Zwischen Einsteigermodell und Profi-Ofen: Wo sich der O-160 PRO einordnet
Zwischen kompakten Einsteiger-Pizzaöfen und teuren Profi-Modellen mit Rotationsstein positioniert sich der SANTOS O-160 PRO als solides Mittelklasse-Gerät. SANTOS ist die Eigenmarke des Kölner Fachhändlers Santos Grills, der die O-Serie an Pizzaöfen neben Marken wie Gozney oder Alfa Forni im eigenen Shop führt. Den O-160 PRO gibt es in zwei Preisstufen zu 499 € und 559 €, der SANTOS-Shop dokumentiert den genauen Unterschied zwischen beiden Ausführungen allerdings nicht eindeutig, sodass sich hier je nach Ausführung ein moderater Aufpreis ergibt. Wie die meisten Gas-Pizzaöfen dieser Klasse ist auch der O-160 PRO für den Betrieb mit einer handelsüblichen Gasflasche über Schlauch und Druckminderer ausgelegt und damit unabhängig von einem festen Gasanschluss auf Terrasse oder Balkon einsetzbar.
Im Detail: Wie schnell und heiß backt der O-160 PRO?
Zwei seitliche Edelstahlbrenner bringen zusammen 8,7 kW Leistung. Laut Herstellerangaben erreicht der Ofen damit Temperaturen von bis zu 450 °C, die Aufheizzeit liegt bei rund 20 bis 25 Minuten. Herzstück ist ein 2 cm dicker Cordierit-Pizzastein, der Hitze gleichmäßig speichert und an den Teigboden abgibt. Die Brenner arbeiten mit einer rollenden Flamme von beiden Seiten, was für eine gleichmäßigere Hitzeverteilung sorgen soll als ein einzelner Brenner an nur einer Position. In Kombination sollen diese Werte in der Praxis für Backergebnisse mit knusprigem Rand und gut durchgebackenem Belag sorgen, wie sie für Gas-Pizzaöfen dieser Preisklasse üblich sind. Wie bei jedem Steinofen gilt dabei die Grundregel, den Pizzastein vor der ersten Pizza vollständig auf Betriebstemperatur vorzuheizen, da ein noch kalter Stein den Boden nicht knusprig, sondern eher zäh werden lässt.
Reicht die Leistung für echte Steinofen-Ergebnisse?
Kurz beantwortet: Ja, für die meisten Hobbybäcker reichen 8,7 kW und 450 °C völlig aus. Diese Werte liegen im Bereich klassischer neapolitanischer Backtemperaturen und damit deutlich über dem, was ein normaler Haushaltsbackofen leistet, der meist bei 250 bis 300 °C endet, auch wenn Profi-Steinöfen in Restaurants oft noch höhere Spitzentemperaturen erreichen. Für Flammkuchen, Brot oder Focaccia lässt sich die Temperatur über die beiden Brenner zudem gezielt reduzieren, sodass der Ofen nicht nur für klassische Pizza taugt.
Zubehör und Handhabung im Alltag
Der O-160 PRO wird als reiner Ofen verkauft, passendes Zubehör wie Pizzaschieber, Teigmesser oder eine Abdeckhaube muss separat dazugekauft werden. Für die Pflege des Cordierit-Steins gilt allgemein: Rückstände nach dem Backen bei voller Hitze ausbrennen lassen und anschließend mit der Bürste entfernen, Wasser und Spülmittel sollten wegen der porösen Steinoberfläche vermieden werden. Da der Ofen freistehend genutzt wird, empfiehlt sich ein windgeschützter, stabiler Standort für ein gleichmäßiges Brennerbild, offene Flammen reagieren bei Gas-Pizzaöfen grundsätzlich empfindlicher auf Zugluft als geschlossene Systeme. Zwischen den Backvorgängen sollte der Ofen zudem kurz auslüften können, bevor der Deckel oder die Frontklappe wieder vollständig geschlossen wird.
Für wen geeignet?
Der SANTOS O-160 PRO eignet sich für alle, die regelmäßig Pizza im Steinofen-Stil backen wollen, ohne gleich in ein Profi-Modell mit Rotationsstein zu investieren. Mit 8,7 kW und 450 °C liegt er im soliden Mittelfeld der Gas-Pizzaöfen. Einen Überblick über weitere Modelle in jeder Preisklasse bietet die Kategorie Pizzaöfen im Vergleich, und wer unsicher ist, welcher Ofentyp zum eigenen Backverhalten passt, findet über den Grill-Finder eine erste Orientierung. Die komplette Vergleichstabelle zeigt zudem, wie sich der O-160 PRO gegen andere bewertete Modelle schlägt. Wer preisbewusster einsteigen möchte oder nur gelegentlich Pizza backt, ist mit einem kleineren Modell der O-Serie oft ebenso gut bedient und spart sich den Aufpreis für die höhere Leistungsklasse.


