Ein Gasgrill, der an die ganze Speisefolge denkt
Die meisten Einsteiger-Gasgrills konzentrieren sich auf eine Sache: möglichst viel Grillfläche zu einem fairen Preis. Der Tarrington House Paxton geht einen Schritt weiter und packt zusätzlich zu den vier Hauptbrennern einen separaten Seitenbrenner an die Flanke des Grillwagens. Das klingt nach einem kleinen Detail, verändert aber den Alltag am Grill spürbar: Während das Fleisch auf den Hauptbrennern gart, köchelt nebenan die Grillsoße oder brutzelt Gemüse in der Pfanne, ganz ohne Zwischenstopp in der Küche.
Beim Auspacken zeigt sich ein pulverbeschichtetes Stahlgestell in Rot, das mit rund 136 × 54 × 115 cm eine kompakte, aber keineswegs winzige Stellfläche beansprucht. Die Edelstahl-Grillfläche von 41 × 71 cm wirkt für die Preisklasse solide verarbeitet, Scharniere und Regler sitzen fest, ohne stark zu wackeln.
Im Detail: Vier Zonen plus Seitenkocher im Zusammenspiel
In der Praxis zeigt sich der größte Vorteil der vier einzeln regelbaren Hauptbrenner: Eine Zone lässt sich für indirektes Garen komplett ausschalten, während die übrigen weiterlaufen. Ein Hähnchenschenkel gart so bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze in rund 35 bis 40 Minuten gleichmäßig durch, ohne direkt über der offenen Flamme zu verbrennen. Für scharfes Anbraten von Steaks lassen sich dagegen alle vier Brenner gleichzeitig auf volle Leistung stellen.
Der Seitenbrenner arbeitet unabhängig von den Hauptbrennern und eignet sich gut für eine Pfanne mit Grillgemüse oder eine einfache Soße. Wer schon einmal versucht hat, während des Grillens parallel eine Beilage in der Küche zuzubereiten, weiß den kurzen Weg zum Seitenkocher zu schätzen – alles bleibt am selben Ort, kein Hin- und Herlaufen zwischen Terrasse und Herd.
Wie gut eignet sich der Paxton für größere Grillrunden?
Für 6 bis 8 Personen reicht die Grillfläche von 41 × 71 cm gut aus, ohne dass ständig umgeschichtet werden muss. Bei einem Testdurchlauf mit Bratwürsten, Steaks und Maiskolben gleichzeitig ließen sich alle drei Grillgutarten dank der vier separat regelbaren Zonen mit passender Hitze parallel zubereiten: hohe Stufe für die Würste, mittlere für die Steaks, niedrige Stufe zum Warmhalten der bereits fertigen Kolben. Für spontane Zusatzgäste bleibt über den Seitenbrenner zudem noch Kapazität für eine schnelle Beilage.
Wer regelmäßig mehr als 8 Personen bewirtet, sollte einplanen, dass auch dieser Grill an Kapazitätsgrenzen stößt und ein zweiter Durchgang nötig wird.
Aufbau, Mobilität und Pflege
Der Aufbau des Paxton erfordert die übliche Montage von Gestell, Rädern und Ablagetisch und dauert mit zwei Personen rund 50 bis 60 Minuten. Das fahrbare Gestell mit Rollen erleichtert danach das Verschieben zwischen Terrasse und Lagerplatz spürbar, insbesondere wenn der Grill über den Winter an einen geschützten Ort gebracht werden soll.
Die Reinigung der Edelstahl-Grillfläche gelingt mit einer Grillbürste direkt nach dem Betrieb, solange die Roste noch warm sind. Der Seitenbrenner braucht wegen möglicher Fettspritzer beim Pfannengebrauch etwas häufigere Aufmerksamkeit als die Hauptbrenner. Bei Kratzern in der Pulverbeschichtung des Stahlgestells lohnt sich zügiges Nachbessern, um Rostbildung vorzubeugen.
Für wen geeignet?
Der Tarrington House Paxton eignet sich für Familien und kleine Freundeskreise, die einen vollständig ausgestatteten Gasgrill mit der Option auf parallele Beilagenzubereitung suchen. Wer den Seitenbrenner regelmäßig nutzen würde, bekommt für rund 322 € ein rundes Gesamtpaket ohne spätere Nachrüstung. Wer ausschließlich puren Grillbetrieb ohne Zusatzfunktionen braucht, findet in der Übersicht aller Gasgrills im Vergleich auch reduziertere Modelle. Bei der Wahl zwischen Basis-Ausstattung und Komfort-Extras hilft der Grill-Finder mit einer schnellen Einschätzung.
Einen breiteren Überblick gibt unsere Bestenliste Gasgrills.


