Nicht jeder Grillabend braucht einen 57-cm-Kessel im Garten – manchmal reicht ein Steak für zwei auf dem Balkon, und genau für diesen Moment gibt es den Weber Smokey Joe Premium.
Aufbau und erster Eindruck
Ausgepackt wirkt der Smokey Joe wie eine maßstabsgetreue Miniatur der großen Weber-Kugelgrills – und das ist durchaus wörtlich gemeint. Der Kessel und der Deckel sind porzellanemailliert, was ihn rostbeständiger macht als lackierte Mini-Grills aus dem Baumarktregal. Mit einem Durchmesser von 37 cm lässt er sich mit einer Hand tragen, sobald der Deckel per Tuck-N-Carry-Mechanik eingerastet ist. Der Aufbau beschränkt sich auf das Einsetzen des Rosts und der Ascheschale, nach wenigen Minuten steht der Grill einsatzbereit auf der Terrasse.
Die Verarbeitung fühlt sich in den Fingern spürbar hochwertiger an als bei den meisten Mini-Kugelgrills im gleichen Größensegment: Die Schweißnähte sind sauber, der Deckelgriff sitzt fest, und die beiden Lüftungsschieber im Kessel lassen sich leichtgängig, aber nicht wackelig bewegen.
Im Detail: Grillfläche und Hitzeregulierung
Mit 37 cm Durchmesser reicht die Grillfläche für 2 bis 4 Personen komfortabel aus – für ein Paar Steaks und etwas Gemüse ist genug Platz, für eine größere Grillparty mit acht Gästen ist der Smokey Joe dagegen bewusst nicht gedacht. Bei voll durchgeglühter Kohle und geöffneten Lüftungsschiebern erreicht die Fläche über der Glut Temperaturen, die ein mitteldickes Steak in rund 3 Minuten pro Seite mit ordentlichen Röstaromen versieht.
Die beiden Lüftungsschieber im Kessel erlauben eine feinere Steuerung, als sie einfache Klapp-Grills bieten: Wird die Zufuhr gedrosselt, sinkt die Innentemperatur spürbar ab, was etwa für schonenderes Garen von Hähnchenteilen oder Gemüsespießen genutzt werden kann. Vollständig geschlossen erstickt die Luftzufuhr die Glut zuverlässig – praktisch, um eine Session ohne Löschwasser zu beenden und die restliche Kohle für das nächste Mal aufzusparen.
Was macht die Tuck-N-Carry-Mechanik am Weber Smokey Joe so praktisch?
Der Deckel rastet am Kesselrand ein und dient danach als sicherer Tragegriff für den kompletten Grill. Gleichzeitig hält die Verriegelung den Deckel während des Kochens vom Boden fern, sodass er nicht im Gras oder auf staubigem Terrassenboden abgelegt werden muss – ein kleines, aber im Alltag spürbares Detail.
Genau dieses Feature macht den Smokey Joe zu einem naheliegenden Begleiter für Ausflüge: eingerastet lässt er sich bequem in den Kofferraum stellen oder an einem Griff zum Auto tragen, ohne dass lose Kohlereste herausfallen. Für Camping, Picknick oder den spontanen Grillabend am See ist das ein klarer Vorteil gegenüber sperrigeren Kugelgrills.
Handhabung im Alltag
Die Ascheentnahme erfolgt über eine herausnehmbare Schale unter dem Rost, die sich nach dem Abkühlen unkompliziert entleeren lässt. Zur Reinigung des Rosts reicht in der Regel eine Grillbürste, solange er noch handwarm ist. Ein Deckelthermometer bringt der Smokey Joe nicht mit, weshalb für exaktes Niedrigtemperaturgaren ein separates Einstichthermometer sinnvoll ist – für das schnelle Grillen von Steaks, Würstchen oder Gemüse spielt das in der Praxis aber kaum eine Rolle.
Die emaillierte Oberfläche lässt sich mit einem feuchten Tuch abwischen, ohne dass sich Fett dauerhaft festsetzt, was die Pflege im Vergleich zu unbeschichtetem Stahl spürbar erleichtert.
Für wen geeignet?
Der Weber Smokey Joe Premium eignet sich vor allem für Paare, kleine Familien und alle mit begrenztem Platz auf Balkon oder Terrasse, die trotzdem nicht auf solide Markenqualität verzichten wollen. Auch als mobiler Zweitgrill für Camping oder Ausflüge macht er sich dank der Tuck-N-Carry-Mechanik gut. Wer regelmäßig für größere Runden grillt, findet in der Übersicht aller Kugelgrills im Vergleich passendere Modelle mit mehr Fläche; eine erste Einschätzung zur passenden Grillgröße liefert der Grill-Simulator.
Mehr Alternativen versammelt die Bestenliste Kugelgrills.



