Aufbau und Verarbeitung
Der Weber Smokey Mountain 47 kommt in einem stabilen Karton und lässt sich in rund 30 bis 40 Minuten aufbauen, da die drei Grundmodule – Feuerschale, Garkammer mit zwei Rosten, Deckel – größtenteils gesteckt statt geschraubt werden. Die porzellanemaillierte Oberfläche wirkt hochwertig verarbeitet, Schweißnähte sind sauber ausgeführt, und die Scharniere der neu hinzugekommenen Türklappe an der Feuerschale laufen ohne Spiel.
Mit rund 23 kg lässt sich der 47er noch von einer Person umstellen, wirkt im Vergleich zum kompakten 37er aber deutlich massiver und bodenständiger. Die drei Standbeine sorgen für sicheren Stand auch auf leicht unebenem Terrain.
Im Detail: Kapazität und Temperaturkonstanz
Nach dem Befüllen von Feuer- und Wasserschale erreicht der 47er innerhalb von 30 bis 35 Minuten die Zieltemperatur. Die zwei Rostebenen sind der entscheidende Vorteil gegenüber dem kleineren 37er-Modell: In der Praxis liefen gleichzeitig zwei Hähnchen auf dem oberen und ein Rack Rippchen auf dem unteren Rost, ohne dass sich Garzeiten oder Aromen negativ beeinflussten.
Bei einer Zieltemperatur von 115 °C blieb die tatsächliche Innentemperatur über sechs Stunden im Bereich zwischen 108 und 120 °C – ein Wert, der auch für ambitionierte Projekte wie Pulled Pork ausreichend stabil ist. Die neue seitliche Türklappe an der Feuerschale erlaubt zudem, bei Bedarf Kohle nachzulegen, ohne den Deckel öffnen und damit Hitze und Rauch verlieren zu müssen – ein spürbarer Komfortgewinn gegenüber älteren WSM-Generationen ohne diese Klappe.
Wie schlägt sich der Smokey Mountain 47 bei einem ganzen Brisket?
Sehr gut: Ein Brisket von 4 bis 5 kg passt bequem auf einen der beiden Roste und lässt bei Bedarf noch Platz für Beilagen auf der zweiten Ebene. Bei konstanten 110 °C dauert das Garen bis zur Kerntemperatur von 94 °C erfahrungsgemäß 10 bis 12 Stunden, wobei die Wasserschale die Temperatur auch über Nacht bemerkenswert stabil hält.
Wer schon einmal ein Brisket auf einem kleineren Smoker probiert hat, merkt beim 47er sofort den Unterschied: Die größere Rostfläche erlaubt, das Fleisch mit ausreichend Abstand zum Kesselrand zu platzieren, was für gleichmäßigeren Rauchkontakt sorgt und Hotspots reduziert.
Auch der Brennmaterialverbrauch bleibt in einem angenehmen Rahmen: Für eine typische sechsstündige Session genügen rund 3 bis 3,5 kg durchgeglühte Briketts, während die Wasserschale gleichzeitig für gleichmäßige Feuchtigkeit im Garraum sorgt. Diese Balance aus Kapazität und überschaubarem Verbrauch ist einer der Hauptgründe, warum der 47er in Foren und der BBQ-Community regelmäßig als beste WSM-Größe für den Hausgebrauch genannt wird.
Auch preislich liegt der 47er in einer komfortablen Mitte: Deutlich günstiger als das 57-cm-Flaggschiff, aber mit spürbar mehr Kapazität als der kompakte 37er. Wer sich unsicher ist, welche Größe die richtige Wahl darstellt, findet im 47er häufig den besten Kompromiss zwischen Investition und Nutzungsmöglichkeiten für den durchschnittlichen Grillhaushalt.
Reinigung und Alltag
Die Fettauffangschale unter der Feuerschale lässt sich herausnehmen und ausspülen, die Wasserschale wird nach jeder Session entleert und gereinigt, damit sich keine Fettreste festsetzen. Beide Roste sind mit einer Grillbürste schnell gesäubert. Eine passende Abdeckhaube schützt die emaillierte Außenhaut vor Witterung – bei diesem Investitionsvolumen eine sinnvolle Zusatzausgabe.
Für wen geeignet?
Der Weber Smokey Mountain 47 passt zu allen, die das Watersmoking als festes Hobby etablieren wollen und regelmäßig für sechs bis zehn Personen kochen. Die zwei Rostebenen und die stabile Temperaturführung machen ihn zum Allrounder zwischen kompaktem Einstieg und XXL-Flaggschiff. Einen direkten Vergleich zu allen Größen und Bauarten findest du in der Smoker-Kategorie. Bist du unsicher, ob ein Watersmoker oder doch ein Offset-Modell besser zu dir passt? Der Grill-Simulator hilft bei der Entscheidung.
Mehr Alternativen versammelt die Bestenliste Smoker.



