Auspacken und Aufbau
Wer den Karton öffnet, findet vorgestanzte Edelstahlbleche, eine übersichtliche Anleitung und das namensgebende Click-System: Viele Verbindungen rasten ohne Werkzeug ein, nur für Räder und wenige Streben braucht es einen Kreuzschlitzschraubendreher. In rund 20 bis 30 Minuten steht der kompakte Standgrill komplett montiert auf der Terrasse – ein klarer Pluspunkt gegenüber klassischen Schraub-Bausätzen, bei denen leicht mal eine Mutter verloren geht.
Das Edelstahlgehäuse wirkt beim ersten Anfassen hochwertiger als lackierter Stahl und ist zudem pflegeleichter, da es nicht abblättern kann. Die Materialstärke selbst ist erwartungsgemäß nicht so massiv wie bei Grills der Mittelklasse, wirkt aber sauber verarbeitet und ohne scharfe Kanten. Die seitliche Kunststoffablage bietet ausreichend Platz für Teller, Zange und Gewürze.
Im Detail: Grillergebnis und Hitzeverteilung
Das zentrale Ausstattungsmerkmal ist die höhenverstellbare Kohlewanne mit drei Raststufen. In der obersten Position lassen sich Steaks und Würstchen bei hoher Hitze scharf angrillen, in der untersten Stufe eignet sich der Toronto Click für längeres, schonenderes Garen von Hähnchenteilen oder Gemüsespießen. Diese einfache Höhenverstellung ersetzt zwar keine feine Lüftungsschieber-Regelung, gibt aber immerhin eine grobe Kontrolle über die Hitze am Rost.
Bei voller Befüllung mit durchgeglühten Briketts erreicht der Rost in der obersten Stellung Temperaturen um 280 bis 300 °C – ausreichend für ordentliche Röstaromen. Bratwürste sind nach rund 12 Minuten gleichmäßig gebräunt, ein 200-Gramm-Steak braucht bei dieser Hitze etwa 3 bis 4 Minuten pro Seite für Medium. Das Deckelthermometer liefert dabei eher eine grobe Orientierung als exakte Werte – für alltägliches Grillen reicht das völlig, für ambitionierte Niedrigtemperatur-Garungen empfiehlt sich ein separates Einstichthermometer.
Der Deckel selbst schließt für diese Preisklasse überraschend passgenau, sodass auch indirektes Garen funktioniert: Hähnchenschenkel werden bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze in rund 35 bis 40 Minuten gleichmäßig durch, ohne außen zu verbrennen. Diese Vielseitigkeit zwischen direktem Grillen und schonenderem Garen macht den Toronto Click zu mehr als nur einem einfachen Steak-Bräter.
Wie schlägt sich der Toronto Click bei größeren Grillrunden?
Mit den kompakten Maßen von rund 58 × 43 × 83 cm passen gleichzeitig 4 bis 6 Bratwürste oder 3 bis 4 Steaks auf den Rost – für den klassischen Familiengrillabend zu viert reicht das aus, bei größeren Gartenpartys wird es aber eng.
Für alle, die regelmäßig mehr als sechs Personen bewirten, lohnt sich der Griff zu einem breiteren Grillwagen mit mehr Rostfläche. Für den normalen Zwei-bis-vier-Personen-Haushalt ist die kompakte Standgrill-Größe dagegen goldrichtig dimensioniert und lässt sich zudem leichter reinigen und auf kleinerer Fläche verstauen.
Reinigung und Alltag
Die Fettauffangschale unter der Kohlewanne lässt sich herausnehmen und mit wenigen Handgriffen ausspülen. Das Rost profitiert von einer stabilen Grillbürste; hartnäckige Rückstände lösen sich am besten, während der Rost nach dem Grillen noch warm ist. Das Edelstahlgehäuse selbst braucht kaum Pflege – ein feuchtes Tuch reicht, aggressive Scheuermittel sollten aber vermieden werden, um die Oberfläche nicht zu verkratzen.
Für wen geeignet?
Der Tepro Toronto Click ist die richtige Wahl für Einsteiger und preisbewusste Griller, die einen unkomplizierten, zuverlässigen Holzkohle-Standgrill mit wenig Platzbedarf für den regelmäßigen Gebrauch auf Terrasse oder Balkon suchen. Auch als Zweitgrill für die Datsche oder als erstes eigenes Gerät nach dem Auszug ist er eine solide Empfehlung. Wer höhere Ansprüche an Verarbeitung, Temperaturpräzision oder Grillfläche stellt, findet in unserer Übersicht aller Holzkohlegrills auch Modelle der Mittel- und Oberklasse. Bist du dir noch unsicher, ob Kohle überhaupt der richtige Brennstoff für dich ist? Der Grill-Finder klärt das in wenigen Klicks.
Mehr Alternativen versammelt die Bestenliste Holzkohlegrills.


