Wenn aus dem Grill eine Küche wird
Wer die GRANT Base kennt, ahnt schon, wohin die Reise beim GRANT Pro geht: mehr Module, mehr Fläche, mehr Ausbaustufe. Statt einer einzelnen Brennkammer mit Unterschrank liefert BURNHARD hier gleich zwei zusätzliche Seitenschränke mit Arbeitsfläche, ein eigenes Seitenkochfeld und ein Akazienholz-Schneidebrett samt zwei GN-Foodcontainern mit – der Pro kommt fertig als Outdoor-Küche aus dem Karton, nicht als Grill mit Aufrüstoption.
Technisch basiert der Pro auf demselben FitnFire-System wie der Base: Brenner lassen sich werkzeuglos tauschen oder ergänzen, die doppelwandige Edelstahl-Brennkammer speichert Hitze effizient, und der Korpus aus verzinktem Stahl mit schwarzer Pulverbeschichtung ist witterungsfest ausgelegt. BURNHARD wirbt beim GRANT Pro zudem mit der Entwicklung in Deutschland – ein Detail, das sich vor allem in der durchdachten Modulplanung und den passgenauen Übergängen zwischen Brennkammer und Seitenschränken zeigt.
Im Detail: Leistung und Ausbaustufen
Vier Edelstahl-Stabbrenner mit je 3,5 kW ergeben 14 kW, dazu kommen ein Infrarot-Keramik-Heckbrenner mit 3,7 kW und ein separates Seitenkochfeld mit 2,8 kW – zusammen 20,5 kW. Die Grillfläche bleibt mit 75 × 44 cm (ca. 3.300 cm²) identisch zum Base-Modell, die Gesamtbreite wächst durch die beiden zusätzlichen Seitenschränke aber auf 168 cm. Zwei Warmhalteroste mit je 36 × 18,4 cm ergänzen die Hauptfläche, sodass fertiges Grillgut warm bleibt, während der nächste Durchgang gart.
Auch bei der Temperaturmessung setzt der Pro auf das gleiche LED-Display mit zwei Einstich-Sonden und einer fest verbauten Umluftsonde wie der Base – präzise Werte statt Schätzen am Deckelthermometer. Das separate Seitenkochfeld mit 2,8 kW eignet sich für Saucen, Beilagen oder asiatische Wok-Gerichte parallel zum Hauptgrillvorgang, ohne die Hauptbrennkammer dafür freiräumen zu müssen. Betrieben wird der Pro wie der Base mit Butan (G30) oder Propan (G31); ein Gasschlauch mit 50-mbar-Druckminderer und eine passende Gasflaschenhalterung liegen bei. Zum Lieferumfang zählen außerdem vier Grillroste, zwei Warmhalteroste und vier W-Shape Flavor Bars, sodass die komplette Erstausstattung ohne Zubehör-Nachkauf startklar ist.
Lohnt sich der Aufpreis gegenüber dem GRANT Base?
Für alle, die regelmäßig mehrgängige Grillmenüs mit Beilagen, Saucen oder Vorspeisen planen: ja. Die werkseitig verbauten Seitenschränke, das Arbeitsflächen-Set und das Seitenkochfeld sparen den nachträglichen Modulkauf, den man beim Base-Modell separat zusammenstellen müsste. Wer dagegen nur gelegentlich grillt und selten mehr als eine Beilage parallel zubereitet, zahlt mit dem Pro für Kapazitäten, die im Alltag oft ungenutzt bleiben – hier lohnt sich der schlankere Base eher.
Aufbau, Platzbedarf und Pflege
Mit 168 cm Breite und mehreren Schrankeinheiten braucht der GRANT Pro deutlich mehr Stellfläche als ein klassischer Gasgrillwagen – die Lieferung erfolgt entsprechend per Spedition (+29 €) und dauert 2 bis 4 Werktage. Die Fettauffangschale im EasyClean-System lässt sich herausnehmen, in Einzelteile zerlegen, und die meisten Bestandteile sind spülmaschinengeeignet, was die Reinigung nach ausgiebigen Grillabenden mit mehreren Kochstellen erleichtert. Die Vollgummirollen mit Feststellbremsen sorgen trotz des Gewichts für einen sicheren Stand, sobald der endgültige Standort feststeht. Die 10 Jahre Garantie gilt ohne vorherige Registrierung und deckt verschiedene Kernkomponenten ab – ein Pluspunkt gegenüber Modellen, bei denen ein längerer Garantiezeitraum an eine Anmeldung im Kundenportal gekoppelt ist.
Für wen geeignet?
Der GRANT Pro eignet sich für alle, die eine vollständige Outdoor-Küche mit Seitenkochfeld und Arbeitsflächen suchen und dafür bereit sind, entsprechend zu investieren. Einen Vergleich mit anderen Modellen der Klasse liefert die Kategorie Gasgrills im Vergleich, und wer unsicher ist, ob der volle Ausbau nötig ist oder der schlankere GRANT Base ausreicht, findet über den Grill-Finder eine passende Einschätzung.
Alle Top-Modelle der Klasse stehen im Gasgrills-Ranking.


