Smoker nahe einem Pool aufstellt, muss laut Handbuch die Außenflächen regelmäßig waschen und abspülen, damit die Garantie greift.
Ersatzteile listet Weber USA für das 22-Zoll-Modell, das dem 57er entspricht: Holzkohlerost, unteren und oberen Grillrost, Tür, Wasserschale und Holzkohlekammer.
Diese drei Smoker kommen sonst infrage
Einer hat dieselbe Bauart in kleiner, die beiden anderen arbeiten nach einem anderen Prinzip.
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm diesen, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Weber Smokey Mountain Cooker 57 cm (dieser) | Watersmoker, zwei Roste, laut Weber 4.683 cm² | ca. 599 € | 9,5 | du oft für viele Gäste räucherst und der Smoker stehen bleiben darf |
| Weber Smokey Mountain Cooker 47 cm | gleiche Bauart, laut Weber je rund ein Drittel weniger Grillfläche und Gewicht | ca. 709 € | 9,1 | dir 3.103 cm² reichen und du den Smoker öfter wegräumst |
| Oklahoma Joe’s Highland | Offset: Feuerbox seitlich neben der Garkammer (Amazon-Titel: Side Fire Box) | ca. 456 € | 8,9 | du Brennstoff lieber in einer seitlichen Feuerbox nachlegst, als eine Wasserschale zu betreuen |
| MasterBuilt Digital Elektro Smoker 40-Inch | elektrisch, Temperatur und Zeit am Digitalpanel (Amazon-Stichpunkt) | ab 199 € (Santos Grills) | 8,3 | am Stellplatz eine Steckdose ist und du keine Lüftungsschieber nachregeln willst |
Die Preise sind die Richtwerte aus unseren jeweiligen Reviews, erfasst zu unterschiedlichen Zeitpunkten; beim MasterBuilt steht der günstigere der beiden Shops, die sein Review führt. Die Angebote hinter den Links können davon abweichen. Dass der kleinere 47er bei uns teurer steht als der 57er, liegt an den jeweils erfassten Angeboten und nicht an der Größe: Im Weber-Shop war der 47er am 25.09.2026 günstiger als der 57er. Vergleich beide am selben Tag im selben Shop, bevor du nach dem Preis entscheidest. Die Wertung ist unsere redaktionelle Einschätzung und kein Messergebnis.
Wann der 57er passt und wann nicht
Weber teilt die Größen selbst so ein: das 37-cm-Modell für kleine Stadtbalkone (im deutschen Weber-Shop nicht gelistet), den 47er für regelmäßige Runden mit Familie und Freunden, den 57er für alle, die für viele Gäste gleichzeitig große Mengen wie Pulled Pork, Rippchen oder Brisket smoken wollen. Der 47er hat laut Weber 3.103 cm² Grillfläche, 1.580 cm² weniger als der 57er, und wiegt 23,58 kg, also 11,8 kg weniger. Die Mehrfläche des Großen bringt dir etwas, wenn auf beiden Ebenen regelmäßig große Stücke liegen.
Beim Platz rechnest du großzügiger, als die Außenmaße vermuten lassen. Zum Korpus mit 57 cm Durchmesser kommen nach jeder Seite die 1,5 m Mindestabstand aus dem Sicherheitskapitel. Rechnet man beides zusammen, darf in einem Kreis von gut 3,5 m Durchmesser nichts Brennbares stehen, keine Hecke und kein Sonnenschirm.
Zeit brauchst du am Stück. Die Garzeittabelle reicht bei der Schweineschulter bis 12 Stunden, und die Kontrollen laufen die ganze Zeit mit: das Thermometer im 15-Minuten-Takt, Wasser und Kohle alle paar Stunden. Über 12 Stunden sind das 48 Blicke aufs Thermometer. Willst du die Hitze lieber am Digitalpanel vorgeben, als Schieber, Kohle und Wasser selbst nachzuregeln, passt ein Elektrosmoker wie der MasterBuilt 40-Inch besser. Die Aufsicht nimmt dir das Panel allerdings nicht ab: Einen laufenden Smoker lässt du grundsätzlich nicht allein, egal womit er heizt.
Steaks sind nicht die Aufgabe dieses Smokers. Ohne Wasserschale auf dem unteren Rost zu grillen, geht laut Weber zwar technisch, ist zum scharfen Anbraten aber nicht ideal und ersetzt keinen normalen Grill. Wer beides will, braucht zwei Geräte.
Zum Kaufpreis kommen Briketts, Anzündwürfel oder ein Anzündkamin, Räucherholz und ein Kerntemperaturfühler, denn das Deckelthermometer zeigt die Temperatur im Garraum und nicht die im Fleisch.


