Ein Komplett-Set statt Einzelteile zusammensuchen
Wer sich zum ersten Mal einen Gas-Pizzaofen zulegt, merkt schnell: Neben dem Ofen selbst braucht es eine Schaufel, ein Thermometer und meist auch einen passenden Gasschlauch mit Regler. Der LIKAYA NeroSpin packt all das direkt ins Paket – inklusive einer robusten Tragetasche mit Logo, mit der sich der Ofen einigermaßen bequem verstauen und transportieren lässt. Für rund 300 € bekommst du damit ein startklares Set, ohne erst Zubehör zusammensuchen zu müssen.
Ausgepackt zeigt sich ein mattschwarzes, pulverbeschichtetes Metallgehäuse, das auf den ersten Blick solide wirkt. Der L-förmige Brenner sitzt an der Rückseite und soll laut Hersteller für eine gleichmäßige Hitzeverteilung bis in die Ecken der Backkammer sorgen – ein Detail, das bei vielen günstigen Einsteiger-Öfen mit einfachem Rundbrenner fehlt und typischerweise zu kalten Randzonen führt.
Im Detail: Aufheizen und Backergebnis
Der 6,2-kW-Brenner bringt den Cordieritstein laut Herstellerangabe auf bis zu 450 °C. In der Praxis dauert das Aufheizen bei den meisten Gas-Pizzaöfen dieser Leistungsklasse realistisch 15 bis 20 Minuten, bis der Stein durchgehend die Zieltemperatur gespeichert hat – ein Wert, den du am beiliegenden Laserthermometer ablesen kannst, statt auf dein Bauchgefühl zu vertrauen.
Ist die Hitze erreicht, backt eine dünn ausgerollte Pizza laut Hersteller in rund 90 Sekunden. Der Drehteller lässt sich dabei von Hand drehen, sodass sich die Pizza gleichmäßiger der Hitzequelle aussetzen lässt als bei einem feststehenden Stein. Das ist zwar kein automatischer Rotationsmechanismus wie bei teureren Modellen, hilft aber trotzdem spürbar dabei, einseitig verbrannte Ränder zu vermeiden.
Wie schlägt sich der Drehteller im Alltag?
Der manuelle Drehteller ist kein Luxus-Feature, sondern ein einfaches, aber wirkungsvolles Werkzeug: Mit einem kurzen Griff an der Schaufel lässt sich die Pizza um ein Stück weiterdrehen, sobald eine Seite ausreichend Farbe angenommen hat. In der Praxis braucht es dafür etwas Übung, bis der Dreh im richtigen Moment erfolgt – nach den ersten zwei oder drei Pizzen stellt sich aber ein Gefühl dafür ein, wann nachgedreht werden sollte.
Verglichen mit einem komplett feststehenden Pizzastein ist das ein klarer Vorteil, auch wenn ein automatisch rotierender Stein, wie ihn deutlich teurere Öfen bieten, noch gleichmäßigere Ergebnisse liefert und dir das manuelle Drehen komplett abnimmt.
Handhabung und Pflege
Der NeroSpin wird über eine handelsübliche Gasflasche mit Druckregler betrieben; beides ist nicht im Lieferumfang enthalten und muss separat besorgt werden. Der beiliegende Gasschlauch mit Regler passt auf gängige deutsche Gasflaschen-Anschlüsse, ein Blick in die Anleitung vor dem ersten Anschließen lohnt sich trotzdem.
Zur Reinigung genügt es, den Cordieritstein nach dem vollständigen Abkühlen trocken abzubürsten – Wasser sollte dabei vermieden werden, da poröses Cordierit sonst Feuchtigkeit aufnehmen und bei erneuter Hitze reißen kann. Das Metallgehäuse lässt sich mit einem feuchten Tuch abwischen; für die dauerhafte Nutzung im Freien empfiehlt sich zusätzlich eine passende Abdeckhaube aus der Rubrik Grillzubehör.
Für wen geeignet?
Der LIKAYA NeroSpin eignet sich vor allem für alle, die zum ersten Mal in einen Gas-Pizzaofen investieren und direkt mit komplettem Zubehör starten wollen, ohne Schaufel oder Thermometer separat zu bestellen. Für gelegentliche Pizzaabende zu zweit oder mit Freunden liefert er ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer regelmäßig für größere Runden backen möchte oder höchste Verarbeitungsqualität erwartet, findet in der Übersicht aller Pizzaöfen im Vergleich auch leistungsstärkere Alternativen. Unsicher, welcher Ofentyp am besten passt? Der Grill-Finder hilft bei der Entscheidung.


