Auspacken und erster Eindruck
Die charakteristische Tonnenform des Weber Smokey Mountain ist auch in der kleinsten 37-cm-Version sofort wiederzuerkennen: drei übereinandergestapelte Zylinder aus porzellanemailliertem Stahl, unten die Feuerschale, in der Mitte die Wasserschale mit Rost, oben der Deckel mit Lüftungsventil. Der Aufbau dauert kaum mehr als 20 Minuten, da Weber auf Steckverbindungen statt komplizierter Verschraubungen setzt.
Trotz des kompakten Durchmessers wirkt das Gehäuse nicht dünnwandig – die Emaillierung ist gleichmäßig aufgetragen, Scharniere und Griffe sitzen fest. Mit rund 16 kg lässt sich der 37er auch von einer Person problemlos umstellen, was bei den größeren WSM-Modellen schon spürbar schwerer fällt.
Im Detail: Temperaturverhalten und Garergebnis
Nach dem Befüllen der Feuerschale mit durchgeglühten Briketts und dem Auffüllen der Wasserschale erreicht der 37er innerhalb von etwa 30 Minuten seine Zieltemperatur. Die Wasserschale ist das eigentliche Erfolgsgeheimnis des WSM-Prinzips: Sie speichert Wärme, gibt Feuchtigkeit an das Grillgut ab und wirkt wie ein Puffer gegen Temperaturspitzen. In der Praxis blieb die Innentemperatur bei einer Zieltemperatur von 115 °C über vier Stunden zwischen 108 und 122 °C – für Einsteiger eine komfortable Toleranz.
Ein Hähnchen (ca. 1,4 kg) war nach rund 2,5 Stunden bei 120 °C gleichmäßig gegart, die Haut blieb dank der feuchten Garatmosphäre saftig statt trocken. Ein Rack Rippchen nach der 3-2-1-Methode gelang in etwas über fünf Stunden butterzart – wobei die kompakte Rostgröße nur ein Rack gleichzeitig zulässt.
Wie gut eignet sich der Smokey Mountain 37 für kleine Gärten?
Sehr gut, denn mit nur 37 cm Durchmesser braucht der Smoker deutlich weniger Standfläche als seine größeren Geschwister und lässt sich auch in einer Gartenecke oder auf einer kleinen Terrasse aufstellen. Wichtig bleibt trotzdem ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien und eine gute Belüftung, da auch dieser kompakte Watersmoker mit offener Kohleglut arbeitet.
Für alle, die nicht viel Platz im Garten oder Schuppen haben, ist die kleinere Standfläche neben dem günstigeren Einstiegspreis das zweite große Argument für den 37er. Wer später mehr Kapazität braucht, kann den Smoker meist noch gut weiterverkaufen und in die größere WSM-Version investieren.
Auch beim Brennmaterial macht sich die kompakte Größe bemerkbar: Für eine vierstündige Session reichen rund 2 bis 2,5 kg durchgeglühte Briketts, deutlich weniger als bei den größeren WSM-Geschwistern. Wer nur gelegentlich räuchert, spart dadurch nicht nur Anschaffungskosten, sondern auch laufende Ausgaben für Kohle und Holzchips – ein Aspekt, der bei der Modellwahl oft unterschätzt wird.
Ein weiterer Pluspunkt der kompakten Bauweise zeigt sich beim Lagern: Der 37er passt in die meisten Gartenschuppen oder sogar in einen Kellerraum, ohne dass er dafür zerlegt werden müsste. Wer den Smoker über den Winter frostfrei einlagern will, profitiert von dieser kleineren Stellfläche gegenüber den 47- und 57-cm-Varianten, die deutlich mehr Platz beanspruchen.
Reinigung und Pflege
Nach dem Abkühlen lässt sich die Asche aus der Feuerschale einfach entnehmen, die Wasserschale wird ausgeleert und mit warmem Wasser gespült. Der Rost verträgt eine Grillbürste ohne Probleme, die emaillierte Außenhaut braucht keine besondere Pflege, sollte aber trotzdem mit einer Abdeckhaube vor Regen geschützt werden, damit sich an Nähten kein Rost bildet.
Für wen geeignet?
Der Weber Smokey Mountain 37 ist die richtige Wahl für alle, die das Räuchern mit der Watersmoker-Methode zunächst unkompliziert und ohne große Investition ausprobieren wollen – etwa Paare, Singles oder alle mit begrenztem Platz im Garten. Wer regelmäßig für größere Runden kocht, findet in der Smoker-Kategorie die passenderen 47- und 57-cm-Varianten mit mehr Kapazität. Unsicher, welche Smoker-Größe zu deinem Bedarf passt? Der Grill-Finder hilft in einer Minute weiter.
Mehr Alternativen versammelt die Bestenliste Smoker.



