Ein Einstieg ins Pizzabacken, der nicht viel kostet
Für unter 250 € einen waschechten Gas-Pizzaofen: Genau das verspricht der SANTOS O-140, das Einsteigermodell der O-Serie von Santos. SANTOS ist die Eigenmarke des Kölner Fachhändlers Santos Grills, der neben eigenen Pizzaöfen auch Marken wie Ooni oder Gozney im Sortiment führt. Den O-140 gibt es in drei Ausführungen: als manuelles Grundmodell in Schwarz für 249 €, sowie mit Motor zur automatischen Steindrehung in Schwarz oder Beige für jeweils 299 €. Wie die meisten kompakten Gas-Pizzaöfen ist auch der O-140 auf den Betrieb mit einer handelsüblichen Gasflasche ausgelegt, ein fester Gasanschluss ist damit nicht nötig.
Im Detail: Wie heiß und wie schnell backt der O-140?
Ein U-förmiger Edelstahl-Heckbrenner liefert 4,7 kW Leistung und soll laut Hersteller Temperaturen von bis zu 500 °C erreichen, ganz ohne elektrischen Antrieb im Brenner selbst. Bei voller Hitze soll eine neapolitanische Pizza in unter zwei Minuten fertig sein, ein Wert, der laut Herstellerangaben mit dem eines klassischen Steinofens vergleichbar ist. Der Cordierit-Pizzastein ist für Pizzen bis zu einem Durchmesser von 35 cm ausgelegt und speichert die Hitze gleichmäßig, damit der Boden knusprig statt blass bleibt. Wie bei jedem Steinofen gilt auch hier die Grundregel, den Stein vor der ersten Pizza vollständig durchzuheizen, ein noch kalter Stein verlängert die Backzeit spürbar und lässt den Boden eher zäh statt knusprig werden. Für dünn ausgerollten Teig mit wenig Belag verkürzt sich die Backzeit zusätzlich, dick belegte Pizzen brauchen entsprechend etwas länger.
Lohnt sich die Motor-Variante für 50 € Aufpreis?
Kurz beantwortet: Nur, wer sich das manuelle Drehen des Pizzasteins sparen möchte. Die Motor-Variante übernimmt die Rotation automatisch für eine gleichmäßigere Bräunung des Randes, das Grundmodell erledigt das per Hand mit dem Pizzaschieber. An Leistung, Höchsttemperatur oder Steingröße ändert sich zwischen beiden Ausführungen nichts. Wer regelmäßig backt oder sich beim manuellen Drehen unsicher fühlt, profitiert stärker vom Aufpreis als jemand, der den Ofen nur gelegentlich für den Grillabend mit Freunden herausholt.
Aufbau, Zündung und Pflege im Alltag
Vier einklappbare Standfüße sorgen für einen stabilen Stand beim Backen und lassen sich zum Verstauen platzsparend einklappen. Gestartet wird der Brenner über eine Piezo-Zündung, die laut Hersteller zuverlässig und schnell anspringt und damit ohne Streichhölzer oder Feuerzeug auskommt. Bei der Reinigung profitiert der O-140 vom sogenannten Pyrolyseeffekt: Die hohen Betriebstemperaturen verbrennen Rückstände auf dem Stein nahezu vollständig, sodass meist nur ein kurzes Ausbürsten nötig ist. Zu Gewicht oder Gasverbrauch macht der Hersteller keine Angaben, hier bleibt die Datenlage lückenhaft. Wie bei allen Outdoor-Gasgeräten empfiehlt sich vor der Saison ein kurzer Sichtcheck von Schlauch und Druckminderer auf Risse oder Undichtigkeiten, unabhängig vom konkreten Modell. Zwischen den Backvorgängen sollte der Ofen zudem kurz auslüften, bevor die nächste Pizza eingeschoben wird.
Für wen geeignet?
Der SANTOS O-140 eignet sich für alle, die zum ersten Mal einen Gas-Pizzaofen ausprobieren wollen, ohne gleich mehrere Hundert Euro zu investieren. Auch für kleine Terrassen und Balkone ist er durch die einklappbaren Standfüße und das kompakte Gehäuse praktisch. Wer regelmäßig größere Pizzarunden veranstaltet oder mehr Leistung sucht, findet in der Kategorie Pizzaöfen im Vergleich auch stärkere Modelle. Unsicher, welcher Ofentyp zum eigenen Backverhalten passt? Der Grill-Finder hilft bei der Einordnung, und die komplette Vergleichstabelle zeigt alle bewerteten Modelle im direkten Vergleich. Wer bereits weiß, dass regelmäßig gebacken wird, kann direkt zur Motor-Variante greifen und sich das manuelle Drehen von Anfang an sparen.


