Die meisten tragbaren Gasgrills lösen das Platzproblem, indem sie einfach kleiner und schwächer werden. Der NOMADIQ Compact geht einen anderen Weg: Er bleibt mit 5,6 kg und einem Packmaß von 40 × 36 × 16 cm kompakt, verzichtet dabei aber nicht auf ein Feature, das sonst größeren Gartengrills vorbehalten ist – zwei unabhängig regelbare Grillzonen.
Erster Eindruck: Leichtbau mit Anspruch
Ausgepackt fällt zuerst das geringe Gewicht auf. Statt auf massives Gussrost setzt NOMADIQ auf gegossenes Aluminium, das deutlich leichter ist, ohne dabei fragil zu wirken. Für Wohnmobil-Reisende, Bootsbesitzer oder alle mit Gepäckbeschränkung beim Wandern ist dieser Unterschied im Alltag spürbar, wenn der Grill regelmäßig getragen oder verstaut werden muss.
Der Zusammenbau aus dem Transportzustand dauert laut Hersteller nur Sekunden und kommt ohne zusätzliches Werkzeug aus. Damit richtet sich der Compact klar an Nutzer, die spontan grillen wollen, ohne vorher eine Anleitung zu wälzen oder Schrauben anzuziehen.
Im Detail: Was bringen die zwei Grillzonen?
Der eigentliche Clou des NOMADIQ Compact zeigt sich erst beim Grillen selbst: Jede der beiden Flächen verfügt über einen eigenen Temperaturregler. Das erlaubt es, auf einer Seite ein Steak bei hoher Hitze scharf anzubraten, während auf der anderen Seite gleichzeitig Gemüse bei moderater Temperatur gart oder bereits fertiges Grillgut warmgehalten wird.
Bei den meisten tragbaren Grills dieser Größenordnung gibt es nur eine einzige Temperaturzone – wer unterschiedliche Zutaten gleichzeitig zubereiten will, muss entweder nacheinander grillen oder mit ungleichmäßiger Hitzeverteilung leben. Der Compact löst dieses Problem strukturell, was ihn für Reisende mit unterschiedlichen Essgewohnheiten in der Gruppe besonders praktisch macht.
Wie kompakt ist der Grill wirklich im Alltag?
Kurz gesagt: sehr kompakt. Mit 40 cm Breite, 36 cm Höhe und 16 cm Tiefe im zusammengeklappten Zustand passt der NOMADIQ Compact in die meisten Staufächer von Wohnmobilen und in den Kofferraum kleinerer Fahrzeuge. Das Aluminium-Gehäuse trägt zusätzlich zum geringen Gesamtgewicht von 5,6 kg bei, was den Transport gegenüber schwereren Guss-Alternativen deutlich erleichtert.
Nach dem Grillen soll der Grill laut Hersteller innerhalb weniger Minuten so weit abkühlen, dass er wieder eingepackt werden kann – ein Detail, das bei spontanen Weiterfahrten mit dem Wohnmobil den Unterschied macht.
Reinigung und Handhabung
Die Reinigung profitiert vom kompakten Design: Nach dem Abkühlen lassen sich Rückstände von den beiden Grillflächen abwischen, größere Verkrustungen mit einem Spachtel oder einer Bürste entfernen. Da der Grill primär für den mobilen Einsatz konzipiert ist, sollte er nach jeder Nutzung gründlich getrocknet werden, bevor er wieder im Staufach verschwindet, um Korrosion am Aluminium vorzubeugen.
Für wen geeignet?
Der NOMADIQ Compact eignet sich für Wohnmobil- und Bootsbesitzer sowie alle Camper, die Wert auf gleichzeitiges, präzises Grillen mit zwei Temperaturzonen legen und dafür auch einen höheren Preis akzeptieren. Für alle, die nur gelegentlich unterwegs grillen und primär auf den Preis schauen, lohnt sich eher ein Blick in die Übersicht der Gasgrills mit einfacheren Kartuschenmodellen. Wer unsicher ist, welcher Grilltyp am besten zum eigenen Reisestil passt, findet über den Grill-Finder eine erste Einschätzung.
Mehr Alternativen versammelt die Bestenliste Gasgrills.


