Ein Trichtergrill statt der üblichen Schale
Statt der klassischen runden Kohleschale setzt der ACTIVA Augsburg auf eine schlanke Säulen- und Trichterform: Der Feuerbehälter läuft nach unten spitz zu, darüber sitzt in drei möglichen Höhen der verchromte Grillrost. Diese Bauweise braucht deutlich weniger Grundfläche als ein Kugelgrill und lässt sich fast wie ein schmaler Beistelltisch zwischen Terrassenmöbel stellen. Für rund 40 € ist das eine der günstigsten Einstiegsoptionen, wenn ausreichend Fläche in Garten oder Balkon knapp ist.
Beim Auspacken zeigt sich ein leichtes, aber ordentlich verarbeitetes Gerät. Der Standfuß aus Edelstahl fühlt sich stabiler an als reiner Lackstahl, die Schweißnähte an der Säule sind sauber ausgeführt. Wer schon einmal einen Grill in dieser Preisklasse in der Hand hatte, merkt aber schnell: Die Blechstärke von Trichter und Fuß bleibt unter dem, was Mittelklasse-Kugelgrills bieten. Für den angedachten Zweck – schnelles, unkompliziertes Grillen ohne große Ambitionen – reicht das völlig aus.
Im Detail: Hitzeverteilung und Rostwechsel
Der Trichter bündelt die Hitze der Glut nach oben, wodurch sich beim Grillen ein spürbar konzentrierterer Hitzestrahl ergibt als bei einer flachen, breiten Schale. Auf der untersten Rosthöhe lässt sich damit ordentlich scharf anbraten, Würstchen sind nach etwa 10 bis 12 Minuten gleichmäßig gebräunt, ein dünneres Steak braucht auf dieser Stufe rund 3 Minuten pro Seite für eine kräftige Kruste.
Der Wechsel zwischen den drei Einschubhöhen dauert nur Sekunden: Rost anheben, in die nächste Lochreihe einhängen, fertig. Wer nach dem scharfen Anbraten noch etwas nachziehen lassen will, kurbelt einfach eine Stufe höher. Der Lüftungsregler an der Säule steuert dabei zusätzlich, wie schnell die Kohle durchglüht und wie heiß die Glut insgesamt wird – ein Detail, das man in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich findet.
Wie stabil steht der ACTIVA Augsburg bei Wind?
Kurz gesagt: solide, aber nicht unerschütterlich. Der schlanke Standfuß sorgt für einen tieferen Schwerpunkt als bei manchen Konkurrenzmodellen, bei böigem Wind empfiehlt sich trotzdem ein windgeschützter Standort. Auf einer ebenen Terrasse ohne Zugluft steht der Grill während des gesamten Grillvorgangs ruhig.
Das liegt auch daran, dass die schmale Bauform naturgemäß eine kleinere Standfläche hat als ein breiter Kugelgrill-Sockel. Auf unebenem Rasen oder bei starkem Wind lohnt sich deshalb ein Blick auf einen festeren Untergrund, etwa eine Steinplatte oder den befestigten Terrassenboden.
Reinigung und Handhabung im Alltag
Nach dem Grillen lässt sich der verchromte Rost zur Reinigung einfach herausnehmen, eine Grillbürste reicht meist aus. Die Asche fällt durch den Trichter nach unten und lässt sich über den Standfuß entnehmen – etwas fummeliger als bei Grills mit separater Ascheschublade, aber machbar. Ein Deckel gehört nicht zum Lieferumfang, wodurch indirektes Garen oder Räuchern nicht möglich ist. Für klassisches Grillen auf direkter Hitze ist das aber ohnehin nicht nötig.
Für wen geeignet?
Der ACTIVA Augsburg ist die richtige Wahl für alle, die mit wenig Budget und wenig Stellfläche unkompliziert grillen wollen – ideal für Balkon, kleine Terrasse oder als Zweitgrill für spontane Abende zu zweit. Die drei Höhenstufen und der Lüftungsregler geben mehr Kontrolle, als der Preis erwarten lässt. Wer regelmäßig für größere Gruppen grillt oder auf massive Materialstärke Wert legt, findet in der Übersicht aller Holzkohlegrills im Vergleich passendere Alternativen, und der Grill-Finder hilft dabei, den passenden Typ für die eigenen Ansprüche zu finden.
Einen breiteren Überblick gibt unsere Bestenliste Holzkohlegrills.


