Ein Grill, der aufsteht statt breit hinzustellen
Während die meisten Holzkohlegrills als breiter Wagen mit Rädern und Seitenablagen daherkommen, geht der Barbecook Säulengrill einen anderen Weg: Er wächst in die Höhe statt in die Breite. Mit knapp 97 cm Höhe und einem schlanken Standfuß braucht er auf Terrasse oder Balkon deutlich weniger Fläche als ein klassischer Grillwagen – ein Detail, das für kleinere Außenbereiche den Unterschied machen kann.
Direkt nach dem Auspacken fällt die schwarz lackierte Edelstahlkonstruktion auf, die sauber verarbeitet wirkt und ohne größeren Montageaufwand einsatzbereit ist. Der runde Grillrost mit 43 cm Durchmesser und 45 cm Auflagefläche sitzt stabil in der Halterung, das Gesamtbild wirkt für die Preisklasse von rund 92 € solide und aufgeräumt.
Im Detail: QuickStart-Zündung ohne Chemie
Das namensgebende Feature ist die QuickStart-Zündung: Unter dem Kohlerost liegt eine Kammer, die sich mit wenigen Blättern zerknülltem Zeitungspapier befüllen lässt. Beim Anzünden entfacht das Papier die Kohle von unten – ganz ohne Grillanzünder, Spiritus oder Kohlenanzündkamin. In der Praxis dauert es rund 20 bis 25 Minuten, bis die Briketts gleichmäßig durchgeglüht sind und Grilltemperatur erreicht ist.
Einmal durchgeglüht, liefert der Säulengrill auf der untersten Roststufe Temperaturen, die für ordentliche Röststreifen auf Steaks ausreichen. Ein mitteldickes Steak (ca. 200 g) braucht bei dieser Hitze etwa 3 bis 4 Minuten pro Seite für Medium, Bratwürste sind nach rund 12 bis 15 Minuten gleichmäßig gebräunt. Der integrierte Windschutz am Feuerbehälter hält die Glut dabei spürbar ruhiger als bei offenen Standgrills ohne diese Abschirmung.
Wie gut lässt sich die Hitze über die Höhenverstellung steuern?
Sehr praktikabel: Der Rost lässt sich auf drei unterschiedlichen Höhen einrasten, wodurch sich die Distanz zur Glut ohne komplette Neupositionierung anpassen lässt. Für scharfes Anbraten von Steaks wird die unterste Stufe gewählt, für schonenderes Garen von Fisch oder Gemüse reicht ein Wechsel auf die mittlere oder obere Stufe. Diese einfache, aber wirkungsvolle Mechanik ersetzt bei vielen Gerichten das lästige Nachlegen oder Umschichten der Kohle.
Handhabung im Alltag und Reinigung
Im Alltag zeigt sich die Standgrill-Bauform als unkompliziert: Kein Zusammenbau von Gestell, Rädern oder Seitentischen wie bei einem Grillwagen, stattdessen steht der Säulengrill nach dem Auspacken fast sofort einsatzbereit. Die schmale Standfläche verlangt allerdings einen ebenen, windgeschützten Untergrund, da die Höhe von knapp einem Meter bei Sturmböen mehr Angriffsfläche bietet als ein breiter, tiefliegender Grillwagen.
Die Reinigung gestaltet sich einfach: Der Edelstahlrost lässt sich mit einer Grillbürste abbürsten, Asche fällt durch die Belüftungsöffnungen im unteren Bereich und kann von dort entnommen werden. Ein Beistelltisch für Zangen, Gewürze und Teller ist nicht im Lieferumfang enthalten und sollte bei Bedarf separat angeschafft werden.
Für wen geeignet?
Der Barbecook Säulengrill eignet sich vor allem für alle, die auf kleiner Stellfläche nicht auf einen vollwertigen Holzkohlegrill für bis zu 6 Personen verzichten wollen und das bequeme QuickStart-Zündsystem ohne Grillanzünder schätzen. Die Holzkohlegrills im Vergleich zeigen weitere Modelle zum Vergleich, wer sich bei der passenden Bauform noch unsicher ist, findet über den Grill-Finder eine erste Orientierung.
Für Balkon und schmale Terrassen ist die Säulenform ein klarer Vorteil gegenüber breiten Grillwagen, bei viel Wind sollte trotzdem auf einen geschützten Standort geachtet werden. Wer regelmäßig Zubehör wie Gewürze oder Platten direkt am Grill ablegen möchte, plant am besten einen kleinen Beistelltisch mit ein, da eine eigene Ablage bei diesem Modell fehlt.
Alle Top-Modelle der Klasse stehen im Holzkohlegrills-Ranking.


