Der große Bruder in der Outsunny-Reihe
Wer bereits kompaktere Gasgrills der Marke Outsunny kennt, merkt beim Auspacken dieses 17,8-KW-Modells sofort den Unterschied: Statt eines schlanken Tisch- oder Einsteiger-Grillwagens steht hier ein deutlich größeres Gerät mit sechs Hauptbrennern, separatem Seitenbrenner und einem festen Unterschrank statt offener Regale. Die Verarbeitung folgt dabei dem bekannten Muster der Marke – solide für den Preis, aber ohne die Materialstärke etablierter Markengrills der gleichen Preisklasse.
Mit einer Grillfläche von 2600 cm² und einer Gesamtleistung von 17,8 kW zielt dieses Modell klar auf größere Grillrunden statt auf den schnellen Feierabend zu zweit.
Im Detail: Sechs Brenner plus Seitenbrenner
In der Praxis zeigt sich die deutlich höhere Kapazität gegenüber kompakteren Outsunny-Gasgrills sofort: Die sechs 2,5-kW-Hauptbrenner lassen sich einzeln über Piezo-Zündung regulieren, was mehrere Temperaturzonen gleichzeitig ermöglicht – etwa eine Seite auf voller Hitze zum Anbraten, die andere gedrosselt zum Warmhalten oder schonenden Garen. Bei einer Belegung mit mehreren Burgern und Würstchen für die beworbenen 6 bis 8 Personen zeigt sich, dass die Fläche tatsächlich großzügig genug ist, um in einem Durchgang für eine ganze Grillrunde zu garen.
Der zusätzliche 2,8-kW-Seitenbrenner mit eigener Zündung erlaubt parallel dazu die Zubereitung von Soßen oder Pfannengerichten, ohne die Hauptbrenner zu blockieren – ein Komfortmerkmal, das bei kompakteren 3-Brenner-Modellen ohne Seitenstation fehlt.
Wie unterscheidet sich dieses Modell von kleineren Outsunny-Gasgrills?
Der wichtigste Unterschied liegt in der schieren Größenordnung: 17,8 kW Gesamtleistung und 2600 cm² Fläche stehen gegen 7 kW und rund 1.776 cm² bei kompakteren Modellen der gleichen Marke. Dazu kommt der feste Unterschrank, der geschützten Stauraum für Gasflasche und Zubehör bietet, statt nur offener Ablagen. Wer zwischen den beiden Größenklassen wählt, sollte die tatsächliche Gästezahl realistisch einschätzen: Für den wöchentlichen Grillabend zu zweit ist dieses XL-Modell in aller Regel überdimensioniert, für regelmäßige Gartenpartys mit sechs oder mehr Personen dagegen genau richtig.
Der Aufpreis von rund 130 € gegenüber dem kompakten Modell rechtfertigt sich durch die deutlich größere Fläche, mehr Brenner und den zusätzlichen Stauraum – nicht durch eine grundlegend andere Verarbeitungsqualität.
Stauraum, Mobilität und Reinigung
Der Seitentisch bietet Fläche zur Vorbereitung, während der Unterschrank als geschützter Stauraum für Grillzubehör oder die Gasflasche selbst dient. Bei Nichtgebrauch lässt sich der Seitenbrenner zusätzlich als Ablage für Gewürze nutzen, was den Grillplatz insgesamt aufgeräumter hält als offene Regalsysteme.
Die herausnehmbare Fettauffangschale vereinfacht die Reinigung nach dem Grillen erheblich, zwei große Räder sorgen dafür, dass der recht schwere Grillwagen dennoch mühelos zwischen Terrasse und Garten bewegt werden kann. Das Deckelthermometer mit Doppelskala liefert dabei eine brauchbare Groborientierung, für exaktes Niedrigtemperaturgaren empfiehlt sich weiterhin ein separates Einstichthermometer.
Für wen geeignet?
Der Outsunny 17,8-KW-Gasgrill eignet sich für Familien und Grillrunden mit sechs bis acht Personen, die einen XL-Grillwagen mit Seitenbrenner und geschütztem Unterschrank suchen, ohne für eine etablierte Grillmarke tief in die Tasche zu greifen. Für kleinere Runden lohnt sich eher der Blick auf kompaktere Modelle in der Kategorie Gasgrills im Vergleich. Der Grill-Finder hilft dabei, die passende Größenklasse für die eigene Gästezahl zu finden.
Einen breiteren Überblick gibt unsere Bestenliste Gasgrills.


