Der Nachhaltigkeits-Trend bei Grillbrennstoffen
Kaum ein anderes Segment der Grillwelt hat sich in den letzten Jahren so gewandelt wie Grillkohle: Während klassische Holzkohle oft aus tropischen Wäldern importiert wird, setzen Marken wie McBrikett inzwischen auf Kokosnussschalen – ein Abfallprodukt der Kokosölindustrie, das sonst häufig ungenutzt verbrannt wird. Die Kokoko Eggs sind dabei zum meistverkauften Kokosbrikett auf Amazon.de geworden, und das nicht nur wegen des Nachhaltigkeitsarguments.
Der Trend hinter diesem Erfolg ist eindeutig: Immer mehr Griller hinterfragen, woher ihre Grillkohle stammt, nachdem in den letzten Jahren wiederholt über Regenwaldrodung für Billig-Holzkohle berichtet wurde. Kokosnussschalen umgehen dieses Problem komplett, da sie ohnehin als Nebenprodukt der Kokosölgewinnung anfallen und sonst häufig ungenutzt bleiben.
Herstellung und Form
Statt aus Holz werden die Kokoko Eggs aus gepressten Kokosnussschalen hergestellt. Die eiförmige Pressform ist kein reiner Design-Gag: Sie sorgt dafür, dass die Briketts auch im komplett durchgeglühten Zustand formstabil bleiben und nicht zerbröseln – ein Problem, das bei vielen günstigeren Briketts nach einigen Stunden Glutdauer auftritt.
Die Herstellung selbst erfolgt ohne künstliche Bindemittel unter hohem Druck, was die charakteristische Härte und Dichte der Eggs erklärt. Wer die Briketts in die Hand nimmt, spürt sofort den Unterschied zu leichteren, bröseligeren Holzkohlebriketts.
Im Detail: Temperatur und Brenndauer
Im direkten Vergleich überzeugen die Kokoko Eggs vor allem durch zwei Werte: die Maximaltemperatur von bis zu 800 °C und die lange Brenndauer. Direkt genutzt liefern sie etwa 3 bis 4 Stunden konstante Hitze, bei indirekter Nutzung – etwa für Langzeitgarungen im Kugelgrill oder Kamado – sogar 5 bis 6 Stunden. Das ist bis zu dreimal länger als bei vergleichbaren Mengen klassischer Grillkohle.
Die Durchglühzeit liegt bei rund 20 bis 30 Minuten im Anzündkamin, danach steht eine sehr intensive, lang anhaltende Hitze zur Verfügung. Für Dutch-Oven-Gerichte, bei denen Glut auch auf den Deckel gelegt wird, ist die hohe Temperatur und Formstabilität ein klarer Vorteil gegenüber weicheren Briketts.
Im Praxiseinsatz mit mehreren Rumpsteaks nacheinander zeigt sich außerdem, wie konstant die Temperatur über die gesamte Session bleibt: Anders als bei Holzkohle, die nach einer Stunde spürbar nachlässt, liefern die Kokoko Eggs auch beim dritten oder vierten Steak noch nahezu die gleiche Hitze wie zu Beginn.
Lohnt sich der höhere Preis für Kokosbriketts wirklich?
Ja, wenn man die Brenndauer einrechnet: Mit rund 3,10 € pro Kilogramm liegen die Kokoko Eggs zwar über Standard-Holzkohle, brennen aber deutlich länger. Auf die tatsächliche Grillstunde umgerechnet, relativiert sich der Preisunterschied spürbar – bei häufigem Gebrauch kann sich der Kauf sogar rechnen.
Alltag und Handhabung
Der geringe Ascheanteil von rund 6 % macht die Reinigung nach dem Grillen unkompliziert. Die Briketts lassen sich gut dosieren, da die einheitliche Eiform eine gleichmäßige Verteilung im Kohlerost erlaubt – anders als bei unregelmäßig geformter Holzkohle, bei der große und kleine Stücke ungleich schnell durchglühen.
Auch die Lagerung gestaltet sich unproblematisch: Trocken aufbewahrt bleiben die formstabilen Briketts über Monate unverändert nutzbar, ohne wie manche Holzkohle mit der Zeit zu zerbröseln oder Feuchtigkeit zu ziehen.
Für wen geeignet?
McBrikett Kokoko Eggs eignen sich für alle, die Wert auf nachhaltige Herkunft legen, ohne bei Hitze und Brenndauer Kompromisse einzugehen – vom Steak-Grillabend bis zum Dutch-Oven-Wochenende. Wer nur gelegentlich und in kleinen Mengen grillt, findet in der Kategorie Brennstoffe auch günstigere Einstiegsoptionen. Wer noch nicht weiß, welcher Grill zum eigenen Kochstil passt, bekommt über den Grill-Finder eine schnelle Einschätzung.
Mehr Alternativen versammelt die Bestenliste Brennstoffe.


