Reduziert auf das Nötigste
Kein Deckel, kein Gestell aus dickem Stahl, keine zusätzlichen Features – der ALPINA BBQ-Grill mit 2000 Watt setzt konsequent auf das Nötigste. Für rund 35 € bekommt man ein Gerät, das sich mit dem einstellbaren Thermostat und der 2in1-Funktion als Tisch- oder Standgrill klar an Einsteiger richtet, die unkompliziert und ohne großen Vorbereitungsaufwand grillen möchten.
Beim Auspacken zeigt sich ein leichtes Gestell mit dünnen Beinen und einem verchromten Grillgitter. Die Verarbeitung wirkt funktional, nicht wertig – wer schon einmal einen Markengrill der 100-Euro-Klasse in der Hand hatte, spürt den Unterschied sofort. Für den gelegentlichen Einsatz auf Balkon oder Terrasse reicht die Stabilität aber aus.
Im Detail: Aufheizen und Grillergebnis
Nach dem Anschließen ans Stromnetz und Einschalten ist der ALPINA-Grill bereits nach wenigen Minuten einsatzbereit. Für spontane Grillabende ohne lange Vorlaufzeit ist das ein handfester Vorteil, gerade im Vergleich zu Holzkohlegrills, bei denen erst die Glut durchglühen muss. Mit dem einstellbaren Thermostat lässt sich die Hitze grob dosieren, die niedrigste Stufe eignet sich zudem zum Warmhalten bereits gegarter Speisen.
Bei voller Leistung bräunt der Rost Würstchen, Steaks und Gemüse ordentlich, an kräftige Röststreifen von Grills mit deutlich höheren Maximaltemperaturen reicht das Ergebnis aber nicht heran. Für den typischen Grillabend zu zweit oder zu dritt mit klassischem Grillgut ist die Leistung dennoch ausreichend.
Wie gut funktioniert das Grillen ohne Deckel?
Ohne Deckel fehlt die Möglichkeit, Hitze wie in einem kleinen Ofen zu speichern oder Speisen indirekt zu garen. Das macht den ALPINA-Grill weniger vielseitig als geschlossene Standgrills mit Kuppel, dafür bleibt das Gerät leichter und heizt schneller auf, da keine zusätzliche Masse mit erwärmt werden muss. Für schnelles, direktes Grillen von dünnerem Grillgut ist das ein akzeptabler Kompromiss.
Praktisch ist zudem die Möglichkeit, die Grillpfanne mit etwas Wasser zu befüllen: Das verhindert übermäßige Rauchentwicklung und macht gelegentliches Grillen auch im Innenbereich möglich, etwa in der Küche bei schlechtem Wetter draußen.
Reinigung und Handhabung
Nach dem Gebrauch lässt sich das Heizelement zur Reinigung entfernen, sodass es nicht in direktem Kontakt mit Spülwasser stehen muss. Grillgitter und Grillpfanne selbst werden anschließend mit warmem Seifenwasser gereinigt – ein einfacher, aber bewährter Ablauf ohne Zusatzaufwand. Die 2in1-Konstruktion erlaubt zudem einen schnellen Wechsel zwischen Tisch- und Standposition je nach verfügbarem Platz.
Was du für 35 Euro realistisch erwarten kannst
Ein Elektrogrill in dieser Preisklasse konkurriert nicht mit Markengrills für 150 € oder mehr, und das muss er auch nicht. Wer den ALPINA-Grill kauft, um einmal die Woche spontan ein paar Würstchen oder Steaks zuzubereiten, bekommt genau das gebotene Maß an Funktion für sein Geld. Wer dagegen eine lange Nutzungsdauer über viele Jahre und häufigen intensiven Gebrauch plant, sollte einkalkulieren, dass dünnere Materialien und ein leichteres Gestell tendenziell schneller an Stabilität verlieren als bei hochwertigeren Standgrills.
Positiv fällt auf, dass trotz des niedrigen Preises grundlegende Sicherheits- und Komfortdetails wie eine Warmhaltestufe und ein herausnehmbares Heizelement nicht gestrichen wurden. Das unterscheidet den ALPINA-Grill von noch günstigeren No-Name-Modellen, bei denen selbst diese Basics fehlen.
Für wen geeignet?
Der ALPINA BBQ-Grill mit 2000 Watt richtet sich an alle, die einen sehr günstigen Einstieg ins elektrische Grillen suchen und mit den reduzierten Funktionen ohne Deckel gut leben können. Für spontanes, unkompliziertes Grillen zu zweit ist er eine praktikable Lösung. Wer mehr Ansprüche an Verarbeitung, Leistung oder Deckel-Funktion stellt, findet in der Kategorie Elektro- & Tischgrills besser ausgestattete Modelle im mittleren Preissegment. Der Grill-Finder hilft, die passende Ausstattung für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
Unsere aktuelle Übersicht der besten Elektrogrills findest du hier.



